Nachfolgeregelung für EEG-Anlagen (Post EEG)

  • Mit Glück wird es bis dahin Direktvermarkter geben die damit Geld verdienen können.

    Ich habe eine 2 kW-Anlage aus 1999, damals noch eine normale Größe, die die gesamte Fläche einer Dachgaube einnimmt; welcher Direktvermarkter soll sich dafür interessieren? Eine Viertelstundenablesung der Einspeisung gibt es natürlich auch nicht.

  • Naja, bei einer 2kWp Anlage kann man doch auf Überschusseinspeisung umstellen und das meiste selbst nutzen.

    Plus selbst gebauten Forumsspeicher und Du bist so gut wie bei Null.

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 10,2 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

    Zähler von ComMetering

    aWATTar als Stromlieferant

  • es gibt keine Einspeise Pflicht. Jeder Anlagenbetreiber darf seinen Strom selbst verbrauchen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Und genau dieser Punkt ist sowas von absolut hirnrissig! Wie kann man derart bescheuert sein und in einem Gesetz welches erneuerbare Energie während 20 Jahren mit teuren Geld fördert, die geförderte Anlage nach 20 Jahren einfach fallenlassen?

    Als ob der Strom welcher da noch produziert wird, einfach keinen Gegenwert hätte. Während der Förderzeit brauchts keinen unmittelbar direkten Abnehmer und dann schwupps wird der verlangt, statt dass man die VNB zu einem angemessenen Tarifsatz (z.B. Nettowert der kWh) verpflichtet die EE abzunehmen und weiter vermarkten zu können. Stattdessen schickt man den Betreiber an eine Dumpingpreis-Ökostrombörse. Das können wir hier in der CH auch zusätzlich zur obligaten Abnahme des VNB, aber nur Grossanlagenbetreiber oder Doofe betreiben den Aufwand um zwischen 0.5 und 1.5 Rappen für die kWh zusätzlich zu verdienen. Unter 30kWp rentiert das nämlich nicht weil die Zertifikate und Nachweise teurer sind als der Gewinn.

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    Anlagenhersteller: SolarEdge

    Leistung: 10.2kWp

    Module: 30 x LG NeON2 340W Cello

    --Süd-Südostausrichtung -10°, 5° Netto-Aufständerung (Pultdach)--

    Wechselrichter: SE10K

    Batteriewechselrichter: SE3500H

    Batterie: LG Resu10H (10kWh)

    Anlage in Betrieb seit: 12.06.2019

  • Ich habe meine Anlagen von Anfang an auf genau die EEG Zeit gerechnet. Mit dem "nach Ende des EEG wird der Strom ja auch nicht plötzlich wertlos"-Argumenten um einen höheren Verkaufspreis der Anlage zu rechtfertigen, konnte ich mich nie wirklich anfreunden.


    Ich bin da auch emotionslos.

    Die Regierung hat damals gerufen, dass man erneuerbare Energie produzieren soll und dies, wie üblich mit finanziellen Anreizen ausgestattet. Kein Grund also, den PV-Betreibern einen Vorwurf zu machen, sie würden sooo leicht sooo viel Geld bekommen.


    Meine Anlagen sind auf Pachtdächern.

    Kommt keine Nachfolgeregelung, die für mich einen Weiterbetrieb wirtschaftlich erscheinen lassen, kommen die Anlagen entweder runter, oder gehen an den Dacheigentümer über, sofern er sie haben will.


    That's it.

  • Aus Betreibersicht bin ich mit Dir HugoHiasl absolut einverstanden. Und das ist wohl die logische Reaktion vieler EEG Anlagenbetreiber. Angenommen die Anlage kommt runter, dann wird es im ganzen Lande ab 2021 tausende Tonnen potenziellen „Elektroschrott“ geben, welcher entweder in wohl kleinen Teilen als Occassionen als oder in Inseln betrieben wird, oder eben entsorgt wird. Dabei ist einzig der Punkt, dass scheinbar nicht eingespeist werden DARF für mich absolut nicht tragbar. 20 Jahre lang durfte eingespeist werden, Anschlusspunkte sind da und in Betrieb, dafür ausgelegt und dann plötzlich peng und fertig lustig. Das dürfte Angesichts der Nachhaltigkeit eigentlich so nicht stattfinden, geht gegen jeglichen Umweltschutzgedanken und kann nicht in Einklang mit Nachhaltigkeit stehen. Über Vergütungen nach Ablauf der EEG Zulagen kann man diskutieren, aber die Infrastruktur physisch am Einspeisen zu hindern, ist Stumpfsinn pur und für mich wie ein vergessener Radkeil unter dem Wohnmobil auf der Autobahn.

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    Anlagenhersteller: SolarEdge

    Leistung: 10.2kWp

    Module: 30 x LG NeON2 340W Cello

    --Süd-Südostausrichtung -10°, 5° Netto-Aufständerung (Pultdach)--

    Wechselrichter: SE10K

    Batteriewechselrichter: SE3500H

    Batterie: LG Resu10H (10kWh)

    Anlage in Betrieb seit: 12.06.2019

  • jupp, eine einfach und Bürokratiearm abwickelbare Vergütung - Zweirichtungszähler, jährliche Ablesung, Börsenstrompreis nach Standardprofil PV-Erzeugung -10% als Vergütung (die 10% sind der Verdienst für die Abrechnung durch den VNB), einmal jährliche ahlung, und das ganze wäre handhabbar.

    Eventuell wird es irgendwann in der Zukunft eine Kapazitätspräie dazu geben, oder aber es wird über flexible Preise so viele flexiblen Verbraucher und Exporte geben, dass ein Börsenstromperis sich auch ohne Brennstoffkosten sinnvoll bilden kann. Aber das sollte nicht das persönliche Problem des einzelnen Anlagenbetreibers sein, sondern das ist Aufgabe für den gesetzgeber, Stichwort "Marktdesign". Also Ordnungspolitik im Sinne der Freiburger Schule.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Definitiv... wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass das fehlen des Einspeisevorrangs automatisch zum Abschaltzwang seitens der VNBs fuehrt. Ich denke die werden einem einfach ein Angebot unterbreiten und den Strom weiter abnehmen... wie bei meinem Kollegen als nach IBN noch nicht alle Unterlagen (richtig) vorlagen und sie sich weigerten die EEG-Verguetung zu zahlen. Da gabs dann halt 3-4Wochen lang sowas wie nur 2ct/kWh... wenn das jetzt geht, wieso nachher nicht auch?


    Davon abgesehen wird es aber eh eine EEG-Novelle 2020 geben, wo das dann auch offiziell irgendwie geregelt sein wird...

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)