Umstellung einer Anlage aus 2011 von Einspeisung auf Eigenverbrauch

  • Vielen Dank schon mal für eure Einschätzung. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, dass der Zähler getauscht werden soll, nur damit, dass ich dafür bezahlen soll. Das sehe ich nicht ein, schon gar nicht 2-3 Euro jeden Monat, wie der Mitarbeiter meinte...

  • Dass für die Messung ein Entgelt fällig wird, wirst du nicht umgehen können, egal welcher Zähler da eingebaut ist. Die Höhe müsstest du in den veröffentlichten Netzentgelten deines VNB nachschauen können. Und wenn er eine "moderne Messeinrichtung" einbaut, gelten dafür die bei der Bundesnetzagentur nachzulesenden Preisobergrenzen.

  • Guten Morgen, ihr Lieben


    Jetzt möchte ich euch auch noch am Ende der Geschichte teilhaben lassen:


    Heute morgen war der Termin für den Zählerwechsel. Überrascht stellte ich fest, dass (zu meinem Glück) dieses Mal ein anderer Mitarbeiter erschien,ein freundlicher älterer Herr.


    Der warf einen Blick in den Zählerschrank und fragte mich verwundert, wieso der Zähler getauscht werden sollte. Ich erklärte ihm, dass ich wohl einen mit RLS benötige, worauf er meinte: Hat der doch... 😋


    Der letzte Mitarbeiter hatte also nicht nur vergessen, dass er den zweiten Zähler wechseln sollte, er hat auch nicht gesehen, dass das gar nicht notwendig wäre. Und vor einigen Wochen hat er bei meinen Eltern einen Zähler getauscht, welcher dann nur den eigenen Verbrauch gemessen hatte... 🙈🙈


    Wie ich es liebe, wenn Leute ihren Job anständig und gewissenhaft erledigen... 😋


    Vielen Dank für eure Rückmeldungen und noch eine schöne Woche. 😀

  • Hallo zusammen,


    die Überlegung ist, unsere vorhandene PV-Anlage mit Eigen/Selbstverbrauch, 5kWp Baujahr 2011, (Zweirichtungszähler u. Erzeugungszähler) mit einem PV-Speicher (keine Speicher-Cloud-Lösung) zu ergänzen.


    Ich hatte irgendwo in einem älteren Beitrag (finde ihn nicht mehr) gelesen, das „Altanlagen“ (so wie unsere) mit dem entsprechend dem jeweiligen Errichter-Jahr noch höheren EEG-Vergütungssatz (2011 28,74ct/kWh) im Prinzip mit einem Speicher „im Nachteil“ sind (jedenfalls bis zum Ende des EEG-Vergütungszeitraums von 21 Jahren)


    Argument gegen einen Speicher: da die Anlage dann ja nicht mehr die Vergütung für die im Jahresdurchschnitt überwiegende Volleinspeisung bekommt, sondern den nach der 30%-Regelung niedrigere Vergütung (<30% der Erzeugung 16,38ct/kWh bzw. >30% der Erzeugung 12,00ct/kWh)


    Am Beispiel einer möglichen Wärmepumpe (anstatt Öl-Heizung) würde der insgesamt benötigte Strombedarf ja wieder steigen, also der Eigenverbrauch steigen,- vermutlich zu >30% der Erzeugung/Jahr. Dieser Anteil könnte durch einen Speicher „optimiert“ werden.


    Speicher-Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Gebührenmodelle, die Teil einer Cloud sind, z.b. Sonnen, Senec sind, wenn ich es richtig verstehe, wenn überhaupt, nur interessant für neue Installationen mit derzeitiger Vergütung.


    Gibt es dazu Berechnungs-Tools (Excel etc.) die eine Speicher-Größe vorschlagen und verschiedene Auslegungen berücksichtigen, zukünftig z.b. Wärmepumpen-Verbrauch, E-Auto etc.?


    (...ich habe die FAQ von Pflanze schon gelesen....)

  • Wie groß soll die Erweiterung denn sein dass bei WP und EAuto nochwas in den Speicher soll?!


    Mein Rat:

    Stell die Bestandsanlage auf Vergüteten Eigenverbrauch um und kombiniere sie mit der neuen PV in der Art dass eine Kaskadenmessung mit vorangigem Eigenverbrauch erfasst werden kann.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • vorhandene PV-Anlage mit Eigen/Selbstverbrauch, 5kWp Baujahr 2011, ist gut. Einfach so lassen, ggf. Module in Kaskadenmessung ergänzen, braucht keinen dritten Zähler, vgl. 1. MK in meiner Signatur am PC.


    Warum willst du ein defiziäres Speichersystem?

    Deine Betrachtung bezüglich 30 Prozent verstehe ich nicht bzw. du hast die Regelung nicht verstanden.

    Die kWh vom Dach kostet dich 16,38+MwSt., ca 19,5 Cent. Dazu 20 Prozent Speicherverlust sind ca 23,4 Cent. Der Teil über 30 Prozent Verbrauch wird etwas günstiger. Jetzt rechne mal wie viel der Speicher sparen kann und was er kostet.

    EkSt noch nicht mal berücksichtigt.


  • Ok, Danke für die Infos, die ich aber nicht sofort verstehe.

    Deshalb muss ich nochmal nachfragen, an Flo: was bedeutet Umstellung der Anlage auf "vergüteten Eigenverbrauch"? Hier angefügt als Beispiel die Daten aus der Abrechnung aus 2016. Somit findet die Vergütung seit Errichtung 2011 statt, oder verstehe ich etwas falsch?


