Kostenfalle Balkonanlage

  • Warnung an alle, die eine "Balkonanlage" kaufen und anmelden wollen. Mir passiert: Haus seit Generationen im Familienbesitz. Alle el. Arbeiten immer mit Firmen und Rechnung. Letzte Erneuerung Sicherungen 2008. Alter Ferraris Zähler von "Amtswegen" Ende 2016 getauscht. Jetzt kommt's, ich habe M. 2019 nach Anraten von Elektriker und Homepage Wiener Netze ein Ansuchen auf Betreiben einer Photovoltaik-Kleinsterzeugeranlage gestellt. Habe brav die 14Tage Einspruchsfrist bez. neuen Zähler abgewartet und 7 Monate später zwei 300Wp gekauft, wie gemeldet. ( Wetterbedingt noch nicht anschliessen lassen) Jetzt wollte Netzbetreiber doch auf smartmeter tauschen. Geht aber nicht,: da Neuer, Alter Zähler ist immer noch auf , von Betreiber verplombten, Holzbrett und Schraubsicherungen aussen( auch von mir nie angegriffen). Das ist nicht mehr zeitgemäß. da ich eine Änderung der Anlage gewollt habe, muss jetzt die gesamte Hauselektrik/Zähler Befestigung etc. auf den letzten Stand gebracht werden. Hätte ich noch die max. 2 Jahre gewartet, bis -von Amtswegen- der Betreiber smartmeter auf das originale Holzbrett montiert hätte, wäre alles OK gewesen. Bin also doppelt der Dumme. 1. Wollte mini Beitrag zur Klimakrise leisten (richtige PV geht wegen Nachbarnbäume nicht). 2. Ordnungsgemäß anmelden und montieren lassen (war auch abenteuerlich solarElektrofirma zu finden)

    LG Heinz aus Wien

  • Ich hab da anscheinend mit meiner 600Wp gerade noch Glück gehabt und hier in Kärnten keinerlei Probleme mit der Meldung und dem Smart-Meter-Tausch, trotz nicht mehr zeitgemäßen Zählerkastens (ebenfalls Holzbrett und Schraubsicherungen).


    Aber dieses Jahr will ich auf 14 kWp Aufrüsten und da wird dann ohnehin eine Modernisierung der Elektrik notwendig (neuer Zählerkasten, neue Hauptleitung, etc) von daher wär's auch nicht schlimm...

    2x Futurasun 300Wp + EVT560 + 2.2m2 Reflektor

  • zurückziehen habe ich auch schon überlegt. Aber 2 Tage nach Monteur war bereits eingeschriebener Bescheid da. Hätte dann auch den Schaden mit unnütz gekauften Modulen. Was mich nur sehr verärgert ist 1. Wr. Netze schreiben auf homepage von 14 Tage Frist. Ich habe 7 Monate mit Kauf gewartet! (Da war keine rasche Rückmeldung da, hätte man mir mitgeteilt, was alles dran hängt hätte ich alles beim alten gelassen) 2. Ich habe vorab mit Techniker von Wr. NETZE telefoniert, der meint dass max 80 € für Tausch zu zahlen wäre. 3. Wenn Betreiber von sich aus tauscht ist Anlage OK, wenn ich Antrag stelle, nicht OK. Zusätzlich war ich bislang der Meinung, dass ich erst ab Zähler ,wie bei Wasser, zuständig bin. Zähler und alles andere im Eigentum und Verantwortung von Betreiber. Werde nächste Woche Kontakt aufnehmen. Aber Drohung den Anschluss stillzulegen ist schon sehr heftig

  • Ich habe eine ähnliche Situation in einem Altbau-Mietshaus wo ich ein-zwei 300wp Panele auf der Dachterasse aufbauen möchte. Die Wohnung hat noch einen analogen Drehstromzähler. Leider ist nicht klar, wann ein digitaler Stromzähler vom Netzbetreiber installiert werden soll.


    Der Vermieter sperrt sich gegen alle Erneuerungsvorschläge für den Stromzähler meinerseits und würde der Installation eines zweiten Drehstromzählers, hinter den alten, wahrscheinlich nicht zustimmen. Vielleicht hat es auch etwas mit alten Stromleitungen im Haus zu tun, die sie nicht erneuern wollen, wer weiß.


    Daher meine Frage - ist es möglich, bzw. was denk Ihr wären die Auswirkungen, wenn man eine solche Anlage an das Wohnungsnetz mit dem bestehenden analogen Drehstromzähler anschliesst, also auf einen digitalen Stromzähler verzichtet? Bedeutet das nur, dass man nicht die aktuelle Stromerzeugung der Anlage verfolgen kann oder bestehen da noch andere Risiken?


    Danke im Vorraus für Euer Feedback.


    Beste Grüße


    Tobias

  • Du kannst die Anlage offiziell nicht anmelden und dein Zähler wird sich rückwärts drehen.

    Ob du das willst, lies dich mal durchs Forum. Da gibt es eigentlich 2 Lager 😉

    Hilfe mein Zähler dreht rückwärts


    Müsstest halt nur bei Bedarf eine Ausrede für den reduzierten Strombedarf zur Hand haben. Zb die Module speisen ne Batterie und darüber läuft dein Router und Kühlschrank.

  • Bei mir sieht es ähnlich aus: habe Solmate G bestellt, also 600W Module plus 1kWh Speicher, plus zwei Erweiterungsmodule, plus ein Lightmate G, also ein 300W Balkonmodul, aber es wurde noch nicht geliefert. Zwischenzeitlich kam die Mitteilung des Verteilnetzbetreibers dass mein Ferraris Zähler im Laufe des Jahres gewechselt wird. Ist evtl. verdächtig dass mein Verbrauch seit Jahren unter 1000 kWh liegt weil ich beruflich viel auswärts bin (war?).


    Falls die Anlage endlich geliefert wird:

    ich kann die als Insel betreiben, verschenke dann aber wohl einige kWh.

    Am Netz würde sich der alte Zähler wohl manchmal rückwärts drehen, das Risiko würde ich einige Zeit eingehen, zumal ich die Anlage auch nicht von heute auf morgen installiert bekomme, da ich nur teilverschattete Plätze habe.

    Die Frage ist was ich mache: warten bis der Zähler sowieso gewechselt wird, vermutlich gegen einen mit Rücklaufsperre. Dann verschenke ich Strom ans Netz. Oder bei der Wechsel-Ankündigung die 1500Wp PV anmelden und einen Zweirichtungszähler bekommen? Der dann aber teurer sein wird und womöglich mehr kostet als ich durch Einspeisung per EEG bekomme. Das wäre dann die "Kostenfalle Balkonanlage", also hohe Fixkosten bei wenig Ertrag.

    Stromspeicher auf Selbstfahrlafette: 17,6 kWh Made in Kamenz/Sachsen im Smart Electric Drive Bj. 2013 mit 22-kW-Lader