Umstellung einer Anlage aus 2011 von Einspeisung auf Eigenverbrauch

  • Der Mitarbeiter der Stadtwerke hat recht. Für die Messaufgabe muss der Zähler die Erzeugung messen und nicht Erzeugung minus nächtlichem Verbrauch des Wechselrichters und ggf. dranhängender Steuerung.

  • Wenn da Verbrauch hinter dem Erzeugungszähler stattfindet, geht das ja zu Lasten des Betreibers, somit finanziell kein Problem. Das EEG2009 schreibt auch keien Erzeugungszähler zwingend vor, dann ist halt Einspeisung gleich Erzeugung und es gibt keine Selbstverrbauchsvergütung.

    Hier wird zwar EEG-Umlage fällig und man braucht schon von daher einen Erzeugungszähler, da der Verbruach des WR aber umlagefreier Kraftwerkseigenverbrauch sein dürfte, sehe ich da auch kein Problem. Dann wäre es aber in der Tat nicht ungeschickt, wenn das alles verplombt wäre.

  • Ich nehme aber an, dass der Betreiber vom vergüteten Selbstverbrauch Gebrauch machen möchte, sonst hätte er ja wohl nicht von Volleinspeisung umgestellt. Und wenn es was gemessen werden soll, dann muss es mit für den Anwendungsfall geeigneten und eichrechtlich zugelassenen Geräten gemessen werden. Da spielt es keine Rolle zu wessen Vorteil oder Lasten eine Messung mit einem nicht geeigneten Gerät ginge.


    https://www.clearingstelle-eeg…nergie_messen_Kahmann.pdf

  • Da der Zähler bisher

    Zitat

    nicht zu signifikanten Unsicherheiten in der Abrechnung

    (aus dem Fazit) geführt hat, sehe ich nicht, warum das jetzt anders sein sollte.

    Ich sehe hier, wie geschrieben, keinen zwingenden Grund den Verbrauch des WR (vorausgesetzt es geht ausschließlich um den) rauszumessen. Den Zähler zu wechseln ist imo mit Kanonen auf Spatzen geschossen und ich würde schlicht die Eichfrist bzw. Umstellung auf mME oder iMS abwarten und es dann "richtig" machen.

  • Für die Messung ist der grundzuständige Messstellenbetreiber zuständig, falls der Betreiber keinen anderen beauftragt. Über das Messkonzept besteht ja wohl Einvernehmen. Dann ist der Messstellenbetreiber allein dafür verantwortlich, die richtigen Messgeräte zu verwenden. Da hat der Betreiber nicht mehr weiter mitzureden.

  • Das ist natürlich ein Totschlagargument das das MsbG geschaffen hat, dem ich nichts entgegenzusetzen habe.

    Ich sehe trotzdem keinen zwingenden Grund jetzt zu handeln (wie geschrieben, den Zweig zu verplomen um anderweitigen Verbrauch und damit Hinterziehung von EEG-Umlage auszuschließen, wäre nicht ganz daneben).

  • Eben, das macht alles für den Betreiber keinen Sinn. Aber du selbst hast ja geschrieben, daß es darauf nicht ankommt, ob es sich rechnet, nur, daß es im Prinzip möglich ist.

    Es geht da (hoffentlich) um wenige kWh im Jahr bei (hoffentlich) weit über 10000kWh Erzeugung, also im Promillebereich. Dafür jetzt für 50 oder 100€ oder wasauchimmer im Preisblatt steht den Zähler zu tauschen, halte ich eben mit Kanonen auf Spatzen geschossen zumal ich immer noch keinen zwingenden Grund sehe und es dem Betreiber offensichtlich ja auch egal ist, ob er ein paar Euro im Jahr mehr bekommt. Manchmal ist halt aussitzen für alle Beteiligten die bessere Lösung.

  • Es wird ohne RLS keinesfalls zu viel gemessen, insofern ist die Messung hinreichend genau. Kraftwerkbedarf kommt gut hin - und Netzentnahme wird auch richtig erfasst. Nur sind vlt 2 kWh weniger im Jahr auf dem EZ. Na und? Ganz praktisch: wer sich um sowas kümmert lebt wohl ewig.