Vorgehen bei Verzögerung Zählermontage - Corona-Notinbetriebnahme?

  • Die Vorgeschichte will ich hier nicht nochmal breit treten - nur so viel:
    Ja, es gibt auch beim Bayernwerk Netzcenter, wo nicht alles so toll läuft, und meine Nerven sind schon arg strapaziert.


    Mein Elektriker hat die Anlage per 9.1. fertig gemeldet und eigentlich sollte es alles nur mehr am Zählersetzer hängen.

    Das sind nun schon wieder 10 Wochen, zzgl. eine Corona-Krise ...


    Von Bank und Dritten habe ich gehört, daß es in 2019 schon mal ein dreiviertel Jahr bis zum Anschluss dauert - da spiel' ich freiwillig nicht mit.

    Mein Elektriker wird mich wohl mangels Beißhemmung gegenüber dem VNB im Regen stehen lassen.


    Wenn ich richtig verstanden habe, kann ich notfalls auch selbst anschließen?

    Ich hab' nicht das passende Papier dazu, aber technisch trau ich's mir zu.



    Hier der Schaltplan:



    Das was für die Einspeisezusage lange kompliziert war - eine 29,9 kW Altanlage - ist vom Hausanschluss weg und somit hier nicht mehr relevant.


    Soweit ich richtig verstanden hab, brauche ich jetzt im Hausanschluss einen Zweirichtungszähler:


    Der bestehende Bezugszähler (unten rechts) ist soweit ich sehen kann nicht rücklaufgesperrt - schon mal ein Anfang.


    Außerdem gibt es einen Sunny Home Manager und einen SDM72 in Serie.
    Die sind zwar nicht geeicht, aber als Anhaltspunkt für die Ermittlung der Einspeisung in Notsituationen besser als nix - oder?


    Der Zähler oben links ist still gelegt (stammt von der alten 29,9 kW aus 2009)



    Im Anlagenschaltkasten sollte es wohl ein ordinärer Drehstromzähler, von denen ich noch ein paar in der Bastelkiste habe, tun.
    Wenn ich Glück hab, find ich sogar noch einen geeichten - aber einen solchen soll ja das Bayernwerk eh' bald bringen.



    Die 70%-Regelung muß wohl irgendwie im Sunny Home eingestellt werden, aber das kann ich erst ausprobieren, wenn ich die Anlage in Betrieb habe.


    Ich verstoß damit wohl mit Laieneingriff gegen TAB und auch gegen MeßstellenVO o.so, aber das ist wohl in der Notlage nicht anders zu machen und sollte, wenn ich richtig verstanden habe, meinen EEG-Anspruch nicht gefährden. Und selbstverständlich freue ich mich, wenn der VNB mich mit der Entsendung eines kompetenten Zählermonteurs aus dieser mißlichen Lage baldmöglichst befreit.

    Also würde ich:

    • beim Netzcenter anrufen und um einen vernünftigen Termin bitten
      Was ist vernünftig? nochmals eine Frist von 2 Wochen?
    • bei unvernünftiger Frist o.g. Lösung ankündigen und hoffen daß das motivierend wirkt (es macht schließlich für niemanden die Arbeit einfacher)
    • schriftlich die eigene Inbetriebnahme mit entsprechenden EEG-Zitaten aufgrund des schuldhaften Verzuges des VNB mitteilen
    • den Elektriker bitten, es für mich zu machen, um allfällige Gewährleistungsansprüche nicht zu verkomplizieren - und damit auch die Inbetriebnahme durch ihn vor zu nehmen, wie es sich anständigerweise gehört
    • ersatzweise es selber tun, dem Elektriker dabei mitteilen, daß das eine Notinbetriebnahme ist, die ihn nicht aus der Gewährleistung entläßt

    OK so weit?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp in Bau, Speicher in Planung

  • 9.1. fertig gemeldet = IBN? Strom erzeugt? Im Portal dokumentiert? Davon mal abgesehen, Deinen oder einen Elektriker beauftragen ersatzweise einen 2RZ oder zwei 1RZ als Übergangszähler zu setzen. Anlage einschalten und laufen lassen.

    Den Elektriker mit Dir die Zählerstände dokumentieren und danach ist es nur noch Mathematik bis der echte Zähler kommt. Insbesonde wo Du soviel Blech zum Zählen bereits hast. Mit einem pfiffigen Elektriker schafft ihr zusammen eine feine kakadierte Zählerkette mit der sich alles auch ohne den "echten" Zähler vom MSB rechnen lässt.

