Zubau einer ~39kWp Anlage zu bestehender 13kWp - Wandlermessung?

  • Klar braucht es DC durch das Rohr.


    Netz

    2rz

    WP

    2rz

    Verbrauch

    EZ

    PV neu


    3 Zähler und ein RSE/TSG für WP.

    Dann kommen die AC-Kabel hin wenn sie bisher schon passen.

    WR würde ich in Haus 1. Ginge aber auch in 2 wenn der EZ dorthin kommt. Zahlerkästchen?

    Da aber die Altanlage dazukommen wird wäre es kein Schaden den ganzen Kram zentral in Haus 1 zu haben, da rangiert es sich leichter.


    Bestenfalls wird der EZ als 2rz ausgeführt, biste flexibel in Zukunft.

  • Eine kleine Ergänzung zu den Entwicklungen der letzten Wochen:


    Der Netzbetreiber hat die 39kWp genehmigt und auch keine Wandlermessung verlangt. Aus Interesse haben wir noch eine zweite Anfrage gestellt mit insgesamt 49kWp (bei Belegung mit 360W Hochleistungsmodulen (anstelle325W) und maximaler Flächennutzung, auch auf dem Bürotrakt). Auch diese wurde letzte Woche genehmigt, ausdrücklich ohne Wandlermessung. Von den scheinbar vorhandenen "magischen Grenzen" bei 32A / 44A o.ä. in unserem Fall keine Spur. Da wir jetzt doch ohne Einschränkung mehr installieren dürfen, haben wir uns entschieden noch einen String mit 18 Modulen (10Grad Süd) längs auf den westlichen Bürotrakt zu legen und kommen jetzt auf 44,85 kWp. Wir gehen jetzt auf 2WR, einer je Gebäude. Bedeutet in diesem Fall:


    1x SolarEdge SE25K für Haus 1

    1x SolarEdge SE15K für Haus 2


    Wobei noch nicht final geklärt ist, ob nicht beide WR in Haus 1 stehen und wir nur DC-Leitungen ziehen.


    Außerdem läuft über den Solarteur gerade noch die Anfrage nach einem Messkonzept mit Kaskadenmessung, damit der bestehende 2-Tarif-Zähler für die Wärmepumpe bestehen bleiben kann. Ich kann mir aber nicht ganz vorstellen wie der Zähler dann mit 3 unterschiedlichen Fällen umgeht (also Nachttarif, Haupttarif oder Eigenstrom)?

  • Zweitarif-Zweirichtungszähler und Messkonzept habe ich in FAQ Teil 2 kürzlich ergänzt.

    Technisch möglich ist es - 2T2RZ gibt es aber nicht bei jedem MSB.

  • Die Anlage ist inzwischen mit 46 kwp auf dem Dach, wie oben beschrieben 2 Wechselrichter von SolarEdge. Wir hatten die Anlage für eine gewisse Zeit im Testbetrieb laufen, und aus "unerklärlichen" Gründen, hat es zwei mal den SLS-Schalter "rausgehauen". Seitdem waren wir in der Diskussion mit dem solarteur, dessen Elektriker, der die Anlage angeschlossen hat, unserem Elektriker, der das Haus seit 20 Jahren kennt, und mehr oder weniger auch dem Netzbetreiber, von dessen Seite sich aber niemand gemeldet hatte.

    Die Erklärung gingen von "das muss am dazuschalten der Wärmepumpe auf den normalen Verbrauchsstrom liegen" über, "der SLS-Schalter hat nach 20 Jahren vielleicht einen Hau und schaltet zu früh ab" bis zu "die PV-Anlage kommt wohl doch über die 63A-Grenze des SLS-Schalters". Der Dauerausgangsstrom der beiden Wechselrichter beläuft sich auf 23+38=61A.


    Da mich die ganze Sache dann doch irgendwann sehr misstrauisch gemacht hat, habe ich selbst angefangen nochmal zu recherchieren und bin hier im Forum dann auf den "HAGER Tipp 32" gestoßen, und habe gelesen, dass für Dauerstrom ja nicht 63A sonder 32/44A ausschlaggebend sind. (Gerade habe ich auch gesehen, dass die erste Antwort von pflanze auch schon die genau richtige Antwort hatte, die habe ich damals leider im Dickicht der Informationen überlesen, da ich das damals sowieso nicht verstanden hätte).


    Ich habe jetzt von unserem Haus-Elektriker erfahren, dass der Zählerplatz mit 10mm2 verdrahtet ist, es sind also nicht mal 44, sondern 32A für Dauerstrom. Die Situation ist also, dass uns der Netzbetreiber eine Genehmigung explizit OHNE WANDLERMESSUNG für 49kwp erteilt hat. Weder der Netzbetreiber, noch der Solarteur, der seit 10 Jahren pv-Anlagen installiert, oder der Elektriker wussten also bisher von den bekannten Regeln und keiner hat mal den Finger gehoben. Wir haben jetzt also eine Anlage auf dem Dach die wir nicht anschalten dürfen und werden um eine Wandlermessung nicht herumkommen, außer wir lassen die halbe Anlage wieder abbauen.


    Nächste Woche ist jetzt ein Vor-Ort Termin mit dem Technischen Leiter des Netzbetreiber und den anderen Beteiligten angesetzt. Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Aus meiner Sicht, dürften sich der Solarteur und der Netzbetreiber die zusätzlichen Kosten für die Wandlermessung teilen. Ich bin jedenfalls erstaunt, wie unbedarft man an eine solche Sache herantreten kann und erst der Bauherr die Leute auf den richtigen Pfad weisen muss. Eigentlich ist doch die "einzige" Aufgabe des Netzbetreibers genau diese Prüfung der Anfrage vorzunehmen und zu sagen dass das so nicht gehen kann? Wer ist eurer Meinung nach dafür in die Verantwortung zu nehmen?

