• Aussage des Beraters "Wir geben jedem Kunden genau eine Chance. Wir haben keine Zeit den Vorgang danach noch mal in die Hand zu nehmen".

    Nach dieser Aussage hätte ich dem "Berater" mitgeteilt, dass er SEINE Chance auf einen Auftrag soeben unwiderruflich verspielt hat - und ihn dann des Grundstücks verwiesen!


    Grundsätzlich gilt sowieso: Bei schlechtem Bauchgefühl NIE einen Vertrag unterschreiben - egal was es ist! :)

  • Im "Focus 15.02.2020" Seite 58 war ein Artikel über Enpal: "Der Sonnenkönig". ("Sonnen" allein löst schon Vorsicht bei mir aus.)

    Mit seiner Firma wolle "Kohle beweisen, dass auch grüner Strom günstig ist". Ganz was Neues.

    Laut Artikel gäbe es ab mtl. 49 € um die 3,5 MWh/a aus 10 Modulen zu beziehen. Für Anfänger verwirrend aber nicht falsch - ABER es wird nur großen Verbrauchern gelingen den Strom zeitgleich vollständig zu nutzen. Weiterhin wird suggeriert, dass eine solche Anlage den "gesamten Stromverbrauch" "fast" bedienen könne. Lediglich der Restbedarf würde vom EVU kommen. Liebe Anfänger: Eine solche Anlage wird nur 30-35% eures Bedarfs decken da Verbrauch und Erzeugung sich TEILWEISE überschneiden.

    Rechnet man den Preis von monatlich "bis zu 120 €" (28 Module), vermutlich 10 kWp (Module mit 355 Wp?) auf 20,5 Jahre hoch landet man bei 29.520 EUR.

    Dabei ist völlig egal ob das netto oder brutto wäre. Es wäre DEUTLICH zu teuer. Ganz offensichtlich wäre das ein Verlustgeschäft!

    Kurz mal ein Vorzeichen umdrehen und schon sieht die Sache ein bisschen anders aus:

    Laut Sonnenkönig soll die 30-Jahres-Ersparnis bis zu 30 TEUR betragen.


    WICHTIG: Soweit mein Kommentar zum Focus, von dem ich nicht erwarte, PV so differenziert und vollständig darzustellen wie wir es im Forum tun.

    Es darf gehofft werden dass diese Unvollständigkeit nur am Unwissen der Redakteurin liegt.


    Große PV-Anlagen gibt dank der lukrativen Einspeisevergütung rechnerisch noch geschenkt, samt Gewinn - Geld ist sehr günstig bei Banken zu bekommen. Mir fällt mir kein einziger Grund ein, eine PV-Anlage überteuert zu mieten!

    Mein Haus, meine PV.



    Ohje, es kommt noch schlimmer als gedacht: enpal. de/solaranlage-kaufen-oder-mieten (absichtlich nicht verlinkt) ist reinstes MaBuShi. Aber die durchschnittl. Preise noch höher als angenommen, und es sind Nettopreise... ca. 40 TEUR netto Miete in 20 Jahren für bis zu 9,5 kWp.

    Selbst gekauft kostet eine solche Anlage vlt. 12.000 EUR oder, wenn es etwas weniger günstig ist, 13.000 EUR.


    Keine Fragen mehr. Mein Fazit: ICH WÜRDE SOWAS NICHT BUCHEN sondern das mehrfach als "Gold wert" gelobte PV-Grundwissen lesen!

  • Bin auch an einer PV Anlage im Miet-Modell interessiert, und bin auf diesen Beitrag gestoßen.

    Klar, dass der Kauf einer Anlage unterm Strich immer günstiger ist, als ein Mietmodell aber wenn die Alternative ist keine PV Anlage zu Betreiben, sieht das nochmals anders aus.

    Wenn ich den Betrieb und mögliche Einsparung sehe, klingt das Konzept mit Sorglospaket und ohne Risiko für mich recht interessant.

  • wenn die Alternative ist keine PV Anlage zu Betreiben, sieht das nochmals anders aus.

    Warum sollte das die Alternative sein? Die Banken wissen nciht wohin mit dem Geld, die finanzieren dir die Anlage gerne, sofern du nicht schon über beide Ohren verschuldet bist (und ich wage zu behaupten, daß die "Vermieter" in dem Fall einen Rückzieher machen, wenn sie die Schufaauskunft sehen).

  • Stell halt mal deine Zahlen vor. Wenn du statt Gewinn zu machen sehr sehr sehr viel Geld ausgeben möchtest und möglicherweise sogar Verlust dann bist du dort richtg.

  • Ich habe jetzt meine Anlage selbst realisiert (natürlich mit Hilfe dieses Forums) und bin sehr glücklich damit. Unterm Strich wurde für weniger Geld eine leistungsfähigere Anlage umgesetzt. Man muss sich halt mit dem Thema beschäftigen aber es lohnt sich.

  • wir haben uns auch von der Firma Enpal beraten lassen.

    Als uns der Vertrag vorlag, hab ich ihn von einem Bekannten Vertragsanwalt prüfen lassen.

    Danach hab ich die Daten von einen Solaranlagenbauer vergleichen lassen.

    Fazit: Vertrag rechtlich ok.

    Aber: die Anlage ist Wartungsfrei, was auf dem Dach ist hat 15 Jahre Garantie und der Rest hat eine Garantie von 5 Jahren.

    Erfahrungen des Kollegen mit alten Solaranlagen hat uns gezeigt, nach 15 Jahren mußte mal ein Wechselrichter ausgetauscht werden.

    Die Wartung in der Zeit war in € 0,00.

    Reparatur in der Zeit war der Wechselrichter das einzige.

    Nun kann sich jeder selber ausrechnen wieviel er sparen kann wenn er keine Anlage mietet.

    Wir haben gekauft, habe jetzt 5,94 Kwp auf dem Dach und laut Vorhersage werden wir etwa 480€ im Jahr einsparen im Duchschnitt über 20 Jahre.

    Ach ja, wenn ihr die Mwst. zurück haben wollt, müßt ihr ein Gewerbe anmelden.

    Und den Strom den ihr verkauft, wird eine Mwst. erhoben.

    Aussage meiner Nachbarin, sie ist Steuerberaterin.