  • MessKonzepte haben wir letztes Jahr lang und breit erörtert, daher nur so viel:

    Bestehenden Zähler für vorübergehende Volleinspeisung verwenden und dokumentieren oder gleich Überschusseinspeisung die vermutlich das Ziel ist bauen. Ggf. den EZ brücken. Die Masse an Werten aus SHM, WR, Zähler, bish. Verbrauch macht Schätzung hinreichend genau möglich und damit auch Vergütung!

    Warte nicht auf Zählerfreaks.

  • Warte nicht auf Zählerfreaks.

    aliens vom Planeten MSB im VNB-Nebel - erstmalig in "per Anhalter durch die Galaxis", später im "Zurück in die Zukunft"

  • 9.1. fertig gemeldet = IBN? Strom erzeugt? Im Portal dokumentiert?

    Auf diese Frage habe ich vom Eli ein Dokument des Bayernwerks bekommen, das unter anderem beinhaltet


    Technische Daten Erzeugungsanlage
    Datum der technischen Betriebsbereitschaft nach EEG 09.01.2020
    Meldedatum an die BNetzA 10.01.2020

    ......

    Erklärung Strom akzeptiert X



    Der Schaltplan oben ist aus dem Anhang dieses Dokumentes.

    Ich vermute jetzt mal, daß dieses Dokument durch die Meldung im Portal generiert wurde und selbige bestätigt.


    Deinen oder einen Elektriker beauftragen ersatzweise einen 2RZ oder zwei 1RZ als Übergangszähler zu setzen. Anlage einschalten und laufen lassen.

    Den Elektriker mit Dir die Zählerstände dokumentieren und danach ist es nur noch Mathematik bis der echte Zähler kommt.


    also schon mit Eli und nicht als Laie drin rum pfuschen?


    MessKonzepte haben wir letztes Jahr lang und breit erörtert, daher nur so viel:

    Bestehenden Zähler für vorübergehende Volleinspeisung verwenden und dokumentieren oder gleich Überschusseinspeisung die vermutlich das Ziel ist bauen.

    Diskussion über Messkonzepte ist abgeschlossen, in der Einspeisezusage dokumentiert und auch so gebaut worden.

    Es geht nur drum, die Zähler hin zu schrauben.

    Sollte eigentlich aus meinen Bildern klar werden?

    Natürlich gleich mit Überschusseinspeisung, wie gebaut. Alles andere würde es ja nochmal komplizierter machen.

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

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    30 kWp in Bau, Speicher in Planung

  • Wir können hier sehr schwer beurteilen wie weit du Laie bist oder schon genügend Rüstzeug um das machen zu können.

    Wer übrigens (zu)viel fragt ist eher den Laien zuzuordnen.

    Wer Zähler in der Bastelkiste hat wird jetzt auch nicht der totale Laie sein.

    Den abrechnungsrelevanten Zähler würde ich nur ersetzen (lassen) wenn der neue zwei Richtungen kann.

    Für die Erzeugung ist es Unsinn etwas extra einzubauen was so schon gemessen wird.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • Wer übrigens (zu)viel fragt ist eher den Laien zuzuordnen.

    Bingo. :)
    Ich bin Agraringenieur, und kein eingetragener Elektriker.
    Ich habe keine formal nachgewiesene Sachkunde.
    Alles was ich mach', kann ich durch nerviges Nachfragen bei Leuten, die das können.


    Ich bastle u.a. Maschinenantriebe mit Frequenzumrichtern.
    Für die Festlegung des Anschluss- und Meßkonzeptes hatte ich die Federführung.

    Ich hab' technisch überhaupt keine Bedenken, einen Zähler zu setzen.

    Aber ich weiß, daß der VNB mich das nicht dürfen lassen möchte.


    Den abrechnungsrelevanten Zähler würde ich nur ersetzen (lassen) wenn der neue zwei Richtungen kann.

    Für die Erzeugung ist es Unsinn etwas extra einzubauen was so schon gemessen wird.


    Die Kaskade brauch ich für die Ermittlung des Eigenverbrauches.
    Da wo im Schaltplan "Stromkreisverteiler" steht, hängt Haus und Hof dran.


    An den verplombten Bezugszähler würde ich selbst nicht ran gehen, um mich nicht angreifbar zu machen.

    Wenn mir natürlich ein eingetragener Eli einen korrekten geeichten Zweirichtungszähler setzt, dass wär' das was anderes.


    Ansonsten würde ich einen Zweirichtungszähler zum Bezugszähler in Serie setzen.

