Vorbereitung für ein Wärmepumpen Versuch

  • Hallo,


    ich überlege seit Längeren ein Umstieg/Erweiterung auf LWWP zu starten

    Unter Umständen bivalente Heizung

    Doppelhaushälfte Baujahr 1933 Kalksandstein 33cm Verkleidet mit Sparklinken 5cm

    Das Dach ist mit 120mm Zwischensparen Dämmung und 120mm

    aufsparen Dämmung inkl. neuer Eindeckung

    Fenster in den letzten 10 Jahren alle erneuert

    Keine Außendämmung


    Zurzeit bollert noch eine 30Jahre alte Viessmann Heizung mit 17kW Inkl. 200Liter 3Jahre alten Warmwasserspeicher der im Sommer durch PV Strom aufgeheizt wird

    Eine Fußbodenheizung läuft parallel in einem eigenständigen Umlaufsystem

    Soll heißen, wenn die Vorlauftemperatur der FBH einen voreingestellte Grad zahl unterschreitet, schiebt die Viessmann warmes Heizungswasser in den FBH Kreislauf nach und bei Erreichen der soll Temperatur schließt sich wieder der FBH Kreislauf

    Aktuell fahre ich in den FBH Kreislauf mit VL 28,5 Grad und RL 25,5 – Grad Raumtemperatur

    Der KH Kreislauf geht zurzeit schon mal auf VL 55 Grad

    Wir habe Aktuell 3,5 Grad Außentemperatur

    Hier noch mal ein paar Daten bezüglich der Raumaufteilung


    Erdgeschoß

    Stube 22m³ FBH

    Schlafzimmer 12m³ FBH

    Büro 9,5m³ FBH

    Flur 3.5m³ FBH

    Flur2 3,5m³ FBH

    Küche 12,5 m³ KH

    Bad 7,5 m³ KH und Hühnerleitung

    Wintergarten Parallel zur Küche 13,5m³ FBH, wird Aktuell nicht geheizt


    Obergeschoß

    Wohn und Schlafraum 26m³, KH

    Miniküche 3,5 m³ keine Heizung

    Bad 5,5 m³ Hühnerleiter

    Flur 4,2m³ KH

    Treppenaufgang 2,5m³


    Keller

    Teilunterkellert 40m³, sollte sich eigentlich von der Größe des OG gleich sein


    Ich wollte jetzt erstmal so vorgehen

    Ich werde einen Wärmemengenzähler in den Hauptkreislauf der Heizung setzen

    Ein weiter kommt in der Zulaufleitung zur FBH

    Dann kann ich erst mal ungefähr sehen was für lasten auf dem System sind

    Als erstes Ziel ist angestrebt die Fußbodenheizung mit der LWWP zu bedienen

    Als zweiten Schritt würde ich gerne das Wohn/Schlafzimmer in OG zu integrieren


    Ich bin mir etwas unsicher bezüglich der Heißkörper Auswahl

    Gehe ich jetzt von 2kW Heißleistung für die 26m³ Fläche aus

    Laut Rohrberechner wird mir die Zuleitungsgröße von 22 mm vorgegeben

    Zurzeit ist sie noch 15mm, diese kann ich aber ohne weitere Probleme vergrößern

    Aktuell sind Heißkörper der Größe 1000x500 Typ22 vorhanden

    Mir schweben Heißkörper der Größe 1400x500 Typ33 vor

    Ich befürchte aber, dass der Temperaturhub bei solch großen Heizkörpern zu groß wird

    Anderen Seitz brauche ich Theoretisch solch große Heizkörper um mit geringer Vorlauftemperatur die Heizleistung zu erfüllen

      

    Und da ist der Hund jetzt begraben


    Zudem kommt, dass das Obergeschoß von meiner Mutter bewohnt wird

    Da muss es am Tage warm sein (22Grad) aber nachts zum Schlafen etwas kälter werden

    Diesbezüglich könnte ich mir aber eine Bei pass Steuerung zu den KH vorstellen


    So das ist jetzt erst mal die Vorgeschichte wie ich gerne vorgehen würde


    Ich bin für alle Hinweise offen

    Gruß Mike

    PS: ich warte zurzeit auf die Lieferung der Wärmemengenzähler damit es losgehen kann

  • Gas oder Öl?
    Wie hoch ist denn der Wärmebedarf in KWh pro Jahr?

