Sinnvolle Planung auf Flachdach

  • Hallo zusammen!


    Ich bin gerade (wieder mal) am Überlegen, ob eine Photovoltaikanlage auf unserem Flachdach nicht sinnvoll wäre.

    Vielleicht könnt ihr mir etwas Input liefern, da ich mich mit der Planung noch in den Anfängen befinde.


    Rahmenbedingungen:


    - Das Haus und die angrenzende Garage haben ein Flachdach mit Gefälledämmung, Folie und Kiesschüttung. Baujahr ist 2015, insofern noch recht neu.

    - Ausgerichtet ist das Haus nach Süden, was beim Flachdach ja eher unwichtig ist. Die Entwässerung und damit das Gefälle geht nach Norden.

    - Verschattung tritt nur partiell durch sehr hohe Bäume in den Monaten ein, in denen die Sonne tiefer steht. Also primär von November bis März.

    - Das Garagendach wird bis Mittag vom Haus verschattet und liegt selbt im Winter ab 13:00 etwa in der Sonne.

    - Auf dem Hausdach befinden sich etwas hinderlich Aufbauten: Eine Solarthermieanlage mit 4 Panelen, die sehr stark aufgeständert ist und damit nach hinten einen enormen Schlagschatten wirft, v.a. wenn die Sonne tiefer steht. Dazu noch eine Lichtkuppel und Auslässe.

    - Das Garagendach hat keinerlei Aufbauten.

    - Die Fläche des Hausdachs beträgt in etwa 90m², abzüglich Lichtkuppel (ca. 2m²) und Solarthermie-Panele mit vielleicht 6m² - Also ca 80m² sind noch frei.

    - Das Garagendach hat eine Fläche von ca. 59m²

    - Das Haus hat eine Gesamthöhe von 6,4m bis zur Attika.

    - Die Garage hat auf der Südseite eine Höhe von ca. 3,12m bis zur Attika.



    Ziel der Anlage:

    - primär Eigenverbrauch

    - Wir haben einen Energieverbrauch von ca. 3.500kWh/Jahr

    - Mittelfristig wird die Anschaffung eines Elektroautos in Betracht gezogen, das natürlich entsprechend über die PV-Anlage geladen werden soll.

    - Momentan ist den ganzen Tag jemand anwesend, zudem arbeite ich viel im Homeoffice.


    Was ich im Moment problematisch ansehe ist die suboptimale Positionierung der Solarthermie-Anlage und der Aufbauten.

    Ebenso scheint es schwierig zu sein, auf einem Kies-Foliendach vernünftige Halterungen zu montieren?


    Wäre Dankbar für etwas Input, wie man hier planerisch am besten Anfangen könnte :-)


    Ach ja: Das Haus steht in 94034 Passau.


    Luftansicht/Aufsicht des Hauses im Anhang - Foto ist vom 11.01.2020 um 10:30 Uhr.


    Grüße

    Andreas



  • ST würde ich an den Nordrand versetzen. Schau dir bei der Gelegenheit mal an, wie die ST befestigt/ ballastiert ist. Dann weißt du, wie andere das machen. Was aber nicht heißt, dass das eine gute Lösung ist! ;-)

    Wie schaut es mit Traglastreserven der Dächer aus?

    Wenn da noch viel Luft ist, würde ich wahrscheinlich großzügig Betonplatten AUF dem Kies verteilen, und dort die O/W-Aufständerung der PV-Module aufsetzen und ganz normal ballastieren. Das hat den Vorteil, dass durch die Platten und den Kies die Last schonend und großflächig auf deine Dachhaut verteilt wird.


    Um was für Auslässe handelt es sich da?


    Ist das Bild nach Norden ausgerichtet? Dann würde die Garage ja zumindest nach Mittag bis Sonnenuntergang noch Leistung bringen.

  • Solarthermie unbedingt an die Nordkante des Daches verpflanzen. Bei der Garage den schattigen Bereich (rechte Hälfte/Drittel) für PV auslassen, O/W- oder N/S-Doppelreihen aufständern, was besser passt, an der Attika mit der hohen Seite beginnen. Bei der hohen Attika würde ich hochkant bauen statt Querformat.


    Genaue Maße bestimmen (m2 sind nicht sehr hilfreich) und Module einzeichnen wäre der nächste Schritt.


    Wenn du genaue Daten für die Verschattung der Garage möchtest, dann das Szenario mal in PVSOL premium modellieren und Schattenanalyse machen.

