Agrophotovoltaik in der Freifläche

  • Der große Vorteil von Agrophotovoltaik wäre sicher die Artenvielfalt. Da werden sich zwischen den Pfosten und mit dem nötigen Sicherheitsbereich für das Arbeitsgerät ganz neue Biotope eröffnen. Alle 6-10m so ein 2-3 m breiter "Unkraut" Streifen würden die Bienen und Insekten sicher ganz toll finden. Nur ich bezweifele das unsere hochtechnisierte und auf Hochleistung opimierte Bauernschaft das so lustig finden wird.


    Preisfrage: wie genau lässt sich so ein Trecker steuern wenn der Boden wie jetzt z.z nur noch aus Matsch besteht? Agrophotovoltaik ist eine reine Schönwetter Technologie. Ich sehe das starke Gemeinsamkeiten mit Solarfahrradwegen!

  • Wenn schon auf Fläche gehen, warum dann nicht auch motorgesteuerte Konstrukte, die ständig 90grad zur Sonne stehen? gibt es alles schon...Und wird in angemessenen Dimensionen (Lückenfüller auf verwinkelten Wiesen) wesentlich effizienter sein als Hektar voll mit pv :/:thumbup:

    Nicht jeder, der die Bretter, die die Welt bedeuten, betritt, merkt, dass er auf dem Holzweg ist! (Heinz Erhardt)

  • Elektron

    Hat den Titel des Themas von „Agro PV“ zu „Agrophotovoltaik in der Freifläche“ geändert.
  • M.M.ist es absolut unrealistisch zu glauben das es wirtschaftlich darstellbar wäre ein Weizenfeld mit "Agro PV" zu überbauen .

    Wer so etwas vorschlägt der hat noch keinen modernen Mähdrescher gesehen.

  • naja wer denkt es ist nicht wirtschaftlich kennt noch keine selbstfahrenden maschinen.. der mähdrescher ist deshalb so gross damit ein mensch damit viel schafft.. wenn der autonom fährt kann der kleiner sein.. muss auch kein weizen sein.. kann auch ein normaler acker sein.. nur das prinzip sollte deutlich werden..

    natürlich macht es sinn felder die nicht wirtschaftlich zu nutzen sind.. starke hanglagen oder winkelige ecken etc. mit pv zu bebauen.. man darf aber einen fehler nicht wieder machen.. als das mit den biogassachen losging haben viele landwirte mitgemacht.. es wurden felder gepachtet mais angebaut und so weiter.. das hat den rest der landwirte in arge bedrängnis gebracht - flächen wurden teuer etc. - ergebnis ablehung der biogasanlagen in der ländlichen bevölkerung..


    jetzt frage ich.. wieviel kostet es denn mehr die anlagen in 3m höhe zu bauen? die gerüste brauchen ja nur längere füsse eventuell noch ne abstützung gegen kippen.. so viel mehr kostet das nicht und das feld darunter bleibt erhalten - das bringt zusätzliche erträge für den landwirt


    eventuel kann man ja auch grasland über "pvdachen" k.a. wie eng man dann stellen darf.. aber lässt sich ja rausfinden..

  • ich weiß ja nicht woher du deine Erfahrungen mit landwirtschaftlicher Praxis hast, mit der Wirklichkeit haben deine Visionen aber wenig zu tun.

    schau dir einfach Mal eine Freiflächenanlage und einen Mähdrescher an, dann kommst du vielleicht selber drauf daß nichts gewonnen wäre wenn die Module auf drei Meter Höhe montiert werden, weil trotzdem nur ein 1 Meter breites Gerät dazwischen durchkommt.

    Natürlich gibt es auch Versuche wo die Ständer weiter auseinander sind, das macht die Konstruktion aber so aufwendig daß die Wirtschaftlichkeit in weite Ferne rückt.

  • glaube mir mal - ich bin in der landwirtschaft grossgeworden und hab dann maschinenbau studiert - wobei ich ja irgendwie wieder in der landwirtschaft gelandet bin.. diese gestelle die man braucht, baut man nur einmal.. ordentlich verzinkt hält es dann 100jahre oder so.. module kann man tauschen wenn sie mal unwirtschaftlich sind.. diese 100jahre bringt der acker darunter erträge die man ansonsten nicht hätte.. aber man hätte mähkosten und dergleichen.. ich halte das für wirtschaftlich deutlich sinnvoller.. da bei kluger auslegung die erträge eventuell sogar noch steigen, lohnt es sich für den landwirt doppelt..

    wo kommst du denn her, das bei euch so grosse mähdrecher gebraucht werden? hier sieht man eigentlich gar keine..


    wenn man das nicht etabliert wird man bei der aktzeptanz der pv in der fläche immer probleme haben.. klar ist das aber noch zukunftsmusik - macht ja mehr sinn erstmal alle gebäude zu belegen..

  • dann dürfte es für dich ja kein Problem darstellen, die Wirtschaftlichkeit von so einer Installation wenigstens mal grob zu skizzieren

  • theorethisch nicht.. letztlich gehts ja nur um mehrkosten die mit der nutzbarkeit der fläche aufgefangen werden müssen... aber ich bin ehrlich gesagt zu faul da was zu kalkulieren.. das würd ich machen wenn da einer viel geld für zahlt, aber auch dann müsste ich mich erst tiefer ins thema bringen - weil es bestimmt schon gerüste für sowas gibt oder welche die man dafür nutzen könnte..

  • Krasser Scheiss - Wie ein PV - Weinberg 😁

    Leichter zu mähen - bis einer in die Module scheppert.

    Dass man die Beste Tages+Jahreszeit ausblendet halte ich aber für wenig zielführend.


    Die gleichen Ständer mit Standard Modulen die um eine waagrechte Achse in der Mitte nachgeführt werden sollte effektiver UND günstiger sein.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!