Warmwasser-Wärmepumpe + PV + Batteriespeicher

  • Wie andere schon geschrieben haben: hydraulischen und thermischen Abgleich machen, Heizkurve richtig einstellen, dann klappt es auch ohne Pufferspeicher (wenn die Hydraulik einigermaßen sinnvoll ausgelegt ist).

    Ja "WENN". Ich kenne die Bausituation recht genau:

    BJ 2019 (also gute Wärmedämmung, 3-fachverglasung)

    Großzügiges Wohn-Esszimmer-Küche nach Süd (!)

    Gäste-WC (EG) und Bad (DG) nach Nord. Im Bad (eher klein) ist wegen Dusche/Wanne nur begrenzt Fläche übrig für Fußbodenheizung und diese ist zudem verwinkelt.

    Im konkreten Beispielfall kann es natürlich auch noch sein, dass die Hydraulik falsch verlegt / falsch dimensioniert wurde. Das ist dann ohne Baumaßnahmen fast nicht zu heilen.

    Ich vermute das ist der Fall, vgl. Bausituation oben: im Bad (GästeWC) ist schlicht zu wenig Fläche - mehr als warm kann der Estrich nicht werden. Ansonsten wird nur noch das Kinderzimmer beheizt. Wenn im Winter die Sonne ins WZ knallt - ihr wisst was dann passiert. Den Kaminofen im WZ "trauen" sie sich gar nicht zu benutzen.... (hat ja den gleichen Effekt wie volle Sonne ins Süd-WZ.

    Wäre es eine Luft-WP, müssten ca. fünf Kreise immer geöffnet sein, um ausreichend Abtauenergie zur Verfügung zu haben.

    Ich glaube das ist das Problem - 5 Heizkreise sind bei Sonne bestimmt nicht geöffnet...

  • Wenn in einer neuen Anlage unbedingt ein Pufferspeicher vorhanden sein muss, dann liegt das daran, dass die Anlage schlecht geplant ist. Für den Heizungsbauer ist es von Vorteil, den Puffer zu verbauen. Er macht mehr Umsatz, kann mehr Stunden Arbeitszeit abrechnen und muss sich im Vorfeld weniger Gedanken machen. Die Mehrkosten und den Mehrverbrauch zahlt ja der Auftraggeber.

    Mein Kollege hatte einen Festpreis für die Heizung. Somit rechnete es sich für den Heizungsbauer KEINEN Puffer einzubauen, denn er bekam das gleiche Geld ob nun MIT oder OHNE Puffer.

    Mehrverbrauch ?

    Durch einen Puffer kann die WP deutlich länger am Stück laufen. Wie sie sicherlich wissen, ist der Wirkungsgrad beim Start der WP schlechter als bei Dauerlast. Viel wichtiger ist noch der Verschleiß - ich hoffe für ihn, dass er nicht schon in ein paar jahren den ersten Defekt hat (WP: an-aus-an-aus....).

    Einen Puffer zu verbauen ist definitiv auswändiger als keinen zu verbauen. Aus meiner Sicht hat aber der Betreiber der Anlage eher einen Vorteil, wenn die WP einen Puffer hat - der Wärmeverlust des Puffers ist im Haus, während der schlechtere Wirkungsgrad der WP (ohne Puffer) unwiederbringlich verloren ist.

  • Der Puffer ist einfach im Festpreis drin ... ganz simpler Ansatz.

    WP mit Puffer ist heute nicht mehr Stand der Technik.

    Höhere Temperatur im Puffer bedeutet immer eine schlechtere JAZ ... Puffer kostet Effizienz.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Durch einen Puffer kann die WP deutlich länger am Stück laufen.

    Redest du von einem Warmwasserpuffer? Der ist natürlich notwendig.

    Aber im Heizkreislauf hat ein Pufferspeicher bei einer WP nichts verloren, da jedes K zu viel bares Geld kostet. Auf ERR muss dann natürlich verzichtet werden, spart aber auch teure Installationskosten. Bei optimal eingestellter WP und Abgleich sind die ERR eh arbeitslos.

    Wer Wärme speichern will kann dazu den Estrich nehmen.

  • Durch einen Puffer kann die WP deutlich länger am Stück laufen.

