Kleines Windrad auf Carport/Gartenhaus

  • Hallo,


    ich habe seit vergangenem Jahr eine wunderschöne PV-Anlage, die mir tagsüber auch jetzt in der Wintersaison teils erfreuliche Erträge geliefert hat. Ein Speicher habe ich bisher noch nicht, sodass ich mit Sonnenuntergang auf unseren Stromversorger angewiesen bin.


    Mein Datenlogger verrät mir, dass ich Nachts ein Strom "Grundrauschen" von 80-160W hab. Auf 365 Tage gerechnet kommt da schon etwas zusammen.

    Ich hatte für mich schon einmal die Idee einer Helix-Windturbine bewegt, soetwas ist in unserer kleinstädtischen Lage allerdings quasi ausgeschlossen.


    Also was gibt es noch für Optionen?

    Ich stelle mir ein kleines (!) Windrad vor, welches mir ca. 100W liefert, direkter Hausverbrauch, keine Vergütung.


    Ich bin sicher ich bin nicht der erste, der diese naheliegende Idee hier hat ;)

    Habt ihr euch mit diesem Thema schon mal näher beschäftigt oder sogar ganz konkrete praktische Erfahrungen gesammelt?

    Ich würde eines oder zwei dieser kleinen Windräder auf mein Gartenhaus stellen wollen. Dieses kommt auf Grund des großen Hausschattens nämlich nicht für PV in Betracht. Wind haben wir an der Ostsee hingegen zu Hauf.


    Was meint ihr?


    Schöne Grüße

    22,4 kWp LG320N1K-V5 Black, Huawei 17KTL, Plexlog, Ost-West-Anlage DN 42°, Betrieb seit 2019 :mrgreen:

  • Grundsätzlich funktionierts :-) Man darf es aber nur als HObby betrachten.

    Entweder man steigt günstig ein, und zahlt mehrfach mit Leergeld + Zeit, oder man kauft sich eine hochwertige/haltbare Lösung die dann richtig ins Geld geht.

    Diese gedrehten Teile sind da wohl zur zeit sehr beliebt... (Für mich sehen die aus, wie ein Handrasenmäher :-) ).


    Ich bin beruflich zwei Jahre lang an einem Haus mit nem Windrad auf ner Scheune vorbeigefahren.

    In den zwei Jahren, waren es sicherlich 5 verschiedene Windräder (zum schluss, diese Handrasenmäher).

    Vor kurzem (also knapp 8 Jahre später) bin ich dort mal wieder vorbeigekommen - inzwischen ist auch das Windrad abgebaut.

    Man darf die Verstrebungen die ein solches Windrad benötigt - nicht unterschätzen.


    ABER: ich finde die Idee klasse und als Hobby ne schöne Möglichkeit auch nachts den Stromverbrauch zu reduzieren.

  • Wenn du nicht direkt an der Küste wohnst, dann ist die Windgeschwindigkeit vermutlich nicht ausreichend.

    Zusätzlich haben kleine Anlagen das Problem, dass der Wind in Bodennähe zu schwach ist und Bebauung und Pflanzen für Verwirbelungen sorgen. Auch kleine Anlagen müssen möglichst hoch sein, dann wird es aber gleich sehr teuer und aufwändig.


    Aus 1m² überstrichener Rotorfläche wirst du duchschnittlich <10W gewinnen. Finanziell wird sich das nicht lohnen, wenn man es als reines Lernprojekt sieht, kann es aber interessant sein.


    http://www.renewable-energy-co…-windkraft-berechnen.html

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • Hallo zusammen,

    das Thema interessiert mich sehr,

    bin auch gerade kurz davor, mir eine MINI-PV auf die Garage zum reinen Eigenverbrauch anzuschaffen,

    2x 300-330 W + WR ab in die Dose...so der Plan.

    da bin ich nun auch auf "Mikrowindkraft" gestoßen

    Wenn in den windstärksten Monaten (Oktober bis April ?) die Sonne zu wünschen übrig lässt, wäre das doch eine Top

    Ergänzung?


    Es scheint jedoch im leider eher ein Hobby zu sein...

    Was vertikales im Garten was sich dreht wär schon schön anzuschauen, wenn allerdings garnix bei rumkommt, auch blöd...

  • Moin zusammen,


    ja ich denke Mastermind1 , dass ich das Thema noch sehr naiv sehe. Also es soll absolut nur ein Hobby sein, nicht wie meine PV, die sich wirtschaftlich lohnen soll, aber das Hobby hat eben auch Ziele und Grenzen. Ziel wäre es, mein Grundrauschen an Strom zu decken, dazu bräuchte ich wohl eine mittlere Nennleistung von ca. 200W. Die Grenze, und das ist vermutlich der problematische Teil, liegt in der Größe und den Kosten. Ich will eben keine 2m Helix Turbine mit x1000 Euro, so viel Spaß kann ich daran gar nicht finden ;)


    Ich fahre auch täglich an einem Mini Windrad vorbei, was auf einer Garage an einer Durchfahrtstraße steht. Eigentlich auch kein besonders windiger Ort, aber es dreht sich immer! Die Preisfrage ist, wieviel Strom da unterm Strich rum kommt.

    Ich möchte keine riesen Masten und auch keine Riesen Generatoren.


    Von mir aus sind es übrigens 8min Fußläufig zur Ostsee. Das ist für mich quasi "direkt" an der Ostsee, aber es geht natürlich noch direkter!


    Ein wenig habe ich auch schon gelesen und im Grund wird von Ideen wie meiner geschilderten nur abgeraten, weil es sich nicht lohnen soll. Wenn ich allerdings auch eine Windrad für 3000 Euro kaufe und das dann nur mäßig läuft wundert mich das nicht.

    Die Frage ist für mich daher, was können wirklich kleine Windräder real leisten, die nur ein paar Hundert Euro kosten. Da habe ich keine Vorstellung und auf die Werbeangaben chinesischer Hersteller gebe ich genau nichts.

    Vielleicht hat da ja jemand mal eine Referenz eines kleinen Hobbywindrades...


    midway

    Das ist nun nicht der richtige Thread hier, aber du bist dir auch bewusst über die Hobbykomponente deine Vorhabens mit den 2 Modulen und hast dich schon intensiv mit dem Gedanken größerer Generatoren beschäftigt?



    So long :)

    22,4 kWp LG320N1K-V5 Black, Huawei 17KTL, Plexlog, Ost-West-Anlage DN 42°, Betrieb seit 2019 :mrgreen:

  • Besorg dir einen Wetterstation mit Anemometer und werte mal über ein paar Monate aus, wie hoch die Windgeschwindigkeit am vorgesehenen Standort ist. Ich bin mir sehr sicher, dass sich eine Anlage in Bodennähe nicht rechnen wird. Dann kannst du auchausrechnen, wie groß so eine Anlage sein müsste.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK