7,65 kwp Anlage aus 2013 - jetzt Überlegung in e-Mobilität einzusteigen

  • Hallo liebes Forum.


    Ich habe in 2013 dank Eurer Hilfe hier auf meine damals neu gebaute DHH eine schöne 7,65 kwp PV Anlage auf's Dach geschraubt.

    Diese ist mit 30 Winaico WSP-255P6 Modulen und 2 x Stecagrid 3000 Wechselrichtern in Betrieb genommen worden.

    Die Anlage läuft seit 03/2013 und hat insgesamt einen Ertrag von 26272 + 26404 kwh geliefert.


    Nun überlege ich folgendes:

    Bei uns steht in absehbarer Zeit ein Fahrzeugwechsel an. Desweiteren soll noch ein Carport entstehen, zu dem bereits Strom aus dem Hausanschlusskasten verlegt wurde (damals in Vorbereitung). Meine Überlegung geht dahin, meinen Eigenverbrauch weiter zu setigern, indem ich idealerweise den überschüssigen PV Ertrag statt ins Netz einzuspeisen ins Auto lade.


    Die Frage, die sich mir stellt: Kann ich - wenn ich sowieso einen Carport bauen muss - hier ggf. sinnvoll einen Batteriepuffer mit Ladefunktion für das eAuto kombinieren?


    Kann man anhand der o.g. Rohdaten sagen, ob das Vorhaben sinnvoll sein könnte?

    Ich stehe wieder 'ganz am Anfang' mit Einlesen, vielleicht hat jemand auch gute Lektüre Tipps für mich?

    Mir ist wichtig, dass diese Investition perspektivisch für die nächsten ~ 10 Jahre taugt.


    Viele Grüße

    sash

  • Also Du weißt schon, das ein Akkuspeicher nochmal zwischen 20-35% an Strom vernichtet, in Form von Wärme?

    Außerdem halten Akkuspeicher Stand heute nur circa 10Jahre.

    Am Besten lädst Du das Auto dann auf, wenn der Strom auch zur Verfügung steht (tagsüber).


    Wenn Du tagsüber einen Akku voll machst, mit dem Du dann nachts Dein Auto lädst verschwendest Du sehr viel Energie. Dir entgeht ja auch noch richtig Geld, weil die Vergütung 2013 entsprechend höher war.

    PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

  • Den Speicher weglassen, stattdessen dein Auto PV überschussgesteuert laden um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Kleine Rechnung:

    Der Speicher kostet 8000€ für 8-10kWh, wieiviele kWh musst du da durch bewegen um ihn zu amortisieren?

    Bei Errichtung 2012 kriegst du schätzungsweise 17cent/kWh EEG Vergütung. Bleiben vtl. großzügig gerechnet 5 Cent pro kWh übrig die du durch Eigenverbrauch gegenüber Netzbezug sparst.


    8000€/ 0,05 = 160.000 kWh

    Bei großzügigen 20Jahren Haltbarkeit musst du jedes Jahr 8000 kWh durch den Speicher schieben.

    1) Soviel produziert deine 7,65 kWp Anlage vermutlich gar nicht jährlich.

    2) Das wären 22kWh am Tag, du müsstest deinen Speicher also jeden Tag rund drei mal voll und wieder leer laden.

    Hier wäre der finanzielle Break even erreicht, noch kein € gespart gegenüber kein Speicher bauen.


    Speicher macht keinen Sinn oder?


    Edit sagt: Speicherverluste im Round Trip noch nicht mal berücksichtigt.

  • Hallo,


    habe eine 17kW PV und lade damit 2 Elektroautos. Allerdings geht nur der Überschußstrom in die Autos, erst kommt Haus & Wärmepumpe und Batteriespeicher.

    Mit 7kW PV habe ich mal angefangen und das über die Jahre ausgebaut. Da war einfach nichts für ein Auto übrig.

    Nun kann ich April bis September Überschuß verwerten. Kommt auf die gefahreren km an ob genug PV Strom rein kommt.


