Inbetriebnahme vor Einspeisezusage

  • Guten Abend Forum, folgendes Szenario:


    Bestandsanlage aus 02/2019 mit 9,7 kWp an SE-WR. Inbetriebnahme und "Abnahme" durch den VNB damals problemlos. 2R-Zähler und 37 kW Hausanschluss vorhanden und läuft.


    Ab morgen wird 2. 9,9 kWp-Anlage installiert. Dabei wird der SE-WR gegen ein größeres Modell ausgetauscht und wird zukünftig beide Anlagen bedienen. Der Solarteur hat dazu erstmals Anfang Februar mit dem dem VNB Kontakt aufgenommen (sozusagen das NAB). VNB will EZ und EEG-Umlage und Solarteur hat das vor einer Woche zurückgewiesen. Seit dem Funkstille vom VNB. Ich habe dem Solarteur gesagt, einen EZ gibt es auf keinen Fall, wenn der VNB weiter darauf beharrt, übernehme ich gern die "Diskussion".


    Eine formale Einspeisezusage gab es bei der 1. Anlage schon nicht. Diese wurde vom Solarteur inbetrieb genommen, Protokoll erstellt und eine Woche später kam der VNB zur "Abnahme". Hat zwar gemeckert, dass die Anlage schon lief, letztendlich aber alles problemlos.


    Ich habe nun erneut noch keine Einspeisezusage. Technisch ist beim und nach dem Zähler ja auch nichts mehr zu ändern, es wird nur der WR getauscht und ggf. die Zuleitung in den Zählerkasten noch ein paar mm2 aufgebohrt. Ich habe den Solarteur gebeten, dass wir noch diese Woche den WR tauschen und die beiden Anlagen dann einfach laufen lassen. Möchte noch ein Februardatum haben. Den Ärger mit dem VNB übernehme dann ggf. ich...


    Bevor ich nun die Klappe etwas zu voll genommen habe - übersehe ich Probleme, die der VNB machen könnte? Schlimmstenfalls bekomme ich halt bis die 8 Wochen rum sind keine EEG-Vergütung für die 2. Anlage, oder? Kann der sonst irgendwie gegen mich vorgehen, weil ich die 2. Anlage einfach laufen lasse. "Unverzüglich" würde ja für mich heißen, der VNB sieht das NAB, guckt in den Bestand und sieht, da ist nix zu ändern, kann losgehen. Das der jetzt fälschlicherweise auf dem EZ-EEG-Umlage-Irrpfad wandelt, ist ja schon eine schuldhafte Verzögerung. Meinungen?


    Noch eine technische Frage - vielleicht stößt ein SE-Kenner ja auch hier darauf. Wäre es theoretisch möglich, einen SE10K auch erst mal nur mit den 9,7 kWp der 1. Anlage laufen zu lassen und den String der 2. Anlage nach Inbetriebnahme vorerst abzunehmen (oder am Tag bevor der VNB kommt ;-))?

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  • Ich würde das Risiko, eine Anlage zu errichten und nicht einspeisen zu dürfen nicht eingehen und einen Auftrag an einen Installationsbetrieb erst erteilen, wenn das Netzanschlussbegehren positiv beschieden wurde. Die Inbetriebnahme nach EEG jetzt in den Februar zu bekommen, ist doch gar kein Problem, wenn alles komplett installiert ist.

  • Bei 2x 10 kWp an einem Hausanschluss, bei dem ja schon Aufstockung auf über 30 kW bezahlt wurde, "dachte" ich, dass da nur ja rauskommen kann =O.

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  • Es könnte zB am Trafo scheitern. Unwahrscheinlich aber möglich.

    Aber Kompliment, du hast das alles richtig erfasst, lass laufen! VNB ist auf dem Holzweg. Maile bitte ein korrektes NAB statt dich auf den Installateur zu verlassen!

  • Und wenn der VNB wieder vorbeikommen möchte möge er fair angebaute Nahrung mitbringen. Es gibt keinen Grund für sein erscheinen.

    Es freut mich sehr dass du das vernünftig angehst! Du bist ein Vorbild!

  • Update: Der VNB hat erkannt, dass er sich auf dem Irrpfad befand und nimmt Abstand vom EZ und EEG-Umlage. Vorbeikommen will er trotzdem wieder... soll er doch, auch ohne veganen Biomöhrenkuchen. Das Gefecht führe ich nicht.


    Zum Glück bin ich auch bei Anlage 2 an einem pragmatischen Solarteur geraten. Der neue WR kommt morgen dran, Anlage 1 und 2 auch. Der Elektriker muss dann nächste Woche sowieso noch die Zuleitung etwas dicker gestalten und die Sicherungen des WR im Schaltschrank tauschen. Im Moment liegt Anlage 2 sowieso noch zu 80 % im Schatten, das halten die Leitungen also problemlos aus. Vielleicht klappt es dann auch zeitlich gleich mit dem VNB-Kränzchen und ich stöpsele vorher den 2. Strang einfach wieder raus.


    Bin auf alle Fälle gespannt, wie die P404 regeln, wenn nur 6 von 30 Modulen besonnt werden ( Green_Pirate )

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  • Letztes Update.


    VNB war dann heute zu Besuch. Die Mühe mit irgendetwas ausstöpseln habe ich mir nicht gemacht. Einspeisebegrenzung und cos phi Regelung zeigen lassen, alles schick. Kein Problem, dass die Anlage schon lief. Erneut habe ich keine Einspeisezusage oder Einspeisevertrag oder irgendwas erhalten, vermutlich werde ich der Buchhaltungsfee dann Ende Q1 auch noch die Abrechnung der beiden Anlagen über einen Zähler erklären dürfen.


    Vielleicht eine Besonderheit des lokalen VNB - hier war es auf alle Fälle richtig, bauen und sofort einschalten und einfach laufen lassen. Macht ca. 40 kWh mehr auf der Uhr.

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