Beschattung, MPPT

  • Hallo,


    ich überlege eine PV-Anlage mit 14 Modulen für knapp 4,5kWP, sowie einen Speicher mit 5kWh auf meinem süd-südwestlichen Dach mit 45° Neigung.

    Angeboten wurde Jinko Eagle MX 320 WP und Sonnenbatterie Hybrid 8.1/5,


    Am genordeten Satelitenbild sieht man die Verursacher der Beschattungs:


    Ein süd-östlicher Baum beschattet morgens die östliche Hälfte der PV-Fläche, der Schatten wandert am Vormittag aus dem PV-Bereich.

    Mittags bis am späteren Nachmittag sind dann einige Stunden 100% beschattungsfrei.

    Ein süd-westlicher Baum am Nachbargrund lässt abends einen Schatten von Westen hereinwandern, der bis wiederum die anderen 50% der PV-Fläche beschattet.


    Da mir hier die Erfahrung fehlt und ich beim Solateur nicht abschätzen kann, ob er mir eine realistische Situation darstellt oder eher mehr auf den Verkauf achtet und später dann überrascht ist, dass die Anlage doch weniger bringt... würde ich mich über Eure Kommentare freuen:


    1) Wie kritisch ist diese Beschattung - eher ein Ausfallskriterium für eine PV oder eher überschaubare Leistungsminderung?


    2) Mein Solateur meint, die Jinko-Modulen können wegen der MPPT-Funktion bei der Beschattung optimiert arbeiten, da müsse man sich keine großen Sorgen machen.




    LG,

    Norfolk

  • Laut Datenblatt sollten die Jinko Eagle MX 320 WP gut mit den Verschattungen zurechtkommen, da eingebaute Moduloptimierer.

    Wieso nur 4,5 kWp und nicht knapp 10 kWp?

    Wie hoch ist Dein Sromverbrauch im Jahr?

  • Lass Dir eine Schattenanalyse erstellen

    ZOE intens 10/2014, IONIQ Style electric 11/2017, Kona 12/2018
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Das Dach bietet südseitig kaum mehr Platz als 4,5 kWp, der Jahresverbrauch liegt bei 7000 kWh.


    Schattenanalyse werde ich mit dem Solarteur abklären, Danke für den Tipp.

  • Den Speicher solltest du noch mal überdenken, der lohnt weder in Sachen Klimaschutz und schon gar nicht finanziell.

    Stattdessen besser noch ein paar Module mehr aufs Dach auch in den stärker verschatteten Bereich. Zusätzliche Module drücken die Kosten pro kWp gerade bei so kleinen Anlagen ordentlich nach unten. 21 Stück sollten doch problemlos auf das Dach drauf gehen. Auch wenn dann einige wegen Schatten weniger Ertrag liefern wie der Rest lohnen die allemal mehr wie ein Speicher.

  • Danke für den Hinweis, da ist was dran. Habe grad meine Kostenrechnung diesbezüglich durchgesehen und offenbar im Laufe der Planungen diesen Punkt übersehen - möglicherweise weil ich anfangs den Warmwasserboiler nicht extra berücksichtigt habe:


    Theoretisch bringt mir ein Speicher ca. 50% mehr Eigenstromnutzung aber 100% höhere bzw. doppelte Kosten, auf Basis dieser Online-Rechner, wo man die div. Eckdaten bzgl. PV, Akku und Verbrauch einstellen kann.

  • Ich plädiere auch für mindestens einen langen String, 21-22 Module, dann spielt der Schatten keine Rolle mehr. Module mit Optimierern sind dafür nicht erforderlich. Eine Schattenanalyse kannst du mit PVSOLpremium auch selbst machen, dann such dir die 22 besten Plätze raus. Geh mit der Belegung möglichst hoch an den First.

    Wenn du unbedingt für den Spaß einen Akkku willst, es ist ja dein Geld, aber lohnen tut der sicvh nicht. Investier dein Geld lieber in mehr Module, nur die bringen Ertrag.

  • Bei 7000 kWh Verbrauch im Jahr kann ich nur raten: Wenn möglich, knapp 10 kWp bauen!

    Also das südliche Dach voll belegen, auch die stärker verschatteten Bereiche.

    Wenn das nicht für knapp 10 kWp reicht, evtl. auch die andere Dachhälfte belegen!


    Erst wenn dann noch Geld übrig ist, würde ich das in Speicher stecken.

    Speicher ist im Vergleich zu PV-Modulen teuer und lohnt sich nur, wenn viel vom Stromverbrauch darüber läuft!

    Zum Beispiel bei hoher Grundlast oder weil der Stromverbrauch überwiegend abends, morgens und nachts stattfindet.

  • Wie sind die Maße des Dachs? Von Wolkengemeinschaft rate ich dringend ab, Gründe siehe Links in den FAQ in meinem Benutzerprofil.

  • Danke für eure Anregungen, ich sehe schon ich muss einiges überdenken... aber dürfte wohl auf mehr kWp und weniger oder 0 Akku rauslaufen.


    Dachfläche ist ca. 6m hoch und 10,5m von Aussensparren zu Aussensparren bzw. 11,2m mit Überstand. Neigung ist 45° Neigung. Mittig gibt es noch ein Dachfenster mit ca. H 1,7m x B 1,0m, um das ich herumbaue.


    Derzeit habe ich 14 Elemente bzw. 4,5kWp geplant, theoretisch wären 21 Elemente mit 6,7 kWp möglich.


    Aber diese zusätzlichen Elemente wären am unteren Dachrand und vom südlichen Nachbarhaus im Frühjahr/Herbst dauerbeschattet bzw. am östlichen Dachrand unterhalb der Baumkrone des südöstlichen Baums und da ebenfalls dann tagsüber bis am späten Nachmittag beschattet. Daher hatte ich bisher davon abgesehen und die 4,5 kWp als mein Dach-Maximum wahrgenommen.


    11. August, 17 Uhr:


    1. Oktober, 13 Uhr:


    26. November, 16 Uhr:


    PS: Das Dachfenster fehlt auf diesen Fotos, und befindet sich zentral unter dem Schornstein.


    LG,

    Norfolk