Beginner Inselanlage - Offene Punkte

  • Hallo zusammen,


    erstmal ganz neu im Forum und direkt die ersten Fragen. Ganz neu bin ich zwar nur aktiv, da ich passiv schon viel gelesen und gesucht habe.


    Kurz generell will ich eine kleine Inselanlage für den Strebergarten aufbauen, da dieser aber nur gepachtet ist, hätte ich gerne die Möglichkeit die ein oder andere Komponente später mal in einem Van/Camper wieder zu verwenden.


    Bisherige Komponentenauswahl:

    - MPPT Laderegler von MakeSkyBlue (60A)

    - Solartronics 12V 1500W/3000W Wechselrichter (Den hab ich schon von einem Bekannten bekommen der den übrig hatte)

    - AGM Batterie 100AH / 12V (da bin ich noch etwas unentschlossen welche es wird)

    - Solarpanel 100W / 36V? (auch hier bin ich noch etwas unentschlossen)


    Sind alles keine Victron/High Quality Komponenten, ich möchte aber erstmal günstiger starten.


    Jetzt zu den Fragen:

    - Habt ihr generell Vorschläge Meinungen? Klar ist der Laderegler und auch der Wechselrichter wahrscheinlich etwas überdimensioniert für einen kleinen Strebergarten wo man mal das Handy und die Bluetoothbox betreiben möchte. Aber ich denke so halte ich mir die Möglichkeit offen zu wachsen.


    - Beim Wechselrichter möchte ich natürlich nicht das die Batterie unter die 50% Entladungsgrenze kommt. Wie sichert ihr das ab? Ein reiner Warnton würde mir nicht helfen, ich würde eigentlich gerne das der Wechselrichter einfach vom Netz genommen wird. Bastellösungen kann ich mir rein Elektrisch natürlich mit Relais oder ähnlichem selber basteln, mich würde aber interessieren wie ihr das macht?


    - Ich dachte erst an ein 24V System, aber dann bräuchte ich eine zweite Batterie + einen anderen Wechselrichter was wiederrum teuer und schlecht ins KFZ einzubauen wäre oder wie seht ihr das?


    - Eventuell möchte ich ein kleines Windkraftwerk dazu hängen, falls die Sonne mal nicht scheint, brauche ich dafür einen weiteren Laderegler, dazu hatte ich bisher keine brauchbaren Informationen gefunden?


    Und bevor jetzt jemand um die Ecke kommt: Querschnitte von Kabeln mit den entsprechenden Längen etc, werden natürlich beachtet. Was Elektronik angeht bin ich sicherlich kein Neuling und kenne die ganzen Kommentare dazu schon ;)


    Ich freue mich über jeden Hinweis und Tipp!


    Viele Grüße
    Jan

  • hi.


    Modul nach einen gebrauchten 60 Zeller 250-300Wp oder 72 Zeller 160-200Wp schauen.


    eSmart 3 40A, Trancer AN u.s.w

    Der Make ist auch ok.

    Aber für was 60A Ladestrom bei einen 100Wp Modul was bei 12Vgerade mal 8A Ladestrom sind.


    Auser du willst z.b 2 300Wp Module anschließen.

    Einen MPPT kann man auch überbelegen.



    Ein 100Wp Modul ist meist ein kleines 36 Zeller mit 18Vmpp, sind halt teurer als die Großen.

    Da könnte man aber ein günstigen PWM Laderegler nehmen.


    Der Wechselrichter ist ok, wen es der Sinus ist.


    12V ist ausreichend für die kleine Insel.

    Bei 24V kann der Laderegler natürlich die Doppelte Leistung, dünere Kabel bei gleicher Leistung.

    Es müssen aber zwei gleiche akkus sein, also Alter, Abnutzung, Kapazität, Technologie also nass nicht mit AGM mischen.


    Wind sollte man schauen ob genug da ist, das wird oft unterschätzt.

    Lieber ein Modul mehr kaufen für das geld, das liefert dan auch wenigstens Strom...



    Man schließt an den Lastausgang des Laderegler ein Hochstromrelais an.

    Dieses in die Plus Leitung zum wechselrichter.

    Andere möglichkeit was ich bei den Solatronic auch schon gemacht habe und bei jeden wechselrichter funktioniert, ein kleines Relais das den Ein/Aus Schalter überbrückt.

