Im Privathaushalt unterstützt der Akku im Privatbetrieb die Kohle und Atomkraftwerke?

  • Ueber den flexiblem Strompreis passiert das von selber.

    Beispiel: 60kWh eAuto Akku beladen zu 3 Cent/kWh (eigene PV) oder 80 Cent/kWh (Dunkelflaute...)

    Wobei man aber nicht außer Acht lassen sollte, dass viele Menschen aus diversen Gründen die dafür nötige Technik nicht haben. Ein extrem flexibler Strompreis bevorteilt EFH-Besitzer mit PV, Speicher und Automationstechnik massiv. Ein komplett liberalisierter Strommarkt für Privathaushalte wäre also eine Umverteilung von Unten nach Oben. Bei einem Grundbedürfnis wie elektrischer Energie sollte meiner Meinung nach nicht alles "dem Markt" überlassen werden.

    Anreize, die Energie möglichst netzdienlich zu nutzen halte ich aber trotzdem für sinnvoll.

  • Ich betreibe meinen Speicher in Erwartung zum Wechsel auf aWattar netzdienlich und habe jetzt in den Wintermonaten versucht, mit dem wenigen PV-Ertrag vorrangig die Morgen- und Abspitze abzufangen.

    80% des Netzbezuges in den Wintermonaten gehen zu Lasten der eAutos. Also wurden diese in der Nacht/Wochenende zu den günstigsten Börsenpreiszeiten geladen.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Was verspricht ihr euch von flexiblen Strompreisen ?

    Für mich bedeutet ein sich wechselnder Strompreis ein Verlust an Komfort.

    Das ist doch die gleiche Scheiße wie damals die Vor-Vorwahl beim telefonieren. Billiger wurde es nur wenn man viel Zeit investiert hat.


    Kommt der flexible Strompreis, kommt auch die flexible Vergütung. Dann kann man seinen Solarstrom Mittags verschenken.

    Ich war bei einem Solarteur, der hat sich mit seiner Frau unterhalten ob sie mit der restlichen Abendsonne das Auto laden oder den Geschirrspüler anwerfen. Es gab keinen Streit bei den Beiden, die haben ganz ruhig geredet, Vor- und Nachteile abgewägt. Für mich war aber klar, das soll nicht Teil meiner Freizeit werden.

    "Schatz, morgen gibt es um 10 Uhr Schweinebraten, Mittag wäre das zu teuer" Am Abend dann Brotzeit oder grillen ?


    Klar, mit flexiblen Preisen trifft man die Großen, da seid ihr zu großen Opfern bereit.

  • Nein, das ist kein Komfortverlust. Die ganze Steuerung macht ein €7 teuerer Raspberry Pi Zero.

    Es werden um 14:00 die Börsenpreise vom nächsten Tag eingelesen und den Strombedarf der nächsten 24h incl. eAuto laden berechnet.

    Je nach PV-Ertrag und Börsenpreis wird die Verbrauchsabdeckung bis Ende des nächsten Tag berechnet.

    Vorrangig zunächst die Abdeckung der Verbrauchsspitze des Abends und des nächsten Morgens ermittelt.

    Bei Bedarf und ausreichend großer Preisdifferenz kann der Hausspeicher zu niedrigen Preisen teilweise aus dem Netz nachgeladen werden. Das Laden der eAuto wird zu den günstigsten Börsenzeiten gelegt, durch Auslesen des aktuellen SoC und des im Fahrzeug eingestellten Ziel SoC wird auch die notwendige Dauer berechnet.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Du hast schon recht, komfortabler und einfacher wird das Leben nicht.

    Was ich mir davon verspreche? CO2 vermeiden und *esoterisch* im Gleichklang mit der Natur leben. Im Sinne von, wenn grad Pilzschwemme ist, esse ich Pilze..

  • Wie soll den der Raspi das Auto laden wenn es in der Arbeit auf dem Parkplatz steht ?

