Solarthermie runter, PV auf das Dach

  • Hallo,


    ich bin zur Zeit mit der Neuplanung, dank Klimapaket, unserer alten Heizungsanlage beschäftigt. Unser Öler soll einer Wärmepumpe weichen. Die Ölheizung wird mit einer 12m² Solarthermie für armwasser und Heizen unterstützt.

    Jetzt soll die ST einer PV-Anlage weichen. Ich hätte ca. 20 m² (ca. 3,78 kWp) auf dem Dach (16° Süd-West-Ausrichtung) Platz, neben der schon vorhandenen PV. Die vorhandene PV ist eine Volleinspeiseanlage von 2006.

    Frage: Ist es sinnvoll eine 3,78 kWp Anlage für eine WP und den restlichen Stromverbrauch im Haus zu installieren? Ein E-Auto ist auch vorhanden. Ich bin mir nicht sicher in meiner Entscheidungsfindung.:/


    Grüße


    Sascha

    16x Photowatt PW6-245Wp, Fronius IG40

    30x Axitec blackpremium 330, SMA STP10.0-3AV

  • Wir haben die ST im Bauantrag gehabt und im Energieausweis. Man darf also nicht ohne weiteres die ST ausbauen :(

    Unser Heizungsmonteur meinte, lieber stilllegen wegen Undichtigkeiten aber nicht demontieren. So kommen keine Fragen weil die Gemeinde die ST noch sieht.

  • Bei uns ist die Anlage nicht im Bauantrag.

    Aber warum darf ich die ST nicht abbauen?

    16x Photowatt PW6-245Wp, Fronius IG40

    30x Axitec blackpremium 330, SMA STP10.0-3AV

  • Wir haben die ST im Bauantrag gehabt und im Energieausweis. Man darf also nicht ohne weiteres die ST ausbauen :(

    Unser Heizungsmonteur meinte, lieber stilllegen wegen Undichtigkeiten aber nicht demontieren. So kommen keine Fragen weil die Gemeinde die ST noch sieht.

    so ein Blödsinn.

  • Hat euch ein unabhängiger Energieberater die Wirtschaftlichkeit durchgerechnet?


    Zu der bestehenden Anlage:


    Warmwasser wird zentral erzeugt und laufen die Kollektoren da mit drüber , also WW und Heizung an einem gemeinsamen Pufferspeicher mit Rücklaufanhebung.

    Was spricht gegen das Konzept?


    Im richtigen Winter hast ist der PV Ertrag im Keller, der Wärmebedarf hoch und die Wärmepumpe meist überfordert.


    Wieviel kWh im Jahr kannst du mit der Anlage realistisch erzeugen, zu welchen Kosten?

    Wir hoch ist der primär Wärmebedarf für WW und Heizung bisher?

    Warum Wechseln?

    Durch den Umbau und die Installation der neuen Anlage entstehen neue kosten.

    46x Trina Vertex S 400 19,2kWp 18x ZNShine 370 6,66kWp 8x JA 345 2,76kWp

    = 28,6kWp auch Süd,West, Ost


    Wallbox 11kW für eUP, Ioniq

    Planung für Brauchwasser WP laufen gerade.

  • Wir haben die ST im Bauantrag gehabt und im Energieausweis. Man darf also nicht ohne weiteres die ST ausbauen :(

    Unser Heizungsmonteur meinte, lieber stilllegen wegen Undichtigkeiten aber nicht demontieren. So kommen keine Fragen weil die Gemeinde die ST noch sieht.

    so ein Blödsinn.

    Sag mir mal bitte warum? Weil ich diese doofe ST wirklich weg haben will

  • Bau die nutzlose ST ab, dann jeden cm² mit PV voll! Erst recht bei BEV und WP.


    Wer soll da noch rumwühlen, das Dach ist sinnvoll mit EE vollgemacht, was will man mehr?

  • Im richtigen Winter hast ist der PV Ertrag im Keller, der Wärmebedarf hoch und die Wärmepumpe meist überfordert.

    Da ist ja gleich mehrfach Blödfug drin:


    Ich hab selbst im dunkelsten Winter oder mit Reif auf den Modulen noch PV Ertrag. Da tut sich bei meiner hochleistungs VRK Anlage nichts, überhaupt nichts.


    Die bringt dafür im Sommer Unmengen an heißen Wasser, das ich nicht mal verkaufen kann...


    Seit Februar heizen wir ausschließlich mit der Kombi PV + WP, die 13m² VRK kann man vergessen... Das mit der ST Heizungsunterstützung ist ein Märchen. Im Winter zu wenig im Sommer zuviel... nach 12 Jahren muss ich leider sagen: für den Popo.


    Und warum sollte eine richtig dimensionierte WP überfordert sein? Zur Not die wenigen Tage mit Heizstab.

  • Sprechen wir von einem Gebäude der 60-70er Jahre mit 250-350l/m2 (Energieausweis E und schlechter) oder von einem modernen kfw70 Haus mit Flächenheizungen (Energieausweis B oder besser) ? Ich kenne keinen Fall wo sich im erstgenannten Fall die Wärmepumpe wirtschaftlich betrieben werden kann. Erst mit Arbeitszahlen von 4 und besser, sprich WP mit Sole und Tiefbohrung wird überhaupt genug Vorlauf erzeugt.


    Und nein, die milden sonnenreichen Winter 2018-2020 sind nicht die Regel.

    Habe 2000 l Tank im Keller stehen. Im Sommer nutzen wir das Warmwasser für unsere Waschmaschinen, Spülmaschine, der Keller wird auch das ganze Jahr geheizt. Selbst die beiden Rekordsommer haben die Anlage nicht an seine Grenzen gebracht. Und das bei 12 Flachkollektoren. Wo liegt also das Geheimnis, der Pufferspeicher muss groß sein.


    Meine Situation:


    3Fam Haus BJ1982, Warmwasser zentral mit Zirkulation, Fußbodenheizung, aktuelle Dachdämmung, Klinkerspalt ausgeblasen,

    Neue Fenstergläser, Wohnkeller mit Hobbyräumen, Holzwerkstatt, Fitnessraum, Sauna, Gästezimmer und Lagerräumen.

    Energieverbrauch 120kwh/m2 mit Gaszentralheizung mit modernen Pumpen.

    Stromversorgung EG 3200kwh,

    OG 1600kwh

    DG 1400kwh

    Standort im Ruhrgebiet.


    Nur zurück zum Themenersteller.

    Bei 3,7kwp erzielt er in der Heizperiode damit maximal je nach Breitengrad 820kWh. Reicht das auch um die WP damit zu betreiben und per DLH WW zu erwärmen. Zusätzlich kommt die Anschaffung und Abschreibung der neuen Anlage.

    46x Trina Vertex S 400 19,2kWp 18x ZNShine 370 6,66kWp 8x JA 345 2,76kWp

    = 28,6kWp auch Süd,West, Ost


    Wallbox 11kW für eUP, Ioniq

    Planung für Brauchwasser WP laufen gerade.

  • Im richtigen Winter hast ist der PV Ertrag im Keller

    Währen die PV auch dann oft Strom liefert ist doch die ST ganz nutzlos im richtigen Winter?


    Alte Anlage von 2006: auf gleicher Fläche ist heute meist locker das doppelte an kWp realisierbar. Maße?

    Klar rentiert sich das.