Planung: EFH + Gartenhaus, 5906X Hamm

  • Hallo zusammen,


    über die Einstiegsdroge "Plug-in PV" bin jetzt doch bei einer großen Anlage gelandet. Ich stehe aktuell noch am Anfang der Planung und höre mich gerade in der Gegend nach einer Firma um und lese mir ein bisschen Grundwissen an.

    Ziel ist die maximale Rentabilität, deshalb habe ich den Speicher bereits aus der Planung entfernt und gehe entsprechend der FAQ von Pflanze eher auf eine möglichst große Anlage.


    Projektdaten:

    Satteldach 45°C (Ziegel: Nelskamp Nibra G10) in Richtung Süd-West mit Flachdach auf dem Erker (4,35m x 2,85m), Restlichen Maße siehe Anhang.

    Verschattung durch Erker und SAT Schüssel, aber keine Verschattung durch Bäume.

    Die SAT Schüssel überlege ich an die Hauswand zu versetzen, die Solarthermie Module habe ich nicht vor zu versetzen.


    Zusätzlich steht im Garten ein Gartenhaus mit Pultdach -8°C in Richtung Süd-Ost, wo ich mir auch noch vorstellen könnte, ein paar Module aufzustellen.


    Weitere Infos:

    Gasheizung mit Solarthermie,

    Stromverbrauch: 3400kWh/Jahr,

    Elektroauto und Wallbox in 2021 geplant: Zusätzlicher Stromverbrauch ca. 2000kWh, Auto ist von ca. 7:30 Uhr bis 17 Uhr nicht(!) an der PV angeschlossen.

    Smart Home Einbindung erwünscht: Homematic mit ioBroker vorhanden


    Abgesehen von der grundsätzlichen Planung habe ich folgende Fragen:

    - Wo und wie viele Module würdet ihr platzieren?

    - Wie würdet ihr die Module auf dem Flachdach ausrichten? Auch nach Südwest oder eher Südost? Oder sogar Südost und Nordwest?

    - Wie habt ihr die Coaxialkabel der SAT-Anlage verlängert?

    - Welche Wechselrichter bieten eine Smart Home Schnittstelle, z.B. für ioBroker?

    - Unter welchen Umständen lohnt sich die Nordost Seite auch zu belegen?

    - Welche Kosten kommen auf mich zu?


    Vielen Dank im Vorraus!


    Wiese

  • Die SAT-Schüssel ist nicht auf dem Flachdach montiert. Habe noch mal ein Foto zum besseren Verständnis eingefügt.

  • Die gut geeignete Südwest-Seite hat wenig Platz für Module, es würde meiner Meinung nach aber für eine kleine Anlage mit Spezial-Modulen reichen.

    Auf meinem leider auch kleinen Süddach habe ich 7 St. Panasonic HIT Module an einem separaten String und die laufen richtig gut!


    Ich habe mal kurz überschlagen, es würden 2 Strings mit Panasonic HIT auf Deine Südwest-Seite passen:

    - 9 St. auf das Dach mit insgesamt 3,28 kWp (SAT Schüssel muss weg!)

    - 7 St. auf den Erker mit insgesamt 1,84 kWp (mit 10-15o Richtung Südwest aufständern)


    Die insgesamt 4,78 kWp würden ganz gut zum Stromverbrauch passen.

    Nordost lohnt sich meiner Meinung nach nicht, das Dach ist zu steil.

    Das Gartenhaus könnte man eher dazu nehmen, würde jedoch einiges an Mehrkosten verursachen.

  • Danke für dein Feedback.

    Aus welchem Grund tendierst du zu Spezialmodulen?

    Mit einer Standardmodulgröße komme ich auf:

    6 Module rechts vom Erker,

    5 Module oberhalb des Erkers

    Und 4-6 Module auf dem Flachdach.

    Eventuell noch 2 Module links vom Erker unterhalb der Solarthermie.


    Was übersehe ich?

  • Für NO mal in PVGIS schauen, ich vermute das lohnt auch, da dort ja mehr Fläche und eine günstigere Installation möglich sind.

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0

  • Wie groß sind ST-Module?

    Ich bin davon ausgegangen, dass die ungefähr wie ein Standard PV-Modul 1600 x 1000mm haben.

    Somit passen auf den ersten Blick 2 Module unter die ST und 4 Module auf die andere Seite des Erkers.

    Über dem Erker scheint es keine 1600mm Platz zu haben?

    Somit passen da quer 3 Module mit 1400 x 1000mm.

    Auf den Erker habe ich 1 Standard Modul und 6 Module mit 1600 x 800mm gesetzt.

    Diese 3 Modulgrößen gibt es bei Panasonic HIT und die kann man beliebig mischen.

    NO kann man auch mal simulieren, ist vermutlich aber deutlich schlechter wie SW. Vor allem im Winter wird da nicht viel kommen.

  • Wenn NO pro kWp entsprechend billiger ist passt das trotzdem.

    18 x Solarwatt 60M-300Watt (Glas-Glas) mit SMA Tripower 5kW 20° Süd 5,4 kWp
    13 x REC Solar AS Twinpeak 350 Watt mit SMA Sunny Boy 4kW 1° Nord 4,55 kWp

    30 x Q Cells Q.PEAK-G4.1 310W mit SMA Tripower 8kW 20° Nord 9,3 kWp

    70% weich mit Sunny Home Manager 2.0

  • Ein Dachziegel hat eine Decklänge von ca. 39-40cm und eine Deckbreite von 25cm.

    Die ST Module haben eine Höhe von ca. 6 Ziegel, also 6x39.5 = 2,37m.

  • Ja dann geht natürlich noch etwas mehr auf Deine Südwest-Seite, ich komme nun im besten Fall auf 6,26 kWp:

    - 1 String mit 11 St. Panasonic HIT N340: 7 St. über dem Erker und 4 St. auf der rechten Seite des Erkers

    - 1 String mit 2 St. HIT N340 unter der ST + 1 St. HIT N340 auf dem Erker + 6St. HIT N250 auf dem Erker


    Falls es für den String mit 11 St. HIT N340 etwas zu knapp ist: 11 St. HIT N300 gehen auf jeden Fall, sind 127mm kürzer.


    Die Spezialmodule empfehle ich wegen der Verschattung durch den Erker:

    Beim String mit den 11 Modulen sind nachmittags 4 im Schatten, bei Standard-Modulen würde die Spannung, die 7 unverschattete Module liefern, nicht reichen.

    Ebenso beim anderen String mit den 9 Modulen, es sind morgens 2 im Schatten, die 7 unverschatteten auf dem Erker liefern jedoch noch genügend Spannung.

    Evtl. gibt es auch eine Lösung mit Solaredge und Moduloptimierer, da würde ich jedoch einen Solateur um Rat fragen.


    Was willst Du für die PV-Anlage ausgeben?

    Die 20 Panasonic-Module kosten ca. 5000€, dazu kommt noch ein 3-Phasen Wechselrichter, Befestigungsmaterial, Montagekosten und evtl. ein zusätzlicher Zählerkasten (Vorschrift Netzbetreiber).

    Ich würde dann die Gesamtkosten auf um die 10000€ schätzen.