    WW machst Du direkt aus Strom mit Heizstab....:?: :roll:


    55 Grad VL bei 3 Grad AT ist schon sehr viel.

    Versuche das runter zu bekommen und den Volumenstrom zu erhöhen ... ggfs. auch Heizkörper gegen größere austauschen. Ich würde erst die VL mal 10 Grad runter schrauben und dann gucken wo es zu kalt wird ... bei dem Versuch sollte 24/7 durchgeheizt werden ... anders geht das mit WP später auch nicht ... digitale Heizung mit VL 70 Grad und AN und AUS kostet Geld und Material.


    Wie ist der Wintergarten verglast? Hat der Türen zum Wohnbereich?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • seppelpeter


    Gasheizung 22.000kWh

    WW im Winter mit der Heizung, und im Sommer mit PV-Insel Überschuss Heizstab und Heizung

    Der Wintergarten ist Vollverglast 5Meter Südseite 3Meter Westseite

    Verbunden zur Wohnung mit einer normalen Glashaustür

    Dach ist Doppelstegplatte darüber PV-Module


    10 VL Runter (45Grad) geht noch so grade, dann dauert es morgens aber etwas länger bis ich die 22Grad in OG Wohnschlafbereich bekomme

    Weil meine Mutter dort Schlafen tut senke ich auf 20 Grad ab

    Ich werde den VL noch mal etwas erhöhen

    Die Heizkörper sollen vergrößert werden inkl. Zuleitung


    klaus24V

    Unter Beobachtung

    Panasonic 9 kW KIT-ADC09JE5 Aquarea LT NEUE J Generation KIT-ADC Wärmepumpe (R32)


    Gruß

  • Alle Heizkörper voll aufdrehen, du benötigst einen möglich großen Volumenstrom im System. Dann VL soweit runter bis die Temperatur bei 24/7 durchheizen passt. Das ganze natürlich möglichst bei kalten Tagen und nicht im Sommer ;-)


    Das ganze mit einem Wärmemengenzähler und du kannst abschätzen was für eine WP du benötigst...

    Meine Anlage:

    Am Netz seit 03.05.2019

    PV-Module: 20 x BenQ SunBravo PM060MW4 325Wp (6,5 kWp)
    SolarEdge Optimierer: P404-5R M4M RM

    Wechselrichter: SolarEdge SE5000H

    Speicher: LG Chem Resu 10H

    Ausrichtung: 14 Module Westen, 6 Module Osten (30° Dachneigung)

  • Erstmal überlegen wie du früh das Obergeschoss für deine Mutter alternativ warm bekommst, damit Du testen kannst.


    Hatte bei mir ähnliche VL-Temperaturen (Heizkurve 1,4) und bin auch grad am testen was bei der Heizung jetzt schon geht (bevor die größeren Heizkörper kommen und dann die LWWP).


    Nachtabsenkung hast sicher schon rausgenommen?


    Bis jetzt hatte ich max. 45 °C im VL bei -3 Grad drausen (45 Jahre alte Heizkörper sind bei mir noch direkt auf der Wand ohne Abstand dahinter eine ungedämmte 12cm Aussenwand ;( )


    Erstes Ergebnis der Absenkung neben weniger Verbrauch war bei mir, dass die Therme nicht mehr so oft taktet. Notiere mir regelmäßig Gaszählerstande, Aussentemp. und Brennerstunden.


    Dieses Jahr kommen die größeren Heizkörper rein, Dämmung in den Heiznieschen und noch kleinere Optimierungen der Aussenhülle (Haustür neu/Rollokasten dämmen). Dann eine Heizsaison Probebetrieb noch mit Gas.


    Im darauf folgenden Jahr wird das Dach ordentlich gedämmt (noch brauchen die Kinder ihre Zimmer nicht) - dann erst LWWP.


    Ein wasserführender Pelletoffen wird die Unterstützung und für die wirklich eisigkalten Tage.


    Auch mal schauen ob der Aussenfühler die richtige Temperatur misst, bei undedämmter Aussenwand tut er das bei mir nicht.

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Der Wintergarten klingt nach offenem Fenster und das 24/7.

    Doppelstegplatte isoliert Null.

    Was ist eine Hausglastüre? Als Außentüre geeignet....


    VL runter und 24/7 heizen.


    Digital heizen geht mit WP nicht bzw. kostet richtig Strom/Effizienz


    Gewöhne dir heizen ab und temperieren an. Das auch der Mama erklären....

