Dimensionierung PV-Komponenten für Schrebergarten

  • Hallo liebe PV-Forum Community,


    ich möchte dieses Jahr meinen Schrebergarten mit einer PV-Anlage versehen, damit wir endlich mal Strom haben.


    Folgendes habe ich in Aussicht:


    285Wp Trina Honey Solarmodul

    Victron BlueSolar 100/50 Laderegler

    230Ah AGM-Batterie von Accurat

    1500W Ective SI152 Wechselrichter


    Dazu habe ich jetzt zwei Fragen:


    Im nächsten Jahr soll dann ein zweites Solarmodul dazu, deshalb der 50A Laderegler.

    Eine zweite Batterie brauche ich ja dann nächstes Jahr auch, richtig? Habe gelesen, dass man mit ca. 10% der Kapazität laden soll.


    Den 1500W Wechselrichter habe ich ausgesucht, damit man auch mal einen Kaffee kochen kann.

    Verlange ich der Batterie damit zu viel ab? Wenn wir davon ausgehen, dass die Kaffeemaschine 1000W zieht wären das ja bei 12V ca. 83A.


    :danke: im Voraus für alle Antworten :)

  • hi.


    Wechselrichter kann man bei Ebay mal nach Solatronic Sinus 1500W oder 2000W schauen, gibt es Neu als Auktion recht günstig 150€.


    Der Ective ist aber auch.


    Oder einen kleinen Victron Phonix 800

    Da kann man den Unterspannungsschutz einstelen.


    Akku eine Solarbatterie Nass 100Ah ~100€ oder gleich einen größeren mit ~200Ah


    Ja Ladestrom c5-10 oder halt 10-20%


    Zu den 83A kommen noch 10-15% Verluste vom Wechselrichter dazu.

    Also 90-100A


    Die Kapazität sinkt mit hohen Strom.

    Da hatt der Akku nicht mehr 100Ah sondern vieleicht 40Ah.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Der Laderegler ist ggf voerst unnötig gross und teuer. Es werden nur max 23A zur gesunden Ladung benötigt, MPPT Regler kann man überbelegen. Ein 100/20 läuft dann kurzzeitig mittags bei guten Bedingungen am Anschlag, das ist aber unproblematisch. Über 90%der Zeit gibt es aber eh keine Solare Volleinstrahlung. Eine zweite Batterie wäre sofort für eine 24V Verschaltung viel interessanter wegen der hohen Kaffeemaschinenlast. Dann reicht immer noch der 100/20er weil sich dessen Leistung aufgrund der Spannung verdoppelt, aber die Kapazität der Batterien gleichbleibt.

    Für einen späteren Wechsel muss man jedoch einen neuen Wechselrichter haben. Deshalb lieber gleich richtig entscheiden was die Spannung angeht.

    AGM Batterien sind problematisch in der Dauerhaltbarkeit und brauchen einen empatischen Nutzer, wenn Du die Batterie gut belüftet wegen Gasentwicklung hinstellen kannst, sind normale Säurebatterien einfacher zu handhaben. Verschiedenes Alter sollten sie für eine 24V Schaltung in keinem Fall haben.

    Eine zweite Batterie brauchst Du nur dann, wenn die erste nächstes Jahr durch Falschbehandlung hin ist. Passt Dein Verbrauch zur Kapazität und sollte er sich nicht ändern braucht man nicht zwingend eine Batterie weil man mehr Solarzellen hat.


    Herangehensweise ist, Verbraucher mit Ihrem Verbrauch in Wattstunden pro Tag in einer Liste zusammenstellen, Zeit festlegen wie lange man durchkommen möchte ohne die Batterie nachladen zu können in Tagen, dann hat man die benötigte Kapazität. Danach richtet sich dann die benötigte PV für die man noch die PLZ braucht um die Sonnenertragsmöglichkeit festzustellen.


    Dann kann man Aussagen treffen ob und welche Komponenten sinnvoll sind.

  • Die Batterie muss leider in der Gartenhütte stehen, die ziemlich klein ist. Daher nicht wirklich gut belüftet.


    Außerdem hatte ich eigentlich vor die parallel zu schalten. Habe gelesen, dass man eine AGM-Batterie mit ca. 10% der Kapazität laden sollte, also bei 230Ah mit ~23A. Genau so viel wie das Solarmodul maximal hergibt. Wenn ich also ein zweites habe, bräuchte ich auch mehr Batteriekapazität, damit ich nichts verschwende bzw. der Batterie nicht zu viel Ladestrom gebe, richtig?


    Auf die Kaffeemaschine könnte ich auch verzichten und zuhause Kaffee kochen.


    Die restlichen Verbraucher wären dann Licht, wo ich gerade nur schwer einschätzen kann,

    wieviel das verbrauchen wird. Soll aber alles LED werden. Und dazu ein kleiner Kühlschrank (so 60-80 Watt) und vielleicht mal ein Notebook aufladen, da ich noch einen selbstgebauten Lautsprecher habe, der über eine Autobatterie läuft.


    Die PLZ ist 642xx


    Mit wieviel % der maximalen Leistung kann ich denn hier in Deutschland bei so einem Panel rechnen?

    Will halt eigentlich keinen Strom verschwenden.


    Mein Budget für dieses Jahr sollte 1000€ nicht überschreiten... Hatte eigentlich eher so mit 800-900€ gerechnet, aber mit den Komponenten, die ich da rausgesucht habe komme ich mit Kabel und allem schon knapp über 1000€.

