Anlage 600W Anmelden und 1000W montieren

  • Hallo,

    Ich bin neu hier, habe schon viele Beiträge gelesen, aber so richtig schlau bin ich noch nicht geworden.

    Meine Überlegung: eine 990WP Anlage aufs Dach montieren für den Eigenverbrauch/Grundlast. Volle Südausrichtung und keine Verschattung.

    Mehr kann ich leider nicht montieren da ich zwei Gauben auf der Südseite habe.

    Sollte ich so eine Anlage anmelden? Bei der N-Ergie-Netz gibt es das vereinfachte Meldeverfahren bis 600W. Was dann aber passiert(Zählertausch usw.) Weiß ich nicht.

    Bin mir hier unsicher oder nur 600W montieren?

  • Neuer Zähler kommt eh eines Tages... Anmelden und evtl. Überschuss nach EEG vergütet als Bonus on top... save the planet!

    Die Natur kommt eines Tages auch wieder zurück. Es wäre schön wenn wir Menschen dann noch dabei wären.

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    Nicht das was du nicht weißt bringt dich in Schwierigkeiten sondern das was du sicher zu wissen glaubst obwohl es gar nicht wahr ist. Mark Twain

  • Genau die gleiche Frage treibt mich auch um. Ich denke ein wichtiger Punkt ist: Sieht man die Anlage?

    (Wo kein Kläger, da kein Richter).


    Das nächste Problem: 600W sind meiner Meinung nach für den hohlen Zahn. Man bräuchte auch aus dem Blickwinkel "Grundlast" mehr. Und dann ist man mitten im Bürokratiewahnsinn...


    hutschiwutschi : Mein neuer Zähler kommt in wenigen Tagen. Ich bin immer noch nicht sicher was da kommt: Einrichtungszaehler mit Rücklaufsperre? Zweirichtungszaehler? Man wird sehen...

    Einfach wegen der Umstellung auf "digital". Hat mit PV nichts zu tun.


    Was eine Option sein könnte, aber dann wird es auch wieder teuerer. Mehr Platten und einen Wechselrichter, der auf 600W begrenzt ist, damit man auch außerhalb vom Hochsommer die Grundlast "richtig" senkt.


    Oder man steigt gleich richtig ein und nimmt etwas wie Effekta AX mit Batterie. Aber auch hier sagen viele (incl. der Shops), muss man nicht anmelden, speist ja nichts ein, aber wieder andere meinen, dass das die Netzbetreiber anders sehen. Was ich sofort glaube, denn so macht ma ja ihr Geschäft kaputt...


    Schwierig ...

  • bin immer noch nicht sicher was da kommt: Einrichtungszaehler mit Rücklaufsperre? Zweirichtungszaehler?

    Kommt auf den Wissensstand des VNB an... Ohne (bekannte) Erzeugungseinheit darf es auch ein 1RZ mit RLS sein...

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  • Aber auch hier sagen viele (incl. der Shops), muss man nicht anmelden, speist ja nichts ein, aber wieder andere meinen, dass das die Netzbetreiber anders sehen. Was ich sofort glaube, denn so macht ma ja ihr Geschäft kaputt...

    Dem VNB machst du kein Geschäft kaputt, du beziehst dann nur von deinem EVU weniger Strom.


    Du begehst eine Ordnungswidrigkeit wenn du eine netzparallele Anlage nicht im MaStR meldest. Durch die Meldung wird auch dein VNB informiert das eine PV Anlage betrieben wird.


    Informierst du deinen MSB nicht begehst du ggf. Abrechnungsbetrug gegen dein EVU wenn dein Zähler keine Rücklaufsperre hat.


    Der VNB sorgt in D unter anderen dafür das wir eine gesicherte Stromversorgung haben. Daher ist er natürlich daran interessiert was in seinem Netz passiert. Eine 600W-Anlage wird der VNB vermutlich problemlos Abnicken und prüfen ob es noch einen Zähler ohne Rücklaufsperre gibt. Bei 30kWp wird der VNB genauer hinsehen.