    Abschaltspannung des Ladereglers z.b 11,8V, wiedereinschalten z.b 13V.


    Der Make hatt aber glaube ich kein einstelbaren Lastausgang.

    Die anderen MPPT Regler schon.

    Es gibt aber auch unterspannungsschutschaltungen für paar € auf ebay.


    Licht würde ich direkt als 12V instalieren,

    Dan muß der Wechselrichter nicht dauert laufen.


    Akku würde ich eine günstige Nass Solarbatterie nehmen 100Ah ~100€


    AGM ist teuer und hält nicht lange.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • In so einer kleinen PV Anlage (Modul 100 Wp / Akku 100 Ah) ein 1500 W WR, da bekomm ich gleich immer Bauschmerzen (symbolisch gesprochen). Praktisch hast du vom Akku her täglich max 50 Ah oder 600 Wh zur Verfügung.

    In Ausnahmefällen kannst du den Akku bis 80% entladen, das wären 900 Wh.

    Nur wenn du volle Möre große Verbraucher einschaltest, wird dir der Akku in kurzer Zeit abknicken.

    Und danach kommt das nachladen. Ein 100 Wp Modul schafft am Tage (Sommer) bis 500 Wh Ertrag.

    Nur gehen davon wegen der Umwandlungen in LR / Akku / Inverter bestimmt 30-40 % als "Raumwärme" verloren.

    Am Anfang würde ich über das Verhältnis - Ertrag / Verbrauch nachdenken, dann erst Komponenten bestellen.

  • Da gebe ich dir ja komplett recht. Ich hab auch nicht gesagt das es das perfekte Setup ist. Ich würde mich dann eher über konstruktive Verbesserungsvorschläge freuen, z.B.: wieviel Akku sollte man dann mindestens haben etc..

  • Da gebe ich dir ja komplett recht. Ich hab auch nicht gesagt das es das perfekte Setup ist. Ich würde mich dann eher über konstruktive Verbesserungsvorschläge freuen, z.B.: wieviel Akku sollte man dann mindestens haben etc..

    Dir wird hier solange niemand konstr. Verb. Vorschläge machen können, wie die Basisfragen nicht geklärt sind.

    Ich habe schon mal damit angefangen, dir die Fragen zu stellen. Offensichtlich aber für dich nicht verständlich.

    Mein Fehler. :(

    Eigentlich geht es damit los, das jemand seinen Standort nennt und wie und wo das Modul installiert wird.

    Also zB nach Süden ausgerichtet, verschattungsfrei, 45° aufgestellt, für Sommerbetrieb. Anlagenkonfiguration ist halbwegs klar. LR wäre noch ausbaufähig. Inverter scheint mir zu groß oder du hast nicht die richtigen Vorstellungen über die Verbraucher.

    Also, was möchtest du denn alles anschließen und wie betreiben? Täglich, Wochenende, im Sommer, ganzjährig?

    Scouter hat dir schon geschrieben, gleich ein größeres Modul einzusetzen. Ich füge hinzu - oder optional mehrere der 100 er.

    Aber da sind wir wieder bei einer der Grundfragen - wie hoch ist der tägliche Verbrauch und siehe oben.


  • Da haben wir uns wohl gegenseitig auf dem falschen Fuß erwischt :) Also ein Neustart :) Erstmal Danke für die ausführliche Antwort und Fragestellung.


    Also das Gartenhäuschen steht in der Region von Stuttgart, von der Dachkonstruktion bin ich noch komplett frei wie ich das/die SolarPanel am Ende ausrichte und in wieviel Grad. Da kein Baum oder ähnliches drum rum steht ist es Verschattungsfrei. Zum Verbrauch kann ich folgendes Grob schätzen:


    - Hauptsächlich im Sommer am Wochenende mal 1-2 Kaffee

    - Im Sommer unter der Woche (2-3x die Woche) Abends höchstens Handyladen + Bluetoothbox

    - Im Winter eigentlich so gut wie kein Verbrauch, da wir uns dann nicht länger dort aufhalten.

    - Es ist kein Weltuntergang wenn ich mal mein Handy nicht laden kann oder ich auf einen Kaffee verzichten muss weil die Tage zuvor eben keine Sonne da war.