  • Ich würde keine AGM Batterie nehmen außer du willst alle 2 -3 Jahre eine neue kaufen. Würde dir zu einer EnergieBull raten mit 180Ah die 2x und ein 24V System aufbauen. Die Akkus kannst du auch hinter der Hütte in ein Erdloch geben so wie ein Bierkeller, nur aufpassen dass das Wasser nicht drin stehen bleibt. Da sind sie immer bei gleicher Temperatur und auch gut belüftet.

    LG. Mario


    Standort: HU

    1100Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 4x 275 Trina Solar Module | Hoymiles MI-1200

    Testumgebung:

    550Wp | Victron MPTT 100/15 | 24V Batterie 260Ah

  • Ich würde keine AGM Batterie nehmen außer du willst alle 2 -3 Jahre eine neue kaufen. Würde dir zu einer EnergieBull raten mit 180Ah die 2x und ein 24V System aufbauen. Die Akkus kannst du auch hinter der Hütte in ein Erdloch geben so wie ein Bierkeller, nur aufpassen dass das Wasser nicht drin stehen bleibt. Da sind sie immer bei gleicher Temperatur und auch gut belüftet.


    Ich dachte immer die AGM-Batterien halten länger? Man lernt nie aus :D


    Eingraben klingt nach einer guten Idee, aber wie stelle ich das denn genau an? In einer Holzkiste?
    Habe ich da keine Probleme mit Feuchtigkeit? Und dann müssen ja die Batteriekabel recht lang sein...

    Also dann diese Komponenten?

    1x 285Wp Trina Honey (Nächstes Jahr ein zweites dazu)
    1x Victron SmartSolar 100/20

    2x Ective EEC180 Nassbatterie (Gehen die auch? Sind ganze 60€ pro Stück billiger)

    1x 500W Wechselrichter Ective SI54 (Evtl. auch ein Victron Phoenix 24/500 - ist der viel besser?)


    In dem Fall dann sch*** auf die Kaffeemaschine.

    Den Kaffee kann man auch zuhause kochen und in ner Thermoskanne mitnehmen.

  • Wenn du direkt an der Hütte hinten an der Wand einen kleinen Erdkeller machst und den Laderegler direkt auf der Innenseite der Hütte schraubst, sind die Kabel nicht lang. Wenn das machbar ist. Die Akkus können auch nass werden, dass werden sie in einem Auto auch. Das macht ihnen nichts, nur unter Wasser sollen sie nicht stehen. Den Boden des Erdkelller mit Schotter ausfüllen, dann kann das Wasser auch ablaufen. Oben eine Haube darauf gemacht, dass es nicht direkt rein regnen kann.

    LG. Mario


    Standort: HU

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    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 4x 275 Trina Solar Module | Hoymiles MI-1200

    Testumgebung:

    550Wp | Victron MPTT 100/15 | 24V Batterie 260Ah

  • Würde das System sowie so nur auf 12V oder 24V aufbauen ohne 230V, Licht Kühlschrank Kaffeemaschine gibt es alles schon für 12V oder 24V.

    LG. Mario


    Standort: HU

    1100Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 4x 275 Trina Solar Module | Hoymiles MI-1200

    Testumgebung:

    550Wp | Victron MPTT 100/15 | 24V Batterie 260Ah

  • Die Kaffeemaschine ist kein Problem, die Leistungsaufnahme ist vergleichsweise riesig, die Zeit aber nur kurz und kein dauerhafter Verbraucher. Beleuchtung ggf auch auf 12V möglich, völlig unproblematisch. Der Kühlschrank ist das viel grössere Problem. Mit 80 Watt eher gross und/oder alt braucht der locker 1kWh am Tag, ausserdem muss der Wechselrichter dauerhaft eingeschaltet sein, 0,5 bis 1kWh pro Tag bei billigen zusätzlich. Da ist die Batterie nach dem ersten Tag alle und dauerhaft niedrig geladen und hernach kaputt.

    Die 10% der Kapazität ist eher als empfohlenes Maximum anzusehen. Ist halt gut nah dran zu gehen damit bei Sonne die Batterien zeitnah wieder voll werden, die Sonne geht ja auch immer viel zu früh wieder unter.

    Ohne den Kühlschrank kannst einen 75/10 Laderegler nehmen und im Lichtschein Kaffee saufen bis der Arzt kommen muss.

    Mit dem Kühlschrank bringt der dickste Laderegler nichts wenn nicht genügend Solar dahinter steht. Würde da eher gegen 1kWp gehen, eine 12V Kompressor Kühlbox holen und die versuchen am skizzierten System betreiben oder, Gott bewahre, auf Gaspulle umschwenken. Ist billiger als jedes Jahr so ne grosse Batterie neu holen

  • [...] Mit 80 Watt eher gross und/oder alt braucht der locker 1kWh am Tag, ausserdem muss der Wechselrichter dauerhaft eingeschaltet sein, 0,5 bis 1kWh pro Tag bei billigen zusätzlich. Da ist die Batterie nach dem ersten Tag alle und dauerhaft niedrig geladen und hernach kaputt. [...]

    Also selbst wenn ich mit 2kWh rechne sind das bei einem 24V System ~83Ah und das ist nichtmal die Hälfte von den 180Ah Kapazität die ich habe... Mal abgesehen davon, dass der Kühlschrank nicht 24/7 die volle Leistung zieht.


    Und bevor ich ca. 800€ für einen 24V Kühlschrank ausgebe vergrößere ich lieber die Solaranlage weiter :D