Nachträglicher Eigenverbrauch?

  • Hallo, wir haben 2 PV Anlage aus 2011. Eine auf dem Haus mit Eigenverbrauch und eine auf der Scheune mit Volleinspeisung. Alle Zähler in einem Zählerschank.

    Wir denken nun über eine Wärmepumpe als Heizung nach. Kann man die Anlage mit Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umstellen und wie sind da die Bedinungen?

  • der Wechsel zwischen Volleinspeisung und Überschußeinspeisung ist jederzeit möglich, er muß dem Netzbetreiber ausreichend lange vorher mitgeteilt werden (ca. 2 Wochen).

    An den Bedingungen ändert sich dadurch nichts.

  • Von wann genau sind die beiden Anlagen? Wie groß, welche Ausrichtung, wie viel kVA haben die WR jeweils?

    Um WP abzugrenzen müssen die PV gemeinsam gemessen werden bzw. dürfen weiterhin getrennt gemessen werden, EV wird aber nach installierter Leistung zugeordnet, Überschuss dito.

    Seit wann läuft die Überschussanlage in Ü-Einspeisung? Wegen EEG-U.

  • er muß dem Netzbetreiber ausreichend lange vorher mitgeteilt werden (ca. 2 Wochen).

    Es mach rein praktisch natürlich Sinn, aber ist das vorgeschrieben? Nach EEG kann man jedenfalls jederzeit wechseln.


    Hallo, wir haben 2 PV Anlage aus 2011.

    Wenn du erst jetzt auf Überschußeinspeisung wechselst, könnte, je nach Anlagengröße, (40 oder 100%) EEG-Umlage auf den selbst genutzten Strom fällig werden. Warum auch immer das damals so gemacht wurde (ich persönlich sehe keinen Sinn, weil sie für quasi alle Regelungen des EEG zusammengefaßt werden und am selben Anschluß auch, was die TAB angeht), ergibt das aber eine interessante Konsteliation - eine befreite ältere Bestandsanlage und eine ähnlich/gleich alte Anlage, die keinen Bestandsschutz bezüglich EEG-Umlage hat. Für die Messung ist das auf jeden Fall nicht schön.

  • er muß dem Netzbetreiber ausreichend lange vorher mitgeteilt werden (ca. 2 Wochen).

    Es mach rein praktisch natürlich Sinn, aber ist das vorgeschrieben? Nach EEG kann man jedenfalls jederzeit wechseln.

    https://www.clearingstelle-eeg…s/2011-2-1_Empfehlung.pdf


    Empfehlung 2011/2/1 der Clearingstelle, Seite 3 und ausführlich Seite 35 ff


    "Zwischen dem Eigenverbrauch und der Volleinspeisung kann die Anla-

    genbetreiberin bzw. der Anlagenbetreiber jahres-, monats-, tage-, stunden-

    und ggf. auch minutenweise wechseln. Die Zeiträume des Eigenverbrauchs

    sind dem Netzbetreiber jedoch vorher anzuzeigen. Zwischen Anlagen-

    und Netzbetreiber ist hierfür eine angemessene Frist festzulegen; diese

    muss gewährleisten, dass die Information dem Übertragungsnetzbetrei-

    ber spätestens im Zeitpunkt der Vortagesprognose nach § 1 Abs. 1 Ausgl-

    MechAV, d. h. zwei Tage vor dem Tag der Erzeugung des Stroms, vorliegt.

    Dies gilt vorbehaltlich anderweitiger Vorgaben der Bundesnetzagentur."


    die 2 Wochen hatte ich im Kopf, eine Quelle dazu habe ich aber nicht parat