    EAuto als Überschußverwerter ja, aber es muß etwas da sein, mit 1kW kann man kein Auto laden. Auch soll es ja mal voll werden. 4 Tage brauche ich um meinen Tesla mit dem Überschuß komplett zu laden, das ist für Langstrecke unpraktikabel.

    Auch lade ich nie aus meinem PV Speicherakku, das macht keinen Sinn. Der PV Speicher ist nur ein Puffer für zB durchziehende Wolken. Man muß sich also mal ausrechnen wie viel für das Auto wirklich übrig bleibt und on das Sinn macht.

    Mit einer großen PV geht das.


    Zu Hause zu laden und den Strom auch noch selber zu erzeugen ist genial. Meine Anlage ist nun 6 Jahre in Betrieb.

  • Den Tesla 3 phasig ab 4kW bis max 8kW. Stelle ich manuell je nach Wetter ein. Der PV Speicher ist der Puffer für kurzzeitige andere Verbraucher und Wolken. Die Tage war es sehr klar und hell, aber viele Cumuluswolken zogen durch, da geht die PV Leistung alle paar Sekunden von 3kw auf 12kW und zurück.


    Überlege mir noch eine flexible Regelung zu bauen, per Amperemeter am PV Speicher und dann zB 5V auf den Laderegler analog dazu.


    Der Smart bekommt 1p 8A, die Last ist so klein, das kann den ganzen Tag nebenher laufen.

    Gestern wurde den Autos voll bzw 80%, heute reicht die Sonne nicht zum Laden der Autos, muß sie auch nicht.

  • Jede Optimierung muss einen höheren Ladewirkungsgrad zur Folge haben.

    Ich denke du wärst mit einer OpenWB gut geraten gewesen?

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Hallo zusammen,


    ich bin nun einen Schritt weiter: das Fahrzeug ist bestellt :-)

    Es soll ein Corsa e werden mit 3 Phaselader, der max 11 KW verwerten kann.

    Ich habe nun folgende Überllegung dazu, vielleicht mag die jemand kommentieren...


    Meine Wechselrichter sind bisher nicht in irgendeiner Form mit Schnittstellen oder Überwachung ausgerüstet.

    Bei voller Leistung liefert die Anlage ca. 6100 W (wg der 80% Drosselung).


    Meine Idee wäre als Wallbox entweder die Heidelberg 11 KW oder einen Juice Booster anzuschaffen. Beide sollten die Möglichkeit bieten die Leistung (manuell) einzustellen. Ich vermute, dass der Corsa seinerseits auch die Leistungsaufnahme per App einstellen kann.


    Wie auch immer: Um es erstmal einfach zu halten wäre meine Idee folgende. Ich hoffe, das ist nicht zu naiv gedacht_

    Ich würde grundsätzlich ~ 2.000 Watt Leistung für den Hausverbrauch 'übrig lassen'. Wir haben keine Wärmepumpe, daher denke ich, das dürfte im Normalfall ausreichen - ausser es wird mittags gekocht, gewaschen und gebügelt....


    Kann ich - für's Grobe - erst mal so rangehen und über die (manuell) Begrenzung des Ladestroms die Ladung mit Hilfe von PV Strom optimieren?


    Oder meint Ihr, wenn ich jetzt sowieso gleich dran bin, dann richtig machen?


    Ich hab immer noch jede Menge Fragezeichen auf der Stirn :-/

  • Juice Booster

    sowas wie NRGkick?


    grundsätzlich ~ 2.000 Watt Leistung für den Hausverbrauch 'übrig lassen'

    am genauesten geht das mit einer PV geführten Wallbox - z.B OpenWP - die liest einen Stromsensor (den des WRs?) aus und verwertet ab ~2000W den Überschuss - schaltet sogar eigenständig zwischen ein und dreiphasig hin und her (verbessert den Wirkungsgrad wenn nicht mit niedrigster Leistung dreiphasig gearbeitet wird).

    Was jedoch auch geht ist einfach einphasig zu laden (mit so einem Ladeziegel) der Wirkungsgrad ist nicht überragend - aber deas Auto kann jederzeit an eine (kalendarisch) zeitgesteuerte Steckdose angeschlossen werden und sobald die Sonne scheint fließt kontinuierlich Ladeenergie.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!