Photovoltaik in Ungarn

  • Hallo,


    ich habe einige Bekannte in Ungarn mit traurig leeren Dächern. Leider sind meine Ungarischkenntnisse stark eingeschränkt, deshalb fällt die Recherche leider vorerst flach. Kann hier zufällig jemand meine Kenntnislücken füllen? Die große Frage wäre ja, ob es Lösungen außer dem Inselnetz gibt, bzw. ob es dazu auch unerwartete Richtlinien gibt? Also kann man überhaupt offiziell ins Stromnetz einspeisen? Falls ja, wird das vergütet? Gibt es sonst irgendwelche relevanten Förderprogramme?


    Köszönöm! :)

  • Szia!


    Ja man kann eine Anlage bauen mit der man ins Netz einspeisen kann und bekommt so um die 2-3 Cent ca. Nur die Preise die man für eine Anlage bezahlt bei einem Solateur ist ca. 50% teurer wie hier in AT. Es gibt nur zwei Möglichkeiten zur Zeit Inselanlage oder Einspeise. Balkonanlage geht nicht. Ich habe eine Insel am laufen aber auch eine Balkonanlage zusätzlich. Wenn man den Überschuss ohne Anmeldung einspeist, wird das als Verbrauch verrechnet und man Bezahlt dafür. Ich verbrauch meinen ganze Überschuss mit meiner WP

    LG. Mario


    Standort: HU

    1100Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 4x 275 Trina Solar Module | Hoymiles MI-1200

    Testumgebung:

    550Wp | Victron MPTT 100/15 | 24V Batterie 260Ah

  • Was das Förderprogramm angeht, es gibt immer wieder eine nur sind dabei immer einige Auflagen zu erfüllen. Was ich so weiß darf das auch kein Wochenendhaus sein sondern muss als Hauptwohnsitz sein. Nur wenn ich da eine Anlage baue dann mache ich das ohne, denn wenn ich mir das nicht leisten kann dann lasse ich es. Da sollen die Ungarn selber die Förderung bekommen den die brauchen das mehr.

    LG. Mario


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  • Interessant! Gehe ich richtig in der Annahme, dass die 2-3 ct/kWh Vergütung sicherlich nicht garantiert sind auf längere Sicht?


    Auf das Problem mit den Preisen bin ich auch schon aufmerksam geworden. Nicht bei Photovoltaik im Speziellen, aber bei so ziemlich allem anderen. Nahrungsmittel, Elektronik, Fußboden, selbst Internet/Handyverträge sind bestensfalls nicht teurer als in Deutschland. Teilweise legt man aber auch das doppelte hin und das Angebot ist generell überschaubar. Nicht selten kommt man günstiger wenn man sich das Zeug aus Deutschland liefern lässt. Billig sind nur Dienstleistungen, welche dafür mitunter auch wirklich irrsinnig günstig sind. Leider ist das wiederum einer der Gründe für den enormen Brain-Drain hier... Aber ich schweife ab.


    Das hört sich für mich aber erstmal so an, als wäre Photovoltaik in Ungarn momentan noch nicht oder nur grenzwertig lukrativ bei aktuell ca. 10 ct/kWh Strompreis?

  • Die Förderung wirst du warscheinlich sowieso nicht bekommen als Deutscher. Außerdem musst du dann die Anlage von einem hier ansässigen Firma machen lassen, sonst bekommst du die Genehmigungen nicht. Wenn du eine PV baust nur das du einen Gewinn machen kannst dann lass es sein. Dann dürfte du auch keine PV in DE bauen da bekommt man ja auch nur mehr gut 9Cent und der Strom kostet fast das dreifache. Wo soll da noch der Gewinn sein.

    LG. Mario


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  • Also hier konkret geht es auch nicht um mich sondern um ungarische Bekanntschaft in Ungarn ;) Für die wäre die Förderung also sicherlich relevant. Da steckt der Geldbeutel auch nicht so locker, dass man sich auch noch leisten könnte ein Verlustgeschäft aufs Dach zu montieren - was ja auch nachvollziehbar ist. Daher hatte ich gehofft hier zu erfahren wie sich so eine Anlage in Ungarn rechnet.


    Als Ungar zahlt man also aktuell ungefähr 10 ct/kWh aus dem Stromnetz mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit, dass sich das auch vorerst nicht ändert weil quersubventioniert. Die Installations und Betriebskosten einer PV-Anlage müssten also zumindest darunter liegen um nicht schon beim Eigenverbrauch draufzuzahlen. Noch besser wäre natürlich eine Annäherung an die 2-3 ct/kWh Vergütung. Das erscheint mir im Moment aber noch unrealistisch, oder von welcher Größenordnung der Förderung sprechen wir da?


    Nach meiner Überschlagsrechnung dürfte Betrieb und Installation pro kWp nicht über 2000€ liegen um auf 20 Jahre Betriebszeit unter 10 ct/kWh zu bleiben, oder unter 650€ um in die Gewinnzone zu rutschen.

  • Wenn es Ungarn sind dann können sie sich ja auf der Seite mal Infoarmiren was so eine Anlage kostet und dort einfach mal anrufen und einen Termin ausmachen mit dem Solateur. Der kommt dann und vermisst alles und nach ca einer Woche bekommt man ein Angebot. Kommt jetzt auch noch darauf an wo sie ihr Haus haben in welchen Megye (Komitat). Presie sind bei allen Solateure ziemlich gleich.


    https://tamasinaperomu.hu/haztartasi-kiseromu/

    LG. Mario


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