Freifläche 750 kwp Bayern - wie vorgehen?

  • Gemeinde entscheidet --> Frühzeitig Kontakt aufnehmen und herausfinden, wie die so dazu stehen.

    Schlechte Bodenpunkte heißt Benachteiligtes Gebiet? Dann ist eine EEG-Anlage ja grundsätzlich möglich.

    Parallel zur Gemeinde solltest du auch eine Einspeiseanfrage stellen. Nur weil eine Leitung in der Nähe ist, heißt es leider nicht, dass man in der Größenordnung 8 MW auch einspeisen kann.


    Ich habe zwar nur Erfahrungen aus unserem eigenen laufenden Projekt, aber da würde ich dir sagen: Solange Gemeinde und Netzbetreiber nicht grünes Licht signalisieren, brauchst du dir über die weitere Planung noch keine Gedanken machen.

    Erstkontakt zum Bürgermeister war Juni 2020. Im Dezember 2022 könnten wir wenn alles gut läuft mit der Bauleitplanung zum Ende kommen...

    Private Energiewende mit 15 kWp PV, Wärmepumpe und demnächst Elektroauto.


    Hobby-Projekt: Bürgersolarpark. Lerne täglich dazu und möchte meine Erfahrungen teilen ;)

  • Guten Abend zusammen,

    es hat sich festgestellt, dass es bei der Ackerfläche mit schlechten Bodenpunkten (18) kein benachteiligtes Gebiet ist.

    Hat hier jemand Erfahrung, ob es Möglichkeiten gibt, auf einer Ackerfläche eine pV- Anlage (jetzt erstmal 750 kWp) zu errichten. Gibt es da Tipps bzgl. Flächennutzungsänderung. Eventuell Umgehung des Bebauungsplans, wenn man keine Betonpunktfundamente hat, sondern einfach in den Boden eingerammt. Hat hierbei jemand Erfahrung gesammelt oder hat andere Ideen.


    Vielen Dank im Voraus


    Gruß

    EB

  • Ich habe mir auch schon überlegt freie Grundstücke in guter Lage zu kaufen und dort dann PV Anlagen zu bauen.

    Wann ist das rentabel? Wieviel müsste man investieren?

    Vielleicht kann jemand der sowas schon umgesetzt hat, ein paar Kennzahlen liefern (als Anhaltspunkt).

  • es hat sich festgestellt, dass es bei der Ackerfläche mit schlechten Bodenpunkten (18) kein benachteiligtes Gebiet ist.


    Benachteiligte Gebiete Bayern


    Hast Du mal im Energieatlas nachgesehen ob das so stimmt?


    Relevant ist das allerdings nur wenn es um die EEG-Förderung geht. Eine PPA-Anlage müsstest Du bei vorliegen der anderen Voraussetzungen für eine Baugenehmigung bauen können.

    Ich habe mir auch schon überlegt freie Grundstücke in guter Lage zu kaufen und dort dann PV Anlagen zu bauen.

    Wann ist das rentabel? Wieviel müsste man investieren?

    Als Nicht-Landwirt ist es sehr schwierig größere Flächen zu kaufen, da ab einer gewissen Größe nach dem Grundstücksverkehrsgesetz landwirtschaftliche Betriebe ein Vorkaufsrecht genießen. Mein Grundstück sollte ursprünglich auch mal an einen Nicht-Landwirt verkauft werden, es gab aber einen entsprechenden Einspruch beim prüfenden Landratsamt. Ich habe es dann glücklicherweise doch behalten. Auch muss die Gemeinde mitspielen und das Gebiet darf nicht irgendwie für den Naturschutz relevant sein.


    Die Rentabilität ist im wesentlichen von der Größe und Entfernung zum nächsten Netzanschlusspunkt abhängig. Und wenn Du nicht selbst bauen und betreiben willst, musst Du jemanden finden der das macht. Aktuell ist das eher schwierig für Anlagen mit weniger als 5 MWp Projektierer zu finden.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1000Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BTM-III