Eigenbau Batteriespeicher mit Fronius Symo 10.0-3-M

  • Hallo Zusammen,


    Ich benutze seit einiger Zeit eine PV Anlage mit 9,28 kWp und einem Fronius Symo 10.0-3-M. Meine Ausrichtung ist Süd mit 30° Dachneigung. Unser Strombedarf liegt im Schnitt etwa bei 7kWh pro Tag, wobei, gerade jetzt im Winter, etwa 3 kWh in die Nacht fallen. Nach den letzten Berechnungen hätte sich nach aktuellem Stand ein Batteriespeicher für uns nicht gelohnt.


    Jetzt ist es aber so das ich aufgrund von einer Modernisierung 18x Blei Batterien mit je 85AH (MARATHON XL12V85) übernehmen konnte und frage mich ob es nicht eine Lösung gibt mit der ich diese Batterien als Speicher mit ran hängen kann. Mir ist klar das bedingt durch Zyklen/Alterung der Spaß in ein paar Jahren vorbei ist, aber dennoch sind die Akkus jetzt da und die Frage einer günstigen Einbindung steht im Raum. Getestet wurden die Batterien alle mit Gut bis Sehr gut.


    Die meisten Verbraucher in den dunklen Stunden sind überwiegend in Summe kleiner als 500W (Licht, PC, TV, Kühlschrank,...). Vielleicht gibt es eine Lösung die von Grund auf nur eine solche kleine Leistung zur Verfügung stellen und damit dann auch günstiger ist? Sprich bis zu 500W über die Speicherlösung abdecken und alles weitere vom Netz beziehen.


    Sicherlich bräuchte ich dann noch einen passenden intelligenten Stromzähler, sowas wie den Smart-Meter von Fronius. Vielleicht gibt es ja eine Lösung die mit dem Smart Meter funktioniert? Dann hätte ich alles aus einer Hand was das Monitoring angeht. Der kram muss ja logischerweise wieder geladen werden, am besten sinnvoll und nicht per Zeitschaltuhr...


    Vielen Dank

  • Da würde ich erstmal das Norddach

    Nachlegen. ~5 kWp kann der Symo

    Noch gut dazu haben...


    Weitere 5 kWp an einen victron easy Solar 2,

    Der ist dann auch zukunftstauglich z.B. für 48V

    Byd oder pylontech.


    Die 2. Anlage (Module+easy Solar) ist in der Konstellation auch voll AfA-fähig...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Hallo,


    danke für die Antwort. Um mein Norddach geht es hier nicht. Dort haben wir keine Möglichkeit etwas drauf zu packen.


    In der Zwischenzeit bin ich über den Soladin 120 gestolpert. Außerdem habe ich noch nicht geschrieben wie es mit dem Dreiphasen-Netz aussieht: Meine nächtlichen Lasten sind logischerweise über alle Drei-Phasen verteilt. Im Prinzip wäre es das einfachste über 3x Soladin 120 in jede Phase eine kleine Leistung einzuspeisen.


    Den Soladin gibt es wohl in dieser Form nicht mehr. Gibt es Alternativen dazu? Bislang habe ich nur die Balkon-WR gefunden, die mit meist 300W anfangen, das wäre für mich schon zuviel pro Phase.. Wie "Sauber" ist denn die Spannung die aus solchen kleinen Teilen rauskommt (Sinuswelle usw.)


    Vielen Dank!

  • Hallo nochmal,


    ich hatte jetzt folgenden Gedanken:


    Ursprünglich habe ich überlegt wie WR und Hauszähler mit drei Phasen sich verhalten wenn folgender Fall ist:

    Die PV-Anlage bringt zu einen gewissen Zeitpunkt 2000 Watt und wir stellen uns vor das das Haus aktuell 0 Watt nutzt/benötigt. So speise ich also diese 2000 Watt ein. Soweit so gut. Jetzt schalte ich aber einen Wasserkocher ein, der auf nur einer der drei "Hausphasen" die volle Leistung benötigt (2000 Watt). Ich habe mich gefragt ob ich dann 2/3 einspeise und somiet 1/3 (eine Phase) selbst nutze und zusätzlich noch 2/3 des Stroms für den Wasserkocher über das Netz beziehe.


    PV erzeugt 2000 Watt, Haus benötigt aktuell 0 Watt:

    L1 -> 2000/3 = 666 Watt -0 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die eingespeist werden

    L2 -> 2000/3 = 666 Watt -0 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die eingespeist werden

    L3 -> 2000/3 = 666 Watt -0 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die eingespeist werden


    PV erzeugt 2000 Watt, Haus benötigt aktuell 2000 Watt auf einer Phase (Wasserkocher): +-0 (Zähler "steht")

    L1 -> 2000/3 = 666 Watt -2000 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die genutzt werden

    L1 -> 2000/3 = 1332 Watt die zur Abdeckung des 2000 Watt Bedarfs vom Netz bezogen werden

    L2 -> 2000/3 = 666 Watt -0 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die eingespeist werden

    L3 -> 2000/3 = 666 Watt -0 Watt Hausverbrauch = 666 Watt die eingespeist werden


    Rein logisch könnte der Netzbetreiber in diesem Fall ja immer noch Strom über Phase 1 an mich verkaufen, quasi parallel zu meiner Einspeisung über P2 und P3.


    Nach meiner Beobachtung kann ich sagen: Dem ist nicht so, wenn die PV X Ertrag hat, dann kann ich Phasenunabhängig auch X nutzen.Wäre das nicht der Fall hätte ich ja auf 6000 Watt Ertrag warten müssen um auf einer Phase 2000 Watt nutzen zu können ohne zusätzlich vom Netz zu beziehen. Zumindest bleibt mein Zähler in diesem Fall stehen.


    Das heißt für meinen Batterie-Nachtspeicher-Gedanken (siehe Post #1) müsste ich ja nur auf einer Phase 300 Watt einspeisen wenn der Gesamtverbrauch auf allen 3 Phasen 300 Watt entspricht oder? Es kann ja auch sein das der Fronius Wechselrichter nach dem obigen Beispiel den Ertrag den Phasen anpasst, also die gesamte Leistung die zur Verfügung steht auf die Phase des Wasserkochers schiebt!?


    Dieser Gedanke ist für mich sehr wichtig, da ich in diesem Fall mit relativ wenig technik, vor allem nur EINEM kleinen WR meine gesamten Nachverbraucher abdecken könnte.

  • Perfekt! Also liege ich richtig mit meiner Idee. Komisch, bislang hat mir sowas niemand gesagt/erklärt. Vermutlich macht sich Otto Normalverbraucher keinen Kopf über sowas.


    Gibts denn eine Empfehlung für einen Micro Wechselrichter?

  • Radio Murmeltier sagt: "Dach voll machen..."

    Die Natur kommt eines Tages auch wieder zurück. Es wäre schön wenn wir Menschen dann noch dabei wären.

    RTFM Sonne Tag und Nacht leben Klimafakten Schuko Klimawandel Zahllast Klimaschutzpaket IBN

    Nicht das was du nicht weißt bringt dich in Schwierigkeiten sondern das was du sicher zu wissen glaubst obwohl es gar nicht wahr ist. Mark Twain

  • Versteh bitte - am besten mit eigenen Zahlen - anhand von PVGIS dass deine MicroPV nur ein halbes Jahr (wenn überhaupt) ~6h am Tag in der Lage ist deinen "bedarf" an Grundlast zu decken.


    dann können wir beginnen deine Dächer auszuplanen und am ende (mit angeboten von Solateuren) eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung machen.


    Spoiler: "The bigger the better"


    Gruß Flo