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke erst mal für alle hinweise


    Ich habe jetzt erst mal folgendes gemacht

    Warmwasserbereitung habe ich erstmal aus der Heizung rausgenommen

    Somit kann sich der Gasbrenner nur auf den Heizkreis begnügen

    Mit der Heizkurveneinstellung arbeitet die Heizung recht schwammig auf der Vorlauftemperatur

    Naja das Ding ist 30 Jahre alt und ob der Außenfühler und Steuerung optimal arbeitet will ich mal so dahinstellen

    Ich habe erst mal die Kesseltemperatur begrenzt, das geht etwas Präziser


    VL ist somit auf ca. 45 Grad begrenzt

    Alle Thermostaten von jeden Heizkörper entfernt


    Laut Alha2 Pumpe gehen jetzt 1000Liter/Stunde durch den Heizkörpern

    Der Fußboden Kreislauf pumpt 500Liter/Stunde


    Ist nur Dumm das wir kein Winter haben, naja soll ja etwas kälter werden


    Um jetzt nicht die Kesseltemperatur mit der Vorlauftemperatur zu verwechseln

    Für meine Datenerfassung

    Wie weit weg sollte der VL und RL Fühler von der Heizung selbst entfernt sein

    Ich habe mal ein Raspi mit 3 Temperatursensoren genommen

    VL und RL beide ca. 1 Meter hinter der Heizung Montiert, und einen für die Außentemperatur der an das Außenfühlergehäuse von der Heizung gebackt ist


    Somit kann ich erst mal alle (10 Minuten Intervall) ein paar Daten sammeln


    Ich musste schon meine Mutter davon überzeugen dass diese Maßnahme der Wissenschaft dient, um eine neue Heizung zu kaufen

    Leider verbunden mit ein paar Temperaturschwankungen die Ihr sicherlich Missfallen


    Okay, zu den jetzigen Ergebnissen

    Das Bild zeigt

    Vorlauf

    Rücklauf

    Außentemperatur

    Zeitstempel


    Ich stelle gerade fest, das in einigen Räumen die Temperatur zu weit nach oben gehen


    Gruß Mike

    PS: Nicht erschrecken, der Temperatürfühler Rücklauf hat geringfügiege höhere werte ca. 0,3 Grad

  • Spitzenwerte ! WP ist vermutlich geeignet. Hydraulik schafft 1000L/h, Spreizung ist gering.


    Wenn Du Dir einen lauschigen Abend in Deinem Heizungskeller gönnen willst - mit gutem Buch - dann ermittle die benötigte Heizleistung über die sog. Motzi-Methode. (aus dem Haustechnikdialog geklaut)

    Ich gehe davon aus dass die alte Heizung nicht moduliert, sondern nur digital an-aus taktet.

    An einem kalten Tag stoppe mit der Smartphone-Stoppuhr die An-Zeit und die Aus-Zeit, ca. 3-4 Takte.

    Das Verhältnis von An zu Aus, multipliziert mit der Nenn-Heizleistung (17kW) ergibt die momentan benötigte Heizleistung.

    So erhältst Du recht einfach mit je 1h Aufwand an 2 unterschiedlich kalten Tagen zwei Heizleistungspunkte,

    Aufgemalt, mit Bleistift verbunden und bei der Norm-AT (z.B. -14°C) abgelesen ergibt die benötigte Nenn-Heizleistung


    So habe ich es bei meinem 3 Jahre "jüngeren" Haus gemacht, nun WP statt Öl. (Habe auch keine Außendämmung)


    Eine zweite Abschätzung ist die Faustformel "1% der (Jahres-)Energie wird am kältesten Tag benötigt" (nur Faustformel, ersetzt keine Heizlastberechnung):

    Deine 22.000kWh multipliziert mit Heizungs-Nutzungsgrad (0,9) und -Wirkungsgrad (0,95) ergibt ca. 19.000kWh tatsächliche benötigte Jahresheizenergie.

    1% davon sind 190kWh Heizbedarf am kältesten Tag; geteilt durch 24h = 8kW

    PV 10kWp + Offgrid 140Wp
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80 , Heizungswärmepumpe Panasonic Geisha F 5kWth,
    aWATTar (.de) variabler Strompreis ("Hourly") , Zoé 40 an go-e, davor Kia Soul EV