Jahre sind vergangen, E-Autos nach wie vor kein Kauf

  • Dieser Artikel:


    https://www.heise.de/autos/art…-Elektroauto-4642226.html


    beschreibt, was mich als PV-Betreiber und seit Jahren gerne E-Auto fahren wollenden bis heute nach unzähligen Versuchen intuitiv immer wieder von Neuem davon abhält, tatsächlich mal auf so ein E-Auto umzusteigen.


    Selbst 2020, mit einer unglaublichen Förderung von 6000 EUR (die steckt sich sowieso die Autoindustrie 1:1 selber ein, weil die Preise halt auch gleich 6000 EUR höher angesetzt werden) ist absolut nichts besser geworden. E-Autos sind was für Leute mit zuviel Geld, zu viel Idealismus oder Spieltrieb.


    Ich brauche nur ein Auto zum Fahren von A nach B nur mit den notwendigsten Sicherheitseinrichtungen, das 20 Jahre ohne übertriebene Pflege hält. So wie früher. Für 18.000 DM oder 9000 EUR. Ich brauche keine Penisverlängerung und auch kein rollendes Wohnzimmer mit Internet-Labor und dem ganzen Smart-Müll.


    Ich will nicht immer noch mehr unnützes Auto für überproportional viel mehr gutes Geld, wenn es doch schon vor 40 Jahren ausreichend viel Auto für viel weniger Geld gab!

    Doch das geht schon mit Verbrennern nicht mehr und mit E ist es utopisch, obwohl E doch sooooo viel weniger teuere Teile hat und die Technik viel älter ist...


    Traurig. Auch und gerade was die Ressourcenverschwendung angeht. Denn die steigt pro Auto immer mehr, statt weniger zu werden.

    Gruß,
    amoss


    Ich bin ein Pessimist. Also ein Optimist mit großer Erfahrung. Denn ich weiß: Manchmal sind nur bei mir Wolken. Doch meistens scheint die Sonne bei den anderen.


    11 kwp * DN 28° * Ausrichtung 201° * Verschattungsverlust ca. 8% * Freising

  • Ich bin in einer ähnlichen Situation. Hätte vor Jahren gern schon ein Elektroauto gekauft, gerne einen eUP. Preis war damals aber noch utopisch, es ist dann die Version von Skoda mit CNG geworden. Preis die Hälfte und "Gaskosten" 3€/100km. Da habe ich mir dann sogar zum ersten mal einen Neuwagen geholt.


    So aber jetzt zum Punkt: Schau dir mal an was der aktuelle eUP inkl. Förderung kostet und welche Reichweite der hat. Das ist auch ein ausgereiftes Teil ohne Schnickschnack. Da hat sich schon sehr viel getan und mit der Zeit wird sich auch in anderen Segmenten (bspw. Familienkombi) was tun. Problem ist für mich eher der mangelnde Gebrauchtmarkt, hätte ja gern nen eGolf der ersten Generation (brauche etwas mehr Platz), z.Z. sind mir die Preise da aber etwas hoch. Hoffe da tut sich im Laufe des Jahres noch etwas.


    Gruß

  • Ich bin in einer ähnlichen Situation. Hätte vor Jahren gern schon ein Elektroauto gekauft

    Wir waren auch in einer ähnlichen Situation. Auch uns waren die Preise zu hoch und die Entwickung im E-Segment war uns zu unsicher, sprich wo geht die Entwicklung hin.

    Wir haben dann einen Smart geleast.

    Die absolut richtige Entscheidung und viel Erfahrungen gemacht.

    Jetzt ging der Smart zurück. Die Frage Verbrenner oder E-Auto stellt sich nach den zwei Jahren E-Auto fahren nicht mehr. Jetzt ist es eine Zoe und wir sind mit ihr mehr als nur sehr gut zufrieden.

    Wenn ich in unseren nun auch fast 20 Jahre alten Benz steige, habe ich das Gefühl, zurück in der Steinzeit zu sein.


    z.Z. sind mir die Preise da aber etwas hoch. Hoffe da tut sich im Laufe des Jahres noch etwas.

    Das sich da etwas ändert sehe ich nicht, aber auch ich würde mich freuen. Ein gebrauchter Tesla wäre derzeit die erste Wahl. Dann wäre der "steinzeitalter" Benz Geschichte.

    PV Anlagen: 28,585 KWp


    Smart ed 1/18 bis 12/19

    Zoe ab 12/19


    GJK: 44; D: 3

  • Beim Zoe zum Beispiel über ADAC knapp unter 200 EUR Leasingrate kann man nicht viel falsch machen, zumindest als Zweit- oder Kleinwagen.


    Der ID. 3 dürfte im Leasing auch interessant werden sowie die kommenden kleineren Audi Q4 Etron etc.

  • amoss, ich kann Dir ganz gut folgen was die Ansprüche an ein Fahrzeug betrifft - aber bei den Kosten nicht.

    Einerseits stimmt es wohl nicht dass es "früher" Autos für wenig Geld gab, Du musst immer betrachten wie

    lange man für ein Auto arbeiten musste anstatt einfach nur eine Summe xxxDM/€.

    Andererseits war und ist PKW-Individualverkehr viel zu billig, es wird immer nur ein Teil der Kosten vom Verursacher

    getragen, den (weit größeren!) "Rest" trägt die Allgemeinheit und unsere Nachkommen.

    Sogesehen müssten Verbrenner heute nahezu unbezahlbar, BEV sehr teuer, Pedelecs teuer, Fahrräder billig und der

    ÖPNV umsonst sein.

    lg,

    e-zepp

  • Und das wäre dann ja auch das Fazit des oben verlinkten Artikels:

    "Mein aktueller Plan ist also ebenso antikapitalistisch wie umweltfreundlich: gar kein Auto kaufen. Ein Auto im Haushalt reicht."

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • "Mein aktueller Plan ist also ebenso antikapitalistisch wie umweltfreundlich: gar kein Auto kaufen. Ein Auto im Haushalt reicht."

    Servus, wir haben es andersrum gemacht, aus den gleichen Gründen:)

    Obwohl uns ein Auto (alter VWT4) locker reichen würde ist noch ein Lupo 3l dazugekommen- einfach weil der > 80% der Fahrten mit >50% Sprit (weniger CO2 -Ausstoß als der EGolf im d. Strommix!) bewältigt.

    lg,

    e-zepp

  • Womit man mal wieder sieht wie viel Optimierungsbedarf/möglichkeit beim Verbrenner existiert... Bei eAuto ist das nicht mehr so einfach. ;)


    Ich für meinen Teil leiste mir dann lieber die Stadtwohnung und dafür gar kein Auto. Spart auch viel Zeit und Nerven...

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Heute kann man einen Skoda Citigo IV für 144 Euro pro Monat inklusive Wartungspaket, Reifenwechselpaket und Garantieverlängerung (also full Service) leasen. Insofern kann ich nicht verstehen, warum Elektroautos heute angeblich immer noch zu teuer sein sollen.