Im Privathaushalt unterstützt der Akku im Privatbetrieb die Kohle und Atomkraftwerke?

  • Zum P.S.

    Dabei wird ein kleiner Speicher betrachtet der einen über die (Winter)Nacht bringt.

    Soll dann, warum auch immer, Netzbezug vermieden werden wenn es ein paar Tage mal recht düster ist, dann bringt der größere Generator einen höheren Nutzen als ein vergrößerter Speicher.


    Und jetzt einfach nochmal.

    zu

    1) Ja. Und deswegen müssen die weg bzw. verdrängt werden durch EE.

    In der Übergangszeit durch schnell regelnde Gaskraftwerke, PV-Berlin möge mich nicht erschlagen.

    2) Ja. Aber wir haben auch ein Netz, nicht vergessen. Und die Speicher sind bitte netzdienlich zu nutzen und nicht als Privatspeicher für den Sammler in uns.

    3) Die Schwankungen über den Tag kann PV über weite Bereiche gut kompensieren. Sonntage spielen da eher eine Rolle.

    4) Unabhängig von der Einzelgröße. Ja, es gibt noch erheblich zu wenig EE.

    5) Pumpspeicher werden wegen Unwirtschaftlichkeit nicht mehr indem Umfang betrieben wie früher. Mit Regelenergie ist nicht mehr viel zu holen wenn man das System nicht kriminell manipuliert. Dennoch müssen (alle) Speicher fremd gesteuert werden und der Speicherbesitzer muss was davon haben.

    Schafft die eEG Umlage ab und es kommt kaum noch einer auf die Idee was zu speichern weil es auch windige Verkäufer nicht mehr schaffen einen Privatspeicher schön zu rechnen.


    Was mich tierisch ärgert, das ist die Verblendung mit der die Speicherjünger geschlagen sind.

    Da kommt man mit Argumenten nicht weiter.

    Auch dann nicht wenn man ihnen vorrechnet was sie dieses Teil unterm Strich kostet.

    Die ökologische Schädlichkeit wollen sie erst recht nicht sehen.

    Sie beziehen ja keinen Strom mehr der dann auch nicht schmutzig oder gefährlich sein kann.

    Dass sich in der Bilanz rein gar nichts* tut und die anderen den "bösen" Strom konsumieren müssen ficht sie nicht an.

    * Doch, durch die Verluste kommt weniger EE in Umlauf.

  • liest sich ein wenig wie in Teilen zurück rudernd. Dann mal schnell viele Module ans Fahrrad schrauben als mehr Akku.

  • Nicht ein Stück.

    Wo liest du zurückrudern raus?

    Ans Fahrrad kommen keine Module, die bremsen oder wehen einen um.

    Wir sprechen hier von stationären Speichern.

    In meinem Fahrradakku stecken 0,3kWh, das ist die Hälfte vom Inhalt einesAutostarterakkus.*

    Ich habe nichts dagegen wenn man einen mobilen Speicher tags lädt.

    Nachts zu entladen damit der sich nicht langweilt umgeht zwar Sünde#1 weil weil er schonmal da ist.

    Sünde #2 wird dann immer noch begangen.


    *80km mit 0,5kwh, das sind 0,625kWh auf 100 km, das schafft kein anderes Verkehrsmittel.

  • Es macht keinen Spaß mehr, immer den gleichen Kaugummi zu kauen. Ein bei Tag emittiertes CO2-Molekül ist natürlich weder besser noch schlechter als ein bei Nacht emittiertes. Und die Zusammensetzung des Strommixes zu verschiedenen Tageszeiten ist sehr unerheblich, da Speicherbetrieb diese Zusammensetzung ja verändert. Eine PV-kWh ist immer CO2-frei, egal zu welcher Tageszeit sie verbraucht wird. Und eine vermiedene Kohle/Gas-kWh spart zu jeder Zeit gleich viel CO2. Und wenn manche das nicht verstehen können, dann liegt es wohl daran, dass ich es nicht gut genug erklären kann.


    Wenn ihr wollt speichert halt, ich kanns ja nicht verhindern, genausowenig wie ich leider sinnloses Autofahren, Flüge, Lebensmittelverschwendung und Wegwefkonsum verhindern kann. Vielleicht können wir uns wenigstens darauf einigen, dass der ganze Streit ein Nebenschauplatz ist und wir vor allem viel mehr EE und viel mehr Übertragungsleitungen brauchen.

  • Deiner langen Rede kurzer Sinn: Du regst Dich über die 4% Speicherverlust ( 400 kWh Verlust auf 10 MWh Ertrag) auf. Das ist das einzige, das vom reinen, CO2-freien PV-Strom auf der Strecke bleibt. Der Rest Deiner Prosa ist hochgradig redundant.