    Die derzeitige Abrechnung sieht jedoch seit 2017 nicht mehr so detailliert aus, da ab 2017 der VNB den Abrechnungsdienstleister gewechselt hat.


    an Pflanze:

    Was bedeutet Kaskadenmessung genau? bzw. was bringt es?


    >Warum willst du ein defiziäres Speichersystem?

    ….wenn die Feststellung ist, Speicher bringen nur dem Hersteller u. Verkäufer etwas, stellt sich die Frage ob es sich bei Speichern um einen Betrug am Kunden handelt (?)


    ...ich hatte zwischenzeitlich ein Berechnungstool bei Varta gefunden

    https://www.varta-storage.com/…erechnen-berechnungstool/


    Ist diese Art von Berechnung im Prinzip also unbrauchbar bzw. sind Anbieter wie z.b. Kostal, die Speicherkomponenten von BYD anbieten nicht seriös?


    Nehmt es mir bitte nicht übel, das meine Fragen als Endkunde so ausfallen, aber ich bin nicht täglich mit diesen Dingen im Detail befasst und auch nicht in der Branche tätig.


    Zum Thema Wärmepumpe läuft ja derzeit schon einige Werbung von bekannten Herstellern (z. b. Wolf, Buderus), die aktuelle Förderungen bis zu 45% (bei kompletten Austausch der Öl-Heizung) ausweisen. Es wird in Verkaufsgesprächen speziell auf PV-Anlagen mit Eigenverbrauch hingewiesen,- das wären die idealen Anlagen...


    Danke erneut für Eure Info.

  • WP kann sehr sinnvoll sein, besonders mit PV-Strom der günstiger ist als Netzstrom.


    Vergütetee Verbrauch ist bereits gegeben - alles richtig gemacht.

    Du profitierst ob deines hohen Verbrauchs schon von der anteiligen Stufe über 30 Prozent - da stellt sich mir ob des (hoch wirkenden) Verbrauchs die Frage ob du ihn reduzieren kannst? Sehr lesenswert: Zähler abgelesen, Schreck gekriegt und den Hintern bewegt...


    Kaskadenmessung nur wenn noch Dach frei ist und Module dazukommen!


    Speicher bringen nur dem Hersteller u. Verkäufer etwas. Ist bei vielen Produkten so. Der Nutzen ist eingebildet.

    Du wolltest vermutlich was sparen?

    Auch mit ca. 12*1,19*1,2, ca 17,14 Cent in der Basis würdest auch du mit Stromspeicher kräftig drauflegen.

    Die Rechner kommen meist aus dem Marketing.

  • Vergüteter Verbrauch ist bereits gegeben - alles richtig gemacht.

    erst später gesehen.


    Die 45% WP Förderung wird im übrigen von der Bafa gestellt - dass die Hersteller der WP damit werben finde ich.... Interessant 😁

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Wenn man nur als Beispiel, davon ausgehen würde, dass es in 2020 zu einem vermehrten Einbau bei Wärmepumpen wegen Förderungsmöglichkeiten kommt (als Ergänzung zu bestehenden PV-Anlagen mit Eigenverbrauch), würde es für "Altanlagen" (z.b. aus 2011) bei Ergänzung WP (innerhalb der 21 Jahre = Zeitraum der fixen Einspeisevergütung ab Installationjahr) bedeuten, das die EEG-Vergütungen nach Einbau der WP im Prinzip sinkt....,weil der Stromverbrauch des einzelnen Haushalts durch die WP wieder steigt,(...mit PV-Speicher etwas weniger steigt...) ,aber als einen Effekt Bundesweit insgesamt (langfristig) die EEG-Vergütungen sinken lassen, wenn viele WP nachrüsten würden, ....was dann im späteren Verlauf die Strompreise im Bezug (für alle Strom-Kunden!) effektiv senken würde...


    ..oder hab ich das nicht richtig eingeordnet?


    Bei vor kurzem neu oder aktuell neu installierten Anlagen sieht das ja etwas anders aus, - in Bezug auf die Vergütungen und z.b. Wärmepumpe. Ein Berechnungstool oder Simulation in Bezug auf Vergütungssätze in Abhängigkeit vom Installationsjahr, Wärmepumpe, evtl. noch mit Einbindung von Solarthermie etc., das solche aktuellen Szenarien abbilden kann, kenne ich nicht.


    Um alle verschiedenen Komponenten im (modernen) Haus (..ist das dann ein "Smart Home"...) abbilden zu können, müssten Simulationstools ja auch dessen mögliche Schnittstellen (z.b. Modbus, ZigBee, EEBus..,.etc.) a) einordnen b) mit einbeziehen, um 1. deren Kompatibilitätsfähigkeit abzugleichen, und 2. die "Wirkung" auf die Gesamtanlage zu Veranschaulichen. Eine aktuelle modulierende Wärmepumpe mit EEBus würde im Idealfall mit einem Speicher u. Wechselrichter, der ebenfalls EEBus kompatibel ist, eine vermutlich bessere Effizienz der Anlage bewirken können. Also auch Energie-Verluste vermeiden helfen.



    Kauft der Kunde Komponenten, die in dieser Hinsicht nicht zusammen "Stimmig" sind, wird er zukünftig nicht zufrieden sein.

    Wer will denn in drei verschiedenen Apps oder Portalen zur Visualisierung von einzelnen Komponenten herumklicken... (WP, Speicher, WR etc.), ...eine Zentrale Visualisierung (per API Möglichkeit ?) wäre ideal..


    Danke erneut für Kommentare