    Anmeldung läuft in D in vielen Fällen ganz entspannt. Da braucht man nicht bereits im Vorfeld Feindbilder aufbauen.


    Wenn ein VNB sich mal querlegt gibt es hier etliche Tipps.


    Ich verstehe nicht das die VNB´s generell als böse abgestempelt werden, Verkäufer die nur an ihrem Absatz interessiert sind und daher nicht auf die geltenden Richtlinien in D hinweisen und daher den schwarzen Peter beim Käufer abladen dies dürfen ohne als geldgierig abgestempelt zu werden und weiter als "die Guten" gelten. :juggle:

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

  • Wenn 600Wp nicht für die Grundlast ausreichen, läuft aus meiner Sicht manch anderes schief. Sonst hätte man ja dafür allein etwa 4000kWh/Jahr....

    Naja, die 600 W hat man ja nur unter optimalen Bedingungen. Wenn man auch an schlechten Tagen die Grundlast deutlich senken will, braucht man meiner Meinung nach sehr viel mehr. Ein Beispiel: Ich habe 1000Wp und hatte am 19.1. in der Spitze 230W PV und auf 24h umgelegt einen PV Durchschnitt von 15W. Meine Grundlast ist im Sommer (Heizung aus, Warmwasser über Solarthermie) 200W-300W und im Winter 400W-500W. Gut gedämmtes Haus, aber viel Technik, z. B. 24/7 Server. Mehrere Access-Points, Homematic, 2 USVs, x Switche, usw., usw.

  • Naja, die 600 W hat man ja nur unter optimalen Bedingungen. Wenn man auch an schlechten Tagen die Grundlast deutlich senken will, braucht man meiner Meinung nach sehr viel mehr. Ein Beispiel: Ich habe 1000Wp und hatte am 19.1. in der Spitze 230W PV und auf 24h umgelegt einen PV Durchschnitt von 15W. Meine Grundlast ist im Sommer (Heizung aus, Warmwasser über Solarthermie) 200W-300W und im Winter 400W-500W. Gut gedämmtes Haus, aber viel Technik, z. B. 24/7 Server. Mehrere Access-Points, Homematic, 2 USVs, x Switche, usw., usw.

    Genau hier sind aus meiner Sicht die Denkfehler drin....

    Auf 24h umlegen brauchst Du es nicht, weil die Sonne nur Tagsüber läuft und nur hier die Grundlast angedeckt werden kann (sofern man nicht unsinniger Weise einen Speicher einsetzt). Das heißt den Verbrauch nachts kann man ignorieren.

    Dann darf man natürlich nciht die schlechtesten Tage heranziehen. Wenn Schnee liegt, kann auch mal Tagelang nichts erzeugt werden. Wenn Du nun im Sommer eine Grundlast von 300W, bzw. 500W im Winter hast, sollte die Anlage sich an diesen Werten orientieren. Was nutzt es, wenn Du 2kWp brauchst um im Winter die Grundlast über einen längeren Zeitpunkt andecken zu können, wenn im Sommer dann mehr als 1kW "verpufft", weil kein Bedarf da ist?

    Aus meiner Sicht reichen die 600Wp vollkommen aus um die Grundlast ökonimsch abdecken zu können.


    Stefan

  • Werde jetzt, da ich ein ehrlicher Bürger bin 560W/P installieren. Somit sollte ich mit dem Netzbetreiber keine Probleme haben.

    Obwohl ich das ganze immer noch nicht seitens der Netzbetreiber nicht verstehe, Würde man größere Anlagen ohne EEG zulassen und einen Zähler mit Rücklaufsperre haben, kann man doch als den geschenkten Strom beim Nachbarn wieder veräußern für 25cent/ kWh.

    Wäre sogar noch billiger wie 3cent/kWh für Atomstrom aus Frankreich...

    Die Welt ist verrückt, aber um so mehr ich mich mit der Energiewende in Deutschland beschäftige, umso mehr denke ich mir, wir sind das dümmste Volk der Welt.