    Meine WP hat keinen Puffer und läuft im Winter mehrere Monate ohne Unterbrechung durch, ein Puffer würde da nichts dran ändern. Der Verdichter ist auf 140000 Starts ausgelegt, das würde in meinem Falle nach 500 Jahren erreicht werden... Wenn man sich keinen Oldtimer einbauen lässt, moduliert die WP auf die benötigte Leistung.

    Ohne Puffer läuft die WP effizienter, weil die Vorlauftemperatur nicht unnötig hoch gefahren werden muss.


    Das klingt alles so, als hätte der Heizungsbauer nicht wirklich Ahnung von WP und baut alles so, wie er das auch mit Gasheizung schon immer gemacht hat.

    Mein Kollege hatte einen Festpreis für die Heizung. Somit rechnete es sich für den Heizungsbauer KEINEN Puffer einzubauen, denn er bekam das gleiche Geld ob nun MIT oder OHNE Puffer.

    In der Kalkulation des HB war er wohl in jedem Falle enthalten, verschenken wird der ihn ja sicherlich nicht.

    im Bad (GästeWC) ist schlicht zu wenig Fläche - mehr als warm kann der Estrich nicht werden.

    Deshalb baut man da dann noch eine zusätzliche Flächenheizung mit eingeputzem Fußbodenheizungsrohr an der Wand ein.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Ich hatte das oben schon geschildert. Es gibt gute Gründe einen Puffer zu haben. Der von mir genannte, andere Heizquellen einzubinden, ist einer davon.

    Der trifft im diskutierten Beispiel nicht zu, aber das Argument die WP nicht ständig ein und auszuschalten ist sicher stichhaltig. Ich habe mal in das aktuelle Planungshandbuch von Mitsubishi (das ist nicht der kleinste Hersteller am Markt) geschaut. Da findet man dann solche Hydraulikschemata:



    So ganz out ist der Puffer also nicht!


    Ok, an modulierende WP habe ich nicht gedacht. Die funktionieren direkt am Leitungssystem.

    Gruß Kalle


    Eine gute PV Anlage rechnet sich

  • Du schreibst so was von Stuß.

    Versuche mal das zu verstehen => http://aquarea.smallsolutions.…php?title=Generelle_Tipps

    Meistens trifft Unhöflichkeit und Unvermögen einen (Teil-)Sachverhalt zu verstehen zusammen auf.


    Unter dem angegebenen Link http://aquarea.smallsolutions.…php?title=Generelle_Tipps

    habe ich innerhalb von Sekunden bzgl. Einsatz eines Puffers folgendes gefunden:

    http://aquarea.smallsolutions.…oft_ein_Puffer_verbaut.3F


    Warum wird ein Puffer verbaut:

    ... - Fussbodenheizungen mit Einzelraumreglern oder Radiatoren mit Thermostatventilen schließen, der Volumenstrom wird für die Wärmepumpe zu niedrig. Die Wärmepumpe "taktet".

    - Die Leistung der Wärmepumpe ist zu hoch für das Haus, es egeben sich ebenfalls kurze Takte.


    Also zuerst lesen - insbesondere Links die man selbst setzt - und dann NICHT beleidigen.


    Fazit: Ich habe es schon verstanden - auch incl. der Probleme die GEGEN einen Puffer sprechen (vgl. Wärmeverluste).


    Edit: "kurze Takte" = das Gegenteil von "länger am Stück laufen" - verstanden ?

  • Wir sind hier in einem PV Forum.

    Unbestrittene Effizienzverluste wegen eines Puffers sind hier meiner Meinung nach völlig sekundär. Betriebswirtschaftlich sehe ich enorme Vorteile in meinem Puffer.

    Das Stichwort dazu heißt Sektorenkopplung - ohne Puffer geht die nicht.

    Wenn ich meinen sehr billigen Strom vom Dach in Wärme speichern kann und ich damit Strombezug vermeide, ist das mindestens für mich ein Gewinn.

    Ob es für die Allgemeinheit ein Gewinn ist, ist diskussionswürdig. Um das korrekt zu betrachten - mir fehlen dazu Fakten...


    P.S: Bitte habt Euch wieder lieb!

    Gruß Kalle


    Eine gute PV Anlage rechnet sich

  • Das kann man sehr gut machen, wenn man dann die Wärmepumpe auf etwas höhere Leistung laufen läßt und den Estrich als thermischen Speicher nutzt.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.