  • ST würde ich an den Nordrand versetzen. Schau dir bei der Gelegenheit mal an, wie die ST befestigt/ ballastiert ist. Dann weißt du, wie andere das machen. Was aber nicht heißt, dass das eine gute Lösung ist! ;-)

    Die Frage ist, ob die Zu-/Ableitungen ausreichen, um die ST nach Norden zu versetzen...

    Die Anlage hat eine Wann, die mit dem Kies bedeckt/gefüllt wurde. So wurde es mir jedenfalls damals vom Heizungsbauer erklärt. Leider war ich bei der Installation nicht auf der Baustelle.


    Zitat

    Wie schaut es mit Traglastreserven der Dächer aus?


    Sollten noch welche vorhanden sein, muss ich in der Statik mal nachsehen.


    Zitat

    Um was für Auslässe handelt es sich da?

    Das eine ist die Aus-/Einführung für die ST-Anlage, das andere ist die Belüftung für das Abwasser.


    Zitat

    Ist das Bild nach Norden ausgerichtet? Dann würde die Garage ja zumindest nach Mittag bis Sonnenuntergang noch Leistung bringen.

    Das Bild ist nach Norden, richtig. Die ST-Anlage ist ziemlich genau auf Süden ausgerichtet.


    Im Sommer scheint die Sonne etwa ab 11 Uhr auf das Garagendach.

    Genaue Maße bestimmen (m2 sind nicht sehr hilfreich) und Module einzeichnen wäre der nächste Schritt.

    Genaue Maße kenne ich anhand der Pläne:

    Garage hat 7,55m x 8,5m - abzüglich etwa 0,5m für die Attika.

    Haus hat 10m x 10m - abzüglich etwa 0,5m für Attika.


    Versucht man grundsätzlich soviel Fläche wie möglich zu belegen?

  • du kaufst ein paar Meter isoliertes Wellrohrunf verlängerst die bestehenden Rohre und füllst das wieder mit Flüssigkeit auf. Die ST kannst du aber auch selbst nach Norden schubsen. Den Anschluss der Rohre würde ich machen lassen außer du weißt wie man Verschraubungen an Wellrohre macht.


    Und mach die Fläche voll unter Beachtung der magischen Grenzen. Also entweder deutlich über 7 bzw. 10 kW oder knapp drunter bleiben.

  • Laut Luftbild ist der ST-Einlass nördlich der Kuppel. Ergo sind die Schläuche lang genug. Der Belüftungsstutzen kann prinzipiell überbaut werden. Ich würde Mal puzzeln, ob die stutzen jeweils zwischen zwei Täler der Ost/West-Aufstanderung oder unter die Spitze passen.


    Interessant wäre noch Höhe der Attika und der Lichtkuppel. Ist die Kuppel gleichzeitig Dachausstieg? Dann ggf. Schmale Wartungsgänge vorsehen.


    Bei der Auflagefläche der Aufständerung ist die Schneelast maßgebend, die auf die Dachhaut drückt. Da habe ich hier im Forum schon wertvolle Hinweise erhalten.

  • Stimmt, die Schläuche sind lang genug. Allerdings müsste die ST-Anlage nach Nord-West verlagert werden, ansonsten steht sie der SAT-Anlage im Weg bzw. killt mir den Empfang. Ich befürchte aber, dass der Platz in Nord-West mit einer "schrägen" Südausrichtugen (so wie jetzt) zu knapp wird.


    Die Attika ist nicht recht hoch ab Oberkante Kies: Vielleicht 40cm. Durch die extrem niedrig stehende Sonne ist der Schattenwurf nur so lange. Gleiches gilt für die Lichtkuppel, die fest ist und nicht als Ausstieg dient (noch nicht).

  • ST würde ich an den Nordrand versetzen.

    ich würde sie woandershin setzen!

    Man kann sie auch auf Ebay-Kleinanzeigen setzen!


    Und schon wieder eine Badewanne?


    Naja hier hilft nur ST abbauen und pv auf OST West mit dem Kies gleich ballastieren!

    Gar nicht mehr Ballast aufs Dach bringen

    Die Garage nur die westhälfte belegen!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!

  • ST würde sich als Sonnendach an der Fassade ber der Terrasse gut machen - oder soll das PV hin? :D

    genordetest Lutbid (google) wäre nice.

    Vermutlich macht die Garage zumindest teilweise Sinn.


    Kannst du mal Maße angeben (auch von der Attika)...


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!