Anlagen Planung in 32051

  • Hallo,


    ich bin neu hier und beschäftge mich aktuell mit dem Thema PV. Wir sind eine vier köpfige Familie mit einem Einfamilienhaus. Unsere Dachausrichtung ist etwa SSW.

    Wir haben im letzten Jahr etwa 2400kwh verbraucht. Für die Zukunft sehe ich unseren Verbrauch etwas höher.

    Ich habe leider überhaupt keine Ahnung worauf ich achten muss. Habe mich bis jetzt nur mit zwei Mietmodellen von enpal und dz-4 beschäftigt.

    Was macht grundsätzlich mehr Sinn ? mieten oder kaufen?

    Ich bin leider durch diese Mietangebote sehr verunsichert, da mir die Preise sehr hoch erscheinen.

    Wozu ratet ihr einem absolutem Anfänger ?

    Ich gebe euch gerne alle möglichen Informationen damit ihr mir weiterhelfen könnt.

    Vielen Dank im voraus


    Steffen

  • 1. nix Mieten! Das ist irre teuer, rentiert sich nie und da gewinnt nur einer.

    2. Anlage kaufen ... um 1200,- netto pro KWp ist ok ... je größer die Anlage wird, desto günstiger sollte es pro KWp werden ... ab 10KWp kann man unter 1000,- liegen, wenn das Dach gut zu bebauen ist.

    3. Süddächer macht man immer voll, eine Auslegung nach Verbrauch ist mit Ansage nur maximal dämlich.

    4. Je nach Dachneigung auch Norddach dazu nehmen

    5. Knapp über 7KWp und knapp über 10KWp nicht machen, aber 8,5KWp oder mögliche 13KWp auf jeden Fall bauen

    6. Ein Bild vom Dach und google Luftbild einstellen schadet nie.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • So ist es. Warum willst du jemand anderen an deinem Dach Geld verdienen lassen, das du auch selbst behalten könntest? Wenn es an Geld fehlt, das gibt es ja heutzutage überall fast umsonst hinterhergeschmissen. Letztendlich bekommst du die Anlage durch die Vergütung immer sicher geschenkt, warum soll das Geschenk ein Vermieter bekommen?


    Eine vernünftige Planung beginnt mit den zu Verfügung stehenden Dachflächen, Ertragsprognosen mit

    PVGIS5, dann Belegung, eventuell Schattenanalyse mit PVSOL premium, dann Verstringung und Wechselrichter, zum Schluss Angebote und Finanzierung klären.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • 3. Eine Auslegung nach Verbrauch ist Kappes. Eine PV bezahlt sich nicht nur selbst, sie bringt ihr GEld zurück und noch etwas Rendite. Deswegen ist der einzige limitierende Faktor bei PV die Fläche und wenn vor Ende der Fläche das Geld ausgeht, geht man für den Rest des Geldes zur Bank. Auch die Zinsen zahlt die PV mit.


    5. Über 7KWp kommt SmartMetering eher ... das kostet Geld im Jahr. Daher keine 7,2KWp bauen, sondern wenn Fläche knapp ist bei 6,9KWp aufhören. Früher oder später bekommen das aber eh alle.

    Ab 10KWp kommt Erzeugungszähler und EEG Umlage reduzierter Satz auf DV dazu ... das sind Peanuts im Jahr, 1000KWh kosten dich 26,- EEG Umlage. Daher keine 10,5KWp bauen, aber eigentlich macht es bereits über 12KWp schon Sinn diese zu bauen, denn die 2KWp über 10KWp bringen im Jahr rund 1800KWh Ertrag bei Süddach und die sind mit 9,5 Cent dann schon 171,- wert.


    PS.: Das alte Fenster würde ich zu machen, Pfanne drauf und von innen dicht machen ... danach Süd voll überbauem ... ich zähle 18 Pfannen ... nutze das Fenster noch einmal und messe den sichtbaren Teil einer Pfanne ... danach kannst Du anhand des Bildes Pfannen zählen und so die Maße des Daches bestimmen. Traufe First dürften ca. 5,4m sein ... Dachbreite kann man nicht schätzen.


    PPS.: Dachneigung sieht relativ steil aus, so dass sich Nord nur lohnt, wenn das Dach weit nach SW oder SO schaut ... bei Dir ist es aber anscheinend SSW ... also nur Süd bauen und 9,9KWp anpeilen. Garage oder Carport könnte man noch überlegen. Oder gibt es auf Norddach eine große Dachgaube?


    PPPS.: Kamin steht auf der richtigen Seite. :thumbup:

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  • Wer unterstützt einen da bei dem Vorgehen das du beschreibst ?

    Na wir hier natürlich! Deswegen bist du doch hoffentlich da:)

    Sieht nach einem glatten und einfachen 10 kWp-Dach aus, das wird gut! Nächste Aufgabe: Maße besorgen.

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  • Bitte entschuldigt meine späte Rückmeldung.

    Ich habe meine Dachfläche nun ausgemessen. Es sind ca. 9,3m x 5,6m also etwa 52qm.

    So wie ich es jetzt überall gelesen habe, auch bei dir pflanze, ist es nur Sinnvoll ohne Speicher und mit "vollem Dach" zu planen.

    Was muss ich jetzt als nächstes tun ?

    Ich danke euch schonmal.

    Schönen Abend euch

    Gruß

    Steffen

  • #5 lesen

    Auf 9,3*5,6m gehen dann 3*9 drauf ... mit 340Wp sind die 10KWp voll.

    8KVA WR nehmen mit Verbrauchslogging von SMA oder Fronius.


    Dachfenster zu machen und überbauen.


    Schnell bauen, neues EEG droht in deinem Fall ab 01.01.2020.


    Norddach macht bei dem Dach wohl keinen Sinn.

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  • Ok, ich bezweifel allerdings das ich jemanden finde der es dieses Jahr noch in Betrieb nehmen kann. Sind euch hier Unternehmen bekannt die in meinem PLZ-Bereich tätig sind und gute Arbeit machen ?


    Ich habe zudem noch eine weitere Frage.

    Mir als Einsteiger fällt es noch schwer die Gesetze und Kosten zu überschauen.

    Womit muss ich rechnen ?

    Angenommen ich habe die 10kwp und daraus einen Ertrag von 9300kwh (ist das realistisch ?) Dann rechne ich mal ohne den Eigenverbrauch als worst case.

    Sprich, 9300kwh x 0,09cent = 837€ Einnahmen durch den Verkauf.

    Welche Steuern fallen in diesem Fall für mich an ?

    Mwst. und EEG sind da für mich unklar.

    Ich möchte möglichst genau wissen worauf ich mich einlasse ;)

    Ich danke euch