    Mein Modbus-Zähler SDM630 ist nicht geeicht.
    Ich glaub' daß der auch phasenmäßig nicht korrekt saldiert.
    Aber für eine qualifizierte Schätzung nach EEG besser als gar nix, oder?
    könnt' mer notfalls ja auch tauschen.



    so was z.B.

    https://www.ebay.de/itm/Zweiri…514407:g:6rQAAOSwFR5eQWDH


    oder so was:

    https://www.ebay.de/itm/neuer-…2e4454:g:6JQAAOSw9GhYlxmQ

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

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  • Einen Zähler zusätzlich einzubauen ist eine rechtlich saubere Lösung.

    Zu den brauchbaren Typen möchte sich vielleicht hutschiwutschi äußern.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • ein eingetragener Eli einen ... Zweirichtungszähler setzt, ... Modbus-Zähler SDM630 ist nicht geeicht.

    Der Eli muss ja net eingetragen sein. im gezählten - (edit:) und hinter dem ungezählten - Bereich darf jeder Elektriker Arbeiten an der Hausinstallation vornehmen. Und beliebig viele Zähler zwischen den ersten Zähler des MSB und Deine Anlagen und Verbraucher hängen. edit2: Und wenn Du es machen lässt hast Du einen Zeugen für den Anfangsstand aller Zähler zu Beginn der Aufzeichnungsperiode.

    Einen Zähler zusätzlich einzubauen ist eine rechtlich saubere Lösung.

    Mein SDM630 extra in der nicht geeichten Version misst ohne zu saldieren alles was rein und alles was raus geht. Die MID-Variante misst da ein wenig anders. Du scheinst den "richtigen" verbaut zu haben. Das reicht an und für sich bereits aus. Ich hatte allerdings zusätzlich noch einen geeichten Ferraris im Strompfad. Der drehte/rechnete bei mir rückwärts aus Erzeugung minus Eigenverbrauch (natürlich auch den der Nacht) die "minimale" Lieferung. Dazu die Werte vom SDM zu Gesamtverbrauch und Gesamterzeugung (! nicht Lieferung). Zusätzlich hat bei mir noch jede Strom erzeugende Phase einen 1~-Zähler mit RLS um die Portaldaten, die aber auch noch im WR gezählt werden, zu verifizieren. Uff, und nun werkelt auch noch ein EM24 im Stromweg, der noch mal sehr genaue Werte liefert. Der SDM liefert via S0 an die eva flex und der EM24 an die venus via MODBUS. Dafür ist der olle ferraris raus geflogen. Allein mit meinen Zählern wäre der Zähler vom MSB vollkommen überflüssig. Aber der ist nun mal abrechnungsrelevant. Meine Kontrollzähler bestätigen jedenfalls dessen einwandfreies Arbeiten und ermöglichen mir zusätzlich Monitoring und Auswertung der Verbräuche. Aber ich bin mir sicher ich könnte auch auf ein paar Zähler verzichten. Die sind bei mir eben historisch gewachsen. Jeder zieht für sich ein wenig Strom, braucht Platz, macht Wärme, kann ausfallen, schafft zusätzliche Übergangswiderstände und erhöht die Fehleranfälligkeit des gesamtsystems. Aber es macht mir Spaß jetzt nach eingehender Nutzung so genau über meinen Verbrauch Bescheid zu wissen. Und quasi in Echtzeit beobachten zu können wann was wieviel Strom benötigt.

  • Mein SDM630 extra in der nicht geeichten Version misst ohne zu saldieren alles was rein und alles was raus geht. Die MID-Variante misst da ein wenig anders. Du scheinst den "richtigen" verbaut zu haben. Das reicht an und für sich bereits aus. Ich hatte allerdings zusätzlich noch einen geeichten Ferraris im Strompfad. Der drehte/rechnete bei mir rückwärts

    OK, das bestätigt im Prinzip meinen Plan:

    • der vorhandene offizielle geeichte dürfte imho ein Ferraris sein
      (die zwei Zählwerke sind NT/HT, nicht getrennte Richtungszähler)
    • der SDM630 misst Erzeugung und Verbrauch getrennt, wird mit den Daten des offiziellen kalibrier&Überwachbar
    • in den Schrank der Erzeugungsanlage häng' ich einen aus der Bastelkiste.
      Die sind zwar verplombt, ich seh' aber kein Eichsiegel drauf.
      der ist ja eh nur für die EEG-Abgabe auf Eigenverbrauch relevant.

    Jetzt schau' mer mal was der VNB zu dem Vorschlag sagt.

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp in Bau, Speicher in Planung