  • Regel deine Anlage doch auf den maximal zulässigen Dauerstrom ab? Den Überschuss in ein eAuto laden oder einen Hausspeicher anschaffen.

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Zur Diskussion: Verdrahtungg auf 16 erhöhen und stärkeren SLS einbauen?

  • eba: Bei Abregeln wären bei 32A nur noch 50% der Leistung da (von 61A), was schon sehr schade wäre... E-Auto ist im Moment noch nicht in Sicht, das würde aber auch den Mieter der Werkstatt betreffen. Speicher wäre bei angemessener Größe auch nicht günstiger als die Wandlermessung, nehme ich an.

    Davon abgesehen: Wie liefe denn eine "Abriegelung" auf 32 oder 44A technisch ab?


    pflanze: an 16mm2 hab ich auch gedacht. würde das Grundproblem aber auch nicht ändern, auch wenn es zumindest etwas "Freiraum" für die Anlage schafft. Laut Netzbetreiber wäre n stärkerer SLS-Schalter ohne Wandlermessung wohl nicht möglich, oder sie würden es zumindest nicht so einfach genehmigen. Wäre denn ein stärkerer SLS-Schalter technisch möglich um auch die 61A im Dauerbetrieb zu schaffen? Wenn es technisch plausibel wäre, könnte ich den Techniker des Netzbetreibers, der sich der Sache annehmen wird, ja vielleicht überzeugen die Sache durchzuwinken.

  • Der Wechselrichter wird auf eine bestimmte Leistung eingestellt, entweder "hart" = Erzeugung oder "weich" durch Messung am Hausanschlußpunkt nach Abzug des Hausverbrauches.

    32A = 22kW oder 44A = 30kW

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Wäre denn ein stärkerer SLS-Schalter technisch möglich um auch die 61A im Dauerbetrieb zu schaffen?

    Kann es sein, daß meist der mittlerer SLS (L2) rausfliegt?

    Die Zählerverdrahtung muß in jedem Fall mind. auf 16mm² geändert werden.

    25mm² wäre besser, sofern die Zählerklemmen das mitmachen.


    Wichtig bei Dauerbelastung von SLS nahe des Auslösestroms ist, daß zwischen den drei SLS ein Abstand eingehalten wird, damit diese nicht thermisch weit vor dem Auslösestrom fliegen.

    Man setzt dabei drei einpolige SLS am besten auf die komplette Breite des UAS verteilt. Aber wenigstens ein paar cm Mindestabstand.

    Ein zu dünner Leitungsquerrschnitt und/oder ein zu schlechter Übergangswiderstand an den SLS-Klemmen bedeuten eine zusätzliche Erhitzung des SLS von außen.


    Über 63A Absicherung ist nicht mehr möglich. (Früher war bis 100A Direktmessung bei manchen VNB möglich)

    Wichtig bei solche hohen Strömen ist, daß sämtliche Abgänge zu Unterverteilungen (auch wenn im selben Zählerschrank) entsprechend der Leitungsquerrschnitte zusätzliche abgesichert werden.

    ansonsten könnte (im Fehlerfall) ein Strom fließen, der die Leitung überhitzt (Brandgefahr), ohne daß die SLS auslösen.

    Bei Dir mind. 61A + 63A = 124A ohne zeitnahes Auslösen der SLS.


    Über kurz oder lang wird wahrscheinlich auf eine Kleinwandlermessung umgestellt werden müssen.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • betrifft die dickere Verdrahtung nur die Kabel in unmittelbarer Nähe des Zählerschranks, ist es also einigermaßen einfach die Verdrahtung auf 16mm2 (oder mehr) zu erhöhen?


    Zitat

    Bei Dir mind. 61A + 63A = 124A ohne zeitnahes Auslösen der SLS.

    ich habe immer gedacht, da wir eine Überschusseinspeisung haben, heben sich die Ströme quasi gegenseitig auf. Wenn auf "unserer Seite" des SLS + 2RZ so viel Strom produziert würde, und so viel nachfrage da ist, Fließt nur noch die Differenz durch den SLS. Oder ist das so zu verstehen, dass eben zwei Drähte direkt nebeneinander liegen, die den Strom in gegenläufige Richtung zum oder weg vom SLS schieben, und dann das "Wärmepotential" von 124A zusammenkommen könnte?


    Zitat

    Über kurz oder lang wird wahrscheinlich auf eine Kleinwandlermessung umgestellt werden müssen.

    Das ist, meine ich auch, die entscheidende Erkenntnis der letzten Tage für uns. Die anderen (guten!) Vorschläge können zwar die Symptome bekämpfen, aber überwinden nicht das Grundproblem einer unter falschen Prämissen gebauten Anlage. Für mich wird nur spannend, ob sich jetzt die Beteiligten, die ja "vom Fach" sind, alle wegducken wollen und wir auf den 5-10k für ne Wandlermessung sitzenblieben, oder ob ne Bereitschaft da ist, den Fehler einzusehen und auch jeweils ne (Teil-)Verantwortung zu übernehmen. Ich gehe doch richtig in der Annahme, dass das Grundkenntnisse sind, die sowohl einem Solarteur, als auch einem Netzbetreiber, der die Genehmigung erteilt, bestens bekannt sein müssten?