    - Alles was an Strom "zu viel/übrig bleibt" würde ich dann vielleicht nutzen um die Akkus der Gartengeräte dort zu laden und nicht zu Hause, das ist aber kein muss.


    Wie man merkt kann ich es nicht ganz klar und genau definieren, bin aber auch nicht darauf angewiesen das immer genug Strom da ist. Den Wechselrichter habe ich wie gesagt so bekommen (Fehlkauf bzw. passt nicht in das Wohnmobil eines bekannten), heißt da habe ich mir erstmal keine Gedanken gemacht ob 1500W zu viel sind, jedoch habe ich gelesen das Pad-Kaffee-Maschinen teils 1450W benötigen. Aber ich habe natürlich nicht vor eine Tischkreissäge oder Heizlüfter damit zu betreiben.


    Der Laderegler ist sicher etwas überdimensioniert, hatte aber schon recht gutes gehört und ist auch recht günstig. Das es von der Qualität und Lebenserwartung nicht an ein Victron oder ähnliches rankommt ist mir natürlich klar. Aber so hätte ich eben auch die Möglichkeit später ein weiteres Panel aufs Dach oder sonst wohin zu packen und müsste nicht alles neu kaufen, das war die Ursprungsidee.


    Die ganzen Komponenten hatte ich ja mal als "Vorschlag" oben beschrieben. Das ein größeres/stärkeres Panel sinnvoll wäre weiß ich jetzt ja und kann die Augen nach einem gebrauchten offenhalten. Mir ging es generell um Tipps bzw. Kommentare was ich an der Anlage verbessern könnte, bevor ich etwas sinnlos bestelle. Und sowas wie der Tipp mit dem/den SolarPanel(s) ist ja schonmal sehr hilfreich :)


    Soviel erstmal von mir, sollte noch etwas Fehlen, sagt gerne Bescheid :) Freue mich wirklich das ihr direkt so hilfsbereit seid!

  • Hallo.

    Das mit dem Kaffee über den Wechselrichter wird mit dem Akku nichts.

    Der kann so hohe ströme gar nicht liefern.

    Da muss schon ein viel grösserer her, oder Lifepo4.

    Teuer.

    1x Kaffee und der Akku ist leer. Auch mehr Module.


    Nimm was aus dem Campingbereich. Gaskocher etc.

    Sonst wirds ein teurer Kaffee.

    Für Handy aufladen und Kleinkram ok.

    Im Garten ist man ja bei schönem Wetter und da braucht man kaum Licht.

    Da kannst du dir auch so eine Notstrombox mit Akku, Laderegler, Trapetzwechselrichter drin kaufen.

    Solarmodul dran und läuft.


    Wenn man nach Hause fährt kann man das Teil auch mitnehmen und zu Hause über Steckdose laden.

    EEG Anlage 1,44kWp, SSO. Solarworld. Seit 07.2012

    Insel 0,26kWp

  • Kaffee kann man auch mit nen 12V Tauchsieder machen und dann aufgiessen oder mit Kaffeepulver, dauert halt länger, im Garten ist man hoffentlich auch nicht auf der Flucht.

    Wie schon von den Vorrednern gesagt, grösseres Modul oder zwei aus der Bucht oder ebayKleinanzeigen, günstige NassBatterie, fix-fertiger Stepdown für die USB Sachen, der Rest ist soweit ok ausgesucht. Led mit 12V gibts en Masse, denkbar auch mal LED-Stripes mit 12V. Für die Übergangszeit und falls Sonne bis an die Gartenhütte, selbstgebauter WarmluftKollektor zum heizen, kostet wenig und bringt bei der Gartenhütte warscheinlich sehr viel.

  • Danke für die Info. Wie berechne ich den das das der Akku nach einem Kaffee leer wäre? Und was bedeutet für dich dann "grösseres" her? Liepo4 mit 100AH würde aber ausreichen?

  • Steck die Kaffemaschine mit einen Energiesmessgerät in die Steckdose und schau mal wie viel Wh pro Tasse oder Kanne verbraucht werden.

    Ich teste es mal kurz mit einem Pad. Melde mich gleich wieder.

    EEG Anlage 1,44kWp, SSO. Solarworld. Seit 07.2012

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