SENEC.Cloud irreführende Werbung?

  • Siehe Bild im Anhang. Quelle: https://senec.com/de/kosten-sparen, Anmerkungen sind von mir.


    Erklärung zu den Zahlen rechts: 250 € bekommt man vergütet, 251,40 € kostet die Cloud, 385 € fehlen an Einspeisevergütung und 405 spart man an Stromkosten (bei 30 ct/kWh).


    Klar spart man 400 € "Stromkosten". Aber insgesamt halt nur 18,60 €. Grob irreführend finde ich das mit den "mehr als 400 € pro Jahr" daher dennoch. OK, im Bild habe ich den Grundpreis eines normalen Stromtarifs außen vor gelassen, aber dann sind es immer noch nur ~140 € anstatt 400 €. Was meint ihr?

  • Elektron

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ich würde das jetzt genauso rechnen. Und wenn einer etwas grosszügiger rechnet und ein grösseres Cloud-Paket nimmt, dann verdient Senec jeden Cent daran.


    Es kann ja nicht sein dass eine Firme eine Leistung verschenkt. Irgendwie muss man en gros mit seinen Produkten Geld verdienen. Gratis gibts nicht. Weder hier noch sonstwo. Und wenn jeder Kunde wie Familie Müller Monatsgebühren zahlt und am hinteren Ende schon nur diese knapp 18 Teuronen rausgewurstelt werden, dann macht das über einen Kundenstamm schon eine hübsche Summe - eigentlich fürs nicht viel tun von Seite des Anbieters...


    <3

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    Anlagenhersteller: SolarEdge

    Leistung: 10.2kWp

    Module: 30 x LG NeON2 340W Cello

    --Süd-Südostausrichtung -10°, 5° Netto-Aufständerung (Pultdach)--

    Wechselrichter: SE10K

    Batteriewechselrichter: SE3500H

    Batterie: LG Resu10H (10kWh)

    Anlage in Betrieb seit: 12.06.2019

  • Wenn ich schon ziemlich weit oben lese, dass die Verluste des Speichers unter den Teppich gekehrt werden, ist das Ding doch schon fertig bewertet. Und die Aussage "der Strom werde zwischengespeichert" :rolleyes:

    Dass 400 Euro eingespart werden durch die Cloud ist schlicht gelogen, da diese Einsparung durch die PV-Anlage erzielt wird, Cloud hin oder her (die Investition in die PV außen vor gelassen). Zudem fehlt die Versteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe.

    Wenn man das einbezieht in die Rechnung, fährt man mit der Cloud schlechter.

    Meine Anlage:
    38 Module GermanPV GPV260P-60 mit SolarEdge Optimierern; Neigung 45°, Süd 188° (9,88kW)
    27 Module JAM60S01-300 mit SO, S und SW Ausrichtung (8,1kW)
    Wechselrichter SolarEdge SE10K + SE7K
    SENEC.Home 8.0 Pb (16kWh brutto/8kWh nutzbar) seit 2020 ohne Econamic Grid

  • Es kann ja nicht sein dass eine Firme eine Leistung verschenkt. Irgendwie muss man en gros mit seinen Produkten Geld verdienen. Gratis gibts nicht. Weder hier noch sonstwo. Und wenn jeder Kunde wie Familie Müller Monatsgebühren zahlt und am hinteren Ende schon nur diese knapp 18 Teuronen rausgewurstelt werden, dann macht das über einen Kundenstamm schon eine hübsche Summe

    Ich rechnete ja nicht damit, was Senec verdient. Die 18 € sind nicht deren "Gewinn", sondern die tatsächliche Ersparnis des Verbrauchers ggü. der behaupteten 400 €.


    Wenn man rechnen will, was Senec an dem Geschäft verdient, sieht es ja nochmal ganz anders aus. Die verdienen keine 18 € im Jahr sondern
    + 251,40 € Grundgebühr Cloud pro Jahr

    + dicke Marge des verkauften Speichers

    + die 2.500 kWh pro Jahr Überschuss, die sie verkaufen können

    - 250 €, mit der sie den Überschuss ausgleichen

    ? Sparen noch Steuern durch den "umsonst" gelieferten Strom. Von den 1.350 verkauften kWh müssten sie ja ca. 50% abdrücke


    Aber darum ging es mir wie gesagt auch nicht.


    Zudem fehlt die Versteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe

    Könntest du das ausführen? Was genau muss man versteuern, den Strom den man in die Cloud packt?

  • UEW gilt für selbstverbrauchten Strom. Der "herstellende" Unternehmer (Betreiber der PV) überlässt den Strom unentgeltlich dem Verbraucher. Die anteilige Abschreibung dafür darf nicht angesetzt werden in der Gewinnermittlung und erhöht damit die Steuerlast.


    Und die Speicherverluste liegen auch irgendwo bei 20-30 %. Um also 3150 kWh aus dem Speicher entnehmen zu können, müssen vorher z.B. 3940 kWh (bei 20% Verlust) reingegangen sein. Die eingespeiste Menge liegt daher bei 3060 kWh, statt 3850 kWh der Senec Beispielrechnung und damit ist auch die Vergütung der Einspeisung geringer.


    Das hängt natürlich nur am Speicher und hat mit der Cloud nichts zu tun. Wenn aber schon 20 - 30% nicht berücksichtigt werden, welchen Wert hat dann die Senec Beispielrechnung?

    Meine Anlage:
    38 Module GermanPV GPV260P-60 mit SolarEdge Optimierern; Neigung 45°, Süd 188° (9,88kW)
    27 Module JAM60S01-300 mit SO, S und SW Ausrichtung (8,1kW)
    Wechselrichter SolarEdge SE10K + SE7K
    SENEC.Home 8.0 Pb (16kWh brutto/8kWh nutzbar) seit 2020 ohne Econamic Grid