Warmwasser-Wärmepumpe + PV + Batteriespeicher

  • Dein Einwand ist richtig, ist aber nur in der Übergangszeit praktikabel. Im Sommer willst Du eher kaltes Wasser durch die Rohre schicken.

    Und man muss Fußbodenheizung haben. In meinem 400 Jahre alten Haus ist die vergessen worden ;-)

    Meinen 1000 Liter Puffer kann ich sowohl für Warmwasserbereitung, wie für die Heizung nutzen.

    Damit habe ich im Sommer die Chance, dass meine fünfköpfige Familie abends oder früh morgens duscht, ohne dass es fremden Strom kostet.


    Ich glaube es gibt keine absolut richtige Lösung. Es kommt immer auf die Situation an

    Gruß Kalle


    Eine gute PV Anlage rechnet sich

  • Das Stichwort dazu heißt Sektorenkopplung - ohne Puffer geht die nicht.

    Richtig, ohne Puffer geht das nicht. Der Puffer muss aber nicht mit Wasser gefüllt sein, Estrich, Putz und Steine sind auch ein super Speicher und im Haus sowieso in großer Menge vorhanden.


    Ich fahre meine WP im Winter hauptsächlich strompreisgeführt und in der Übergangszeit PV-geführt. Der Puffer ist der Estrich und einige Innenwände, das klapp so gut, dass ich ab Mitte März eine PV-Abdeckung von 80% habe. 1909 gab es auch noch keine FBH, die habe ich teils nachgerüstet. Da wo nicht genug Platz für den FBH-Aufbau war, habe ich das FBH-Rohr mit Klemmschienen an der Wand befestigt und mit Lehm eingeputzt.


    Für Warmwasser gibt es selbstverständlich einen Puffer, der Heizkreis hat da aber nichts dran zu suchen, das würde nur Effizienz kosten.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Also hättest du den nächsten Absatz gelesen, wüsstest du wie man es besser macht....

    In dem Artikel geht es insgesamt darum wie man es besser macht und nicht welche Probleme man mit einem Pufferspeicher fur die Heizung kaschiert....

  • Das ist zwar richtig aber die WP modulieren heute und werden ohne ERR betrieben - das ist aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen problemlos möglich und dann hat man immer einen konstanten Volumenstrom. Konstanten Volumenstrom kann man sich aber auch mit einen Wärmetauscher zaubern, das funktioniert dann fast immer.


    Ohne FB ist man natürlich gearscht - da hilft dann aber kein Puffer sondern nur eine höhere Vorlauftemperatur mit entsprechenden Effizienzverlusten.


    Und wenn die Leistung der WP zu hoch ist: Tja, da hat man sich bei der Auswahl wohl vergriffen...Das kann man dann mit einem Puffer heilen aber das ist kein Argument pro Puffer.


    Bei uns läuft die WP seit Monaten konstant von morgens bis abends mit PV Strom bei einem Vorlauf von aktuell 35 Grad komplett durch - nachts schaltet sich die Gasheizung auf einem niedrigeren Niveau dazu. Dass funktioniert sogar bei Vereisung der WP so gut, daß dabei nur selten elektrisch zugeheizt werden muss. Warmwasser wird tagsüber nur über die Aristion erzeugt, dadurch wird die normale Wp gar nicht mehr durch Heißwasseranforderung unterbrochen.

  • Das ist zwar richtig aber die WP modulieren heute und werden ohne ERR betrieben

    Und wenn die Leistung der WP zu hoch ist: Tja, da hat man sich bei der Auswahl wohl vergriffen

    nachts schaltet sich die Gasheizung auf einem niedrigeren Niveau dazu

    Ok, wenn man natürlich neben der modulierenden WP zusätzlich noch eine Gasheizung hat, dann ist es sicher nicht schwer mit FBH als Wärmepuffer den extrem schwankenden Leistungsbedarf eines EFH auch ohne wildes Takten zu bedienen.


    Als ich gelesen habe "die WP modulieren heute" schwankte ich zwischen schmunzeln und wütend, weil ich diesen Spruch bezogen auf Gasheizung beim Bau unseres Hauses (2003) auch vom Bauträger bekam. Ich hatte Bedenken, dass der Brenner mit 24 KW (Maximalleistung) für unsere 140qm zu viel war - und da erhielt ich als Antwort: "Die Gasheizung kann die Leistung modulieren". Wie sich später zeigte, schaltet sich der Brenner mit einer Leistung von 16 KW ein und passt dann seine Leistung entsprechend der Leistungsanforderung an. In der Praxis ist das zu 95% ein runtermodulieren auf die kleinste Stufe von 10 KW, wobei selbst das zuviel sind - und aus ist er wieder:cursing:.

    Bei 0 Grad Außentemperatur habe ich (ohne vorherige Nachtabsenkung) an einem trüben Wintertag (also keine solaren Wärmegewinne durch die Süd-West-Fenster) einen konstanten Wärmebedarf von 3 KW gemessen. Bei -10 Grad erhöht sich die Temperaturdifferenz zwischen außen und innen von 20 auf 30 Grad und somit muss ich da theoretisch mit 4,5 KW Dauerlast rechnen. Berücksichtige ich noch die Warmwasserbereitung, dann würde ich mit 5 oder besser 6 KW maximalen Wärmebedarf rechnen. Ohne Gasheizung als Backup bräuchte ich dann eine WP im Leistungsbereich von ca. 2-6 KW - ich weiß nicht, ob eine WP diesen großen Bereich abdecken kann.

    Bei einem alten Haus ist sicherlich ein Gasbrenner als Backup immer sinnvoll - bei meinem Haus bin ich mir da nicht so sicher (Gasheizung zusätzlich: Grundbetrag Gasanschluss, Abschreibung/Reperatur/Wartung).


    Gestartet wurde der Thread wegen WP zur Warmwasserbereitung. Und genau da scheiden sich die (Legionellen-)Geister. Einige sagen kein Problem 300 L bei 30-40 Grad, andere sagen Wasserspeicher wird regelmäßig erhitzt auf 60 Grad (Wirkungsgrad WP||) und andere eben Heizwasserspeicher mit Frischwasserstation.

  • Ok, wenn man natürlich neben der modulierenden WP zusätzlich noch eine Gasheizung hat, dann ist es sicher nicht schwer mit FBH als Wärmepuffer den extrem schwankenden Leistungsbedarf eines EFH auch ohne wildes Takten zu bedienen.


    Was schwankt denn da so extrem?
    Nur so aus Interesse, damit ich meine zukünftige WP schon mal vorwarnen kann, denn die trifft hier nur auf Heizkörper, WW Speicher und hat keinen Puffer unter sich.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ohne Gasheizung als Backup bräuchte ich dann eine WP im Leistungsbereich von ca. 2-6 KW - ich weiß nicht, ob eine WP diesen großen Bereich abdecken kann.

    Nibe 1155-6: 1,5-7,5kW

    Buderus: 1,5-12kW

    Daikin: 0,85-8kW

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Die 6KW mal angezweifelt ... Panasonic Aquarea Monoblock mit 5KW ... dürfte von den Vieren die Günstigste und nicht die Schlechteste sein.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5