Optimierung meiner Heizung - thermischer Abgleich / Heizlast / DanBasic

  • so eine theoretische Heizlastberechnung ist also für den Auslegungsfall in der Nacht bei -15° ??

    Sie berücksichtigt nicht das Wetter, also die Sonneneinstrahlung tagsüber auf der Südseite, ebenso den Mehrbedarf bei Wind und Nässe.

    Eine dicke Schneedecke auf dem Dach dämmt zusätzlich

    Nicht zu vergessen die inneren Wärmequellen ( Anzahl der Personen, Stromverbrauch der Elektrogeräte)

    Die Wäremleitfähigkeit von Wänden ist auch abhängig von dem Feuchtegehalt der in den Wänden steckt. Ebenso wird viel Energie wieder hinausgeüftet ( mit oder ohne Lüftungsanlage)

    Die Heizlast habe ich in meinem Fall für Auslegungstemperatur von -10° berechnet. Die war bei uns so voreingestellt.


    Die zusätzlichen Erträge und Verluste werden nicht berechnet. Wobei DanBasic auch eine Pauschale für Lüftung einsetzt. Wie und ob die unseren Gewohnheiten entspricht kann ich nicht sagen.

    15,68 kWp | 49 x Luxor | SMA STP 15000 TL-30 | SHM 2.0 | seit 10/2019 | Süddach - 45 °

  • so eine theoretische Heizlastberechnung ist also für den Auslegungsfall in der Nacht bei -15° ??

    Die Normaussentemperatur ist vom Standort abhängig und liegt in D ungefähr zwischen -7°C und -17°C. Es ist die über 48h gemittelte zu erwartende Minimaltemperatur.


    Lüftungsverluste werden in der HLB nach EN 12831 berücksichtigt. Ob die Annahme stimmt hängt davon ab, wie dicht die Fenster tatsächlich sind und ob die Lüftungsanlage oder die Bewohner tatsächlich wie angenommen lüften. Interne und solare Gewinne werden nicht berücksichtigt. Wärmebrücken werden pauschal mit einem zusätzlichen U-Wert von 0,1W/(m²K) gerechnet. Für gewöhnlich ist die berechnete größer als die tatsächliche Heizlast.


    Bei der Heizlastberechnung nach Passivhaus Projektierungspaket werden interne und solare Gewinne berücksichtigt, Wärmebrücken werden berechnet. Berechnete und tatsächliche Heizlast stimmen hier meist gut überein.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Man kann ggf. gut die Flächenheizung in Reihe hinter die Heizkörper Schalten.

    Ich zitiere mich mal kurz aus dem HTD-Forum:

    Zitat

    Angenommen man hätte dann ERR, was wäre wenn alle Heizkörper dicht machen?

    Kann der Volumenstrom umgeleitet werden?

    Wenn bei tiefsten Temperaturen die RLT der Heizkörper ca. 40 Grad sein würde - was macht dann die Fußbodenheizung? Zusätzlicher Begrenzer?

    Ist ein hydraulischer Abgleich ohne ERR in beiden Heizkreisen überhaupt möglich?

    ComMetering SolarEdge SE25K-D2 -> 23,53kWp

    16x Axitec AXIworldpremium X AC-325MH/120S @30° Süd

    10x Axitec AXIworldpremium X AC-325MH/120S +5x AC-390MH/144S @30° Ost

    12x Axitec AXIworldpremium X AC-325MH/120S +3x AC-390MH/144S @12° Ost

    12x Axitec AXIworldpremium X AC-325MH/120S +4x AC-390MH/144S@30° West

    8x Axitec AXIworldpremium X AC-325MH/120S @12° West

  • Hallo zusammen, da wir hier aktuell tagsüber bis zu 13 ° Außentemperatur haben, gibt es (fast) keine neuen Erkenntnisse.


    Allerdings habe ich einmal den Verlauf der Rücklauftemperatur gemessen und dabei zwei Dinge festgestellt.


    a) Bei 38 Grad VLT (Anzeige Heizungssteuerung) misst das Thermometer am VL-Rohr (direkt am Kessel) nur 37 Grad. Davon kommen dann am Vorlauf der Heizkörper nur 34 Grad an. Das kann an Messdifferenzen (Thermometer "aufgelegt" auf den VL und unterschiedliche Thermometer) liegen oder aber an der nicht optimalen Rohrisolierung. Die Rohre die durch Keller und Garage führen (Garagentor nachträglich gedämmt aber schließt nicht mehr richtig) sind zum Teil noch mit alten Schaumstoffisolierungen versehen, die zum einen inzwischen sehr hart geworden und zum anderen auch geschrumpft sind und daher manche Lücken enstanden ist. Hier werde ich in den kommenden Wochen mit Rockwool Schalen neu isolieren. Denke das ist keine schlechte Maßnahme.


    b) Die Vorlauftemperatur bricht im Laufe des Tages regelmäßig ein. Da dies Nachts nicht passiert und morgens besonders stark ist, gehe ich davon aus, dass dies mit dem Heißwasser zusammenhängt. Auch erkennbar ist ein höherer Stromverbrauch der Heizung der damit einhergeht. Das ist natürlich nicht optimal, da dadurch ja Heizleistung reduziert wird. Wodurch wieder eine höhere VLT notwendig wird. Ich lese mich mal ein in die Heizungssteuerung ob man das irgendwie anders einstellen kann. Zudem bin ich mir relativ sicher, richtung Sommer schon eine Trinkwasserwärmepumpe zu kaufen. Dann müsste sich das Problem ja in jedem Fall erledigt haben. Hier noch die Verläufe Stromerbrauch und Temperatur VL


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