    Meine Frau hat keine Schnittstelle für den Raspi. Wenn ich ihr jetzt sage wann sie die Wäsche machen muss verteidigt sie ihre Schnittstelle mit dem Bügeleisen. Ich bin schon für artgerechte Haltung.

    Der Thermomix macht dann vom Raspi gesteuert am sonnigen Nachmittag das Essen für die nächsten Tage weil der Wetterbericht Regen angesagt hat ?


    Mit kleinen Änderungen an Gewohnheiten kann man schon was ändern, aber sobald es nennenswert werden soll wird es auch nennenswert beim Verlust an Komfort.

    Man kann die Lebensqualität vom Konsum abtrennen, aber bei Sonne bügeln statt eines Spaziergang oder baden am See ?

  • Natürlich sind die Preise aktuell nicht flexibel (genug).
    Darum geht es doch aber nicht. Deine Behauptung war: Speicher arbeiten nicht netzdienlich.
    Ich habe Dir detailliert versucht zu beschreiben, dass auch ohne flexible Preise ein Speicher in den Spitzenlastzeiten entlädt und bei hohem PV Angebot, also tendenziell im Ueberschussbereich laedt, also netzdienlich (ungesteuert) arbeitet. Gut, oder :)


    Hast du den Threadtitel und -inhalt überhaupt gelesen? Um Mittagsspitzen geht es hier überhaupt nicht.


    Hier nochmal zur Erläuterung für dich:


  • Die ganze Steuerung macht ein €7 teuerer Raspberry Pi Zero. [...] Das Laden der eAuto wird zu den günstigsten Börsenzeiten gelegt

    Nehmen wir mal an, alle haben einen Computer, der nur anhand der günstigsten Börsenpreise am Spotmarkt Verbraucher einschaltet. Die schalten dann alle gleichzeitig. Dass dies nicht gerade netzdienlich wäre, sollte klar sein...

  • Wenn man Grundlastkraftwerke aus dem Netz drängen will, muss man zu EE-Defizitzeiten Strom in den Speicher schieben und bei Überschuss daraus zusätzlich einspeisen.


    Nur so erhöht man die Netzbelastung und erzwingt den Einsatz von Ausgleichskraftwerken wie Gas. Das wiederum reduziert den Einsatz von Grundlast.


    Da man somit die kosten zusätzlich hochtreibt reduziert sich auch die EEG-konto Belastung.

  • Natürlich sind die Preise aktuell nicht flexibel (genug).
    Darum geht es doch aber nicht. Deine Behauptung war: Speicher arbeiten nicht netzdienlich.
    Ich habe Dir detailliert versucht zu beschreiben, dass auch ohne flexible Preise ein Speicher in den Spitzenlastzeiten entlädt und bei hohem PV Angebot, also tendenziell im Ueberschussbereich laedt, also netzdienlich (ungesteuert) arbeitet. Gut, oder :)


    Hast du den Threadtitel und -inhalt überhaupt gelesen? Um Mittagsspitzen geht es hier überhaupt nicht.

    Bastel: Hab ich, Du auch?

    Warum Speicher eben bereits heute den Verbrauch von Fossilen Kraftwerken reduzieren (in den Spitzenlastzeiten, aufgrund Nichtabregelung der 70%) haben wir ja diskutiert. Darum geht es im Thread.


    Wie Du auf Mittagsspitzen kommst, weiß ich nicht - schmecken Die?


    Du hast Dich doch bzgl. Der Netzdienlichkeit eingespreizt. Auch hier haben jetzt 2/3 Menschen erläutert das und wie ihre Speicher (ohne externe Steuerung im Sinne einer Netzdienlichkeitsregelung des Versorgers) dennoch netzdienlich arbeiten. Wenn Du das nicht verstehst oder anders siehst, sprechen wir drüber.

    Bitte lies die Beiträge im Thread erst einmal aufmerksam durch.