Neuanlage Post-EEG (i.V.m. EEG-Altanlage)

  • Nehmen wir mal an, der 52GW Deckel wird nicht aufgehoben. PV wird nur noch im Ausschreibungsverfahren für Großanlagen gefördert.


    Weiterhin exitsiert eine 2019er Überschusseinspeisung mit 9,9kWp.


    Kann man nun weiterhin unter Verzicht auf eine Einspeisevergütung / mit Nulleinspeisung eine weitere PV in der Größenordnung 10kWp bauen?

    Ohne RSE, extra Zähler, Viertelstündliche Messung...

    Ist der Eigenverbrauch dann EEG-Umlagepflichtig?

    Kann der VNB sich dagegen stellen?


    Man könnte ja die PV "Neu" auf Nulleinspeisung betreiben, d.h. speist max. soviel ein, wie gerade verbraucht wird.

    PV alt speist ein wie bisher, mit 70% Abregelung. Der Eigenverbrauch der PV "alt" wird sich deutlich reduzieren.



    Mit dem Modell kriege ich eine Anlage gerade so auf eine Ammortisationszeit von 20 Jahren. Keine tolle Geldanlage, aber fürs grüne Gewissen - könnte man es ja machen.

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • Vergiss bitte die asoziale "Nulleinspeisung" !!! Was soll daran grün sein?

  • Vergiss bitte die asoziale "Nulleinspeisung" !!! Was soll daran grün sein?

    vergiss doch einfach mal deinen Beißreflex und lies dir erst mal durch um was es überhaupt geht, bevor du solche nichtssagenden Phrasen raushaust

  • Vergiss bitte die asoziale "Nulleinspeisung" !!! Was soll daran grün sein?

    Also der Tonfall gefällt mir gar nicht. Man kann doch höflich bleiben?!


    Ich kenne das EEG nicht auswendig, und die NAV auch nicht.

    Ich weiß nur, das EEG regelt, dass ich mit einer PV aktuell (noch) ans Netz kann. Ohne großen Zinober.

    Für die Anlagen, die aus dem EEG fallen, ist aktuell die Rede davon, dass diese ihren Strom direkt vermarkten müssen, und dass sich das aufgrund der hohen Kosten für Leistungsmessung etc.. nicht mal bei abgeschriebenen Anlagen lohnt.

    Ebenfalls gelesen habe ich, dass man den hohen Kosten auch nicht durch bloßen Verzicht bei kommt - man darf nicht einfach "wild" einspeisen.


    Also lohnt es sich erst recht nicht für Neuanlagen.


    Also macht man sich Gedanken, wie man unter den Randbedingungen evtl doch was bauen kann.


    Dann erklär mir doch du bitte mal, wie ich unter der Annahme, dass der 52GW Deckel erreicht ist, und unter aktueller unveränderter Gesetzeslage eine PV-Anlage im EFH-Maßstab betreiben kann.

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • Ist der Eigenverbrauch dann EEG-Umlagepflichtig?

    das steht alles im EEG. Wann Umlage anfällt habe ich auch in den FAQ beschrieben - warum soll der Deckel einen Einfluss haben? Ebenso hat dieser m.E. keinen Einfluss auf den EE-Einspeisevorrang.

    Post-EEG sind Altanlagen die 20 Jahre liefen. Das trifft bei deiner neuen Anlage nicht zu.

  • das steht alles im EEG. Wann Umlage anfällt habe ich auch in den FAQ beschrieben - warum soll der Deckel einen Einfluss haben?

    weil sie ja bei aus der EEG-Förderung fallenden Altanlagen auch anfällt, daher meine Nachfrage.

    Wenn bzgl EEG-Umlage auf den EV bei "Post-Deckel" genauso verfahren werden muss wie bei EEG-Neuanlagen "Prä-Deckel", dann ist die Sache klar.



    Ebenso hat dieser m.E. keinen Einfluss auf den EE-Einspeisevorrang.

    deiner Meinung ist auch die Clearingstelle:

    Zitat von https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/haeufige-rechtsfrage/215

    5. Welche Auswirkungen hat der Solardeckel auf den Netzanschluss und die Abnahmepflicht nach dem EEG 2017?

    Die Überschreitung der 52-GW-Grenze hat keinen Einfluss auf die Rechte des Solaranlagenbetreibers auf Anschluss der Solaranlage an das Netz der öffentlichen Versorgung (§ 9 EEG 2017) sowie zur vorrangigen Abnahme des Stroms (§ 11 EEG 2017) gegenüber dem Netzbetreiber. Rechtsfolge der Überschreitung ist (»nur«) der Wegfall der EEG-Vergütung.


    Post-EEG sind Altanlagen die 20 Jahre liefen. Das trifft bei deiner neuen Anlage nicht zu.

    stimmig.


    Für mich bleiben 2 Fragen:


    - Wie wird die Einspeisung bei einer "Post-Deckel" Anlage vergütet? Börsenpreis? Direktvermarktung?


    - Gibt es eine Möglichkeit durch ggf. geschickt gewählte Zählkonzepte den Eigenverbrauch komplett der neuen "Post-Deckel" Anlage zuzuschreiben?

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • - nichts genaues ist bisher bekannt. DV und Marktpreis sind denkbar. Oder eine bessere Regelung. Besser als jetzt wird es nicht.

    - das sollte dir als längerer Teilnehmer für schon begegnet sein: Kaskadenmessung und defiziäres Speichersystem.


    Hast du noch Dach? Dann nimm die Umlage in Kauf und fülle und nutze es.

  • Bei enger Auslegung werden beide Anlagen getrennt gemessen werden müssen, da EEG-PV mit nicht-EEG-PV nicht über eine Messung verrechnet/aufgeteilt werden können/dürfen, denn die neue wird nicht nach EEG vergütet und ist daher "raus". Wenn derzeit ohne "Grundlage" eingespeist wird, gibt es kein Geld, denn jede Einspeisung benötigt einen Bilanzkreis, ist einer vorhanden, gibt es Geld von demjenigen, in dessen eingespeist wird. Der Netzbetreiber ist an dieser Stelle verpflichtungsfrei, er stellt keinen BK z. Verfügung. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum die Allgemeinheit über Netzentgelte dies bezahlen sollte.


    Gruß


    gruennetz

  • nicht-EEG-PV

    eigentlich schon eine EEG-PV. Nur beträgt die garantierte Vergütung 0,00€.

    So stehts zumindest im EEG.


    Hast du noch Dach? Dann nimm die Umlage in Kauf und fülle und nutze es.

    Ich bin relativ fest davon überzeugt, dass der Deckel aufgehoben wird. Ich harre der Dinge, und überstürze nichts.

    Derweil gebe ich mich wilden Gedankenexperimenten hin ;)

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • Post-EEG sind Altanlagen die 20 Jahre liefen. Das trifft bei deiner neuen Anlage nicht zu.

    hierzu vielleicht eine Fundstelle. Einzig relevant für das EV-Privileg ist die Laufzeit. Sprich, auch eine Neuanlage mit Fördersatz "0" wegen dem Deckel genöße 20 Jahre 0% EEG Umlage auf den EV.


    Zitat von EEG §61A

    wenn Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt erzeugt wird, für höchstens 10 Megawattstunden selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr; dies gilt ab der Inbetriebnahme der Stromerzeugungsanlage für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres; § 24 Absatz 1 Satz 1 ist entsprechend anzuwenden.

    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)