    Und diese 400 kWh würden ohne Batterie (zumindest im meinem Fall) auch auf der Strecke bleiben (Einspeisebegrenzung, Leitungsverluste).

    Da schwingt dann gerne noch der unterschwellige Vorwurf mit, man hätte das Geld für den Speicher besser in mehr PV investiert. Nur: Mein Dach ist voll, der Speicher ist eine Option. Also auch dieses Argument geht ins Leere.

    Dafür Ignorierst Du standhaft die politische Realität. Wenn tatsächlich die Gefahr besteht, dass Kohle verdrängt wird, wird mal eben der Ausbau der EEs blockiert. Daran kann ich als Privatmann leider nichts ändern. Aber ich kann aufhören, dieser Mafia dreckigen Strom abzukaufen.

    Aber zieh Du Dir nachts brav weiter den Kohlestrom und fühle Dich gut dabei. Das will ich Dir nicht nehmen.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • Hauptgrund warum die These zu stimmen scheint, sind doch die unbestrittenen Verluste durch Laden/Entladen und damit weniger PV Strom im Netz.

    Warum ich nach den Erträgen oberhalb der 70% Abregelung frage ist nicht "meine Anlage ist cooler als deine" sondern folgender:


    Kann der Mehrertrag durch Nutzbarmachung der Abregelungserträge die Speicherluste ausgleichen oder mehr als ausgleichen?


    In Planungsthreads habe ich hin und wieder mal Angaben von 2-3% Prozent gelesen, die durch die Abregelung weniger Gesamtertrag möglich sind.


    Stimmt das eventl. nur für reine Südanlagen, was ist realistisch?


    Einige Bsp. in nachfolgender Grafik sind natürlich Quatsch (5000 kWh Erzeugung und 2500 kWh Speicherdurchsatz, oder 1200 kWh Abregelungsertrag bei 1500 kWh Durchsatz), es geht ums Prinzip - leider fehlen mir dazu noch die Erfahrungswerte:


    Meine Anlage war seit IBN Ende Sept. nur 2x kurz in der Abregelung - waren in Summe 0,7 kWh in Relation zu 400 kWh Speicherverlusten.





    Was man sieht ist, dass es mit zunehmender Anlagengröße überhaupt theoretisch möglich wird und mit weniger Speicherdurchsatz realistischer.


    Also kann der Mehrertrag aus der Abregelung die Speicherverlust kompensieren?

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Es sollte sich einfach mal jeder klar machen durch selber Rechnen das lokaler Speicher in keinster Weise netzdienlich ist.



    Einzig und allein der Ausbau erneuerbarer Energien (Solar, Wind, Biogas, Wasser) verdrängt bilanziell die Kohle. Was leider einen Seiteneffekt besitzt: Wie werden die Wohnungen dann im Winter beheizt ohne Fernwärme der Kraftwerke?

    Danke für die Tabelle, musste allerdings ne halbe Stunde draufschauen bis ichs verstanden hab. Jetzt weiss ich auch was Monsmusik Punkt 1 wirklich bedeutet: Speicher verstetigen die Residuallast.

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Kommt Doch gut hin. Nun addiere noch die Leitungsverluste:

    In meinem Fall 2000 kWh aus der Batterie vermeidet 5% Leitungsverlust = 100 kWh.

    Wären dann bei mir: 300 kWh vermiedene Abregelverluste (aus Deiner Tabelle) plus 100 kWh vermiedene Leitungsverluste = 400 kWh. Das entspricht ziemlich exakt meinen Speicherverlusten.

    Ich habe das übrigens früher auch schon vorgerechnet - mit identischem Ergebnis.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • Deiner langen Rede kurzer Sinn: Du regst Dich über die 4% Speicherverlust ( 400 kWh Verlust auf 10 MWh Ertrag) auf...

    Du musst die Verluste auf den Durchsatz des Speichers beziehen und nicht auf die Anlagengröße.

    Wobei, halt.

    Du rechnest 400Kw durch 10.000kW. Kann ich auch.

    Da siehst du doch schon wie man die Verluste veringern kann.

    Verdopple die Generatorgröße und du halbierst die Verluste.

    Ich sag' dir das geht noch besser: Lass die Speicherverluste gegen Null gehen.

    Bei gleicher Technologie bedeutet das KEIN Speicher und damit kein Verlust.

  • Ist die Solaranlage das Problem ?


    Also wenn ich jetzt nur einen Speicher kaufe, keine Solaranlage, dann kann ich Mittag Strom speichern der mit 400g CO2/kWh erzeugt wird und Abends den Speicher leeren wenn der Strom bei 500g CO2/kWh liegt.


    Also ohne Solaranlage kann der Speicher CO2 vermeiden.