Rentner möchte zur Optimierung der KV-Beiträge an volljährigen Sohn übertragen -> Was müssen beide beachten?

  • Hallo Forum!


    Folgender fiktiver Vorgang:


    Der Vater (Rentner, 61) mit einer PV-Anlage von 10KW befindet sich in freiwilligem Krankenversicherungsverhältnis, muss also für die Einspeisung seiner bereits abbezahlten und abgeschriebenen PV-Anlage zusätzlich KV-Beiträge abführen.


    Die Anlage deckt keinen Eigenbedarf ab, sondern speist ausschliesslich ins Netz des EVU ein.


    Er beabsichtigt nun, den Einspeisevertrag seiner Anlage auf seinen volljährigen Sohn (25J, Erwerbstätig, pflichtversichert) zu überschreiben.


    Folgende Fragen:


    Was müssen nun beide beachten?


    - Reicht es, wenn der Einspeisevertrag des EVUs auf den Sohn umgeschrieben wird?

    - Was muss der Sohn berücksichtigen (Finanzamt, Krankenversicherung, Steuervoranmeldung, Einkommenssteuer, Umsatzsteuer etc?)

    - Muss die Anlage verschenkt/veräussert werden und ist dafür ein Notar erforderlich oder reicht die Abänderung des Vertragsverhältnisses mit dem EVU?)

    - Muss der Sohn eine monatliche Vorsteuererklärung abgeben oder wird das ganze mit der jährlichen Lohnsteuererklärung abgehandelt...

    - Muss der Sohn für den Fall, dass es möglich ist nur als Vertragspartner beim EVU aufzutreten (ohne dass er die Anlage besitzt), besonderes bezüglich des Finanzamts beachten (ausser natürlich, dass Umsatz- und Einkommenssteuer entrichtet werden müssen)?


    Viele Fragen...


    Trotzdem Danke ich euch für euere Geduld und eventuell helfende Beiträge :)


    Grüße, der Anjuna....

  • Eine Schenkung an den Sohn reicht. Ohne Notar aber schriftlich. Aber: Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen!


    Ummelden beim Netzbetreiber und anmelden beim Finanzamt. Geht alles weiter wie bisher (Abschreibungen, Vorsteuer etc.), der Sohn tritt in die Fußstapfen des Vaters mit PVmäßig allen Rechten und Pflichten.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • speist ausschliesslich ins Netz des EVU ein.

    nein. Des VNB. Ging die Anlage vor 2009 in Betrieb?

    Einspeisevertrag des EVUs auf den Sohn umgeschrieben wird?

    Gibt es nicht. Wenn dann mit dem VNB. Den würde ich kündigen. Es braucht keinen "Einspeisevertrag"!


    Sohn könnte auch Betreiber werden und die Anlage vom Eigentümer pachten. Je nach Gestaltung bleiben die Gewinne beim Betreiber oder Verpächter.


    Sohn könnte das FA bitten auf mtl. UStVA zu verzichten und bei Zustimmung nur Jahreserklärungen abgeben.

  • Was 18 Prozent des PV-Gewinns sein dürften.

  • Und möglicherweise wird dabei allerdings zusätzlich eine EEG-Umlage auf den bisherigen Eigenverbrauch fällig, wenn das kein Eigenverbrauch mehr wäre, weil Betreiber ungleich Verbraucher.

  • Hallo beisammen!


    Sorry der langen Wartezeit, war leider beruflich unterwegs...


    Und danke für die zahlreichen Antworten.


    Zur Beantwortung einiger Fragen:


    Die fiktive Anlage ging ca 2003 in Betrieb.


    Würde folgende Konstellation funktionieren?


    - Der Vater lässt als einzige Maßnahme die PV-Erträge auf das Konto des Sohnes auszahlen, welcher dann die Versteuerung übernimmt und aufgrund seiner Vollbeschäftigung keine weitere Krankenversicherungsbeiträge abführen muss.


    - Die Anlage verbleibt im Eigentum des Vaters, welcher gleichzeitig der Betreiber bleibt.


    - Der Sohn meldet an das Finanzamt, dass er lediglich die Erträge aus der PV erhält, aber ansonsten weder Eigentümer, noch Betreiber der Anlage ist...?


    - Es findet weder ein Verkauf noch eine Schenkung der Anlage an den Sohn statt?



    -> Welche Angaben / Änderungen muss der Sohn dann dem Finanzamt mittteilen, bzw ist diese Konstellation so überhaupt machbar? Muss der Sohn dazu ein Gewerbe anmelden?


    Vielen Dank euch für euere Antworten!


    Grüße, der Anjuna!

  • Deine Konstellation funktioniert so natürlich nicht, nur der Eigentümer ist Klient beim Finanzamt.:D

    Sonnige Grüße
    Kollektor