EFH 23Grad Satteldach und Carport

  • Guten Tag liebe Forengemeinde,


    nach so einigem Lesen und auch den FAQs von Pflanze habe ich mich ein wenig in PV-Sol geübt und ein wenig geschaut.


    Mein Haus liegt im hohen Norden in 24582 (20km südlich von Kiel). Das Haus ist ein KFW70 Haus, 3 Jahre jung mit 4m2 Solarthermie (welche ich örtlich noch ggf. umpositionierten könnte) auf dem Dach. Umluft mit WRG und Gasbrennwertherme sind vorhanden. An kalten Tagen kommt ein Kaminofen zum Heizen dazu. Aktueller Stromverbrauch liegt bei 3500kWh/a (2 Erw. 1 Kind - 2. Kind soll kommen).


    Nun bin ich am planen bzgl. einer PV-Anlage (nach dem Lesen, so groß wie möglich und auch alle sinnvollen Dachflächen). Ein Google-Earth Bild gibt es nur in uralt, daher ein Screenshot von PV-Sol. Das Haus hat ein Satteldach, DN23 mit 12,8m Breite und circa 4,8m Länge. Eine Dachseite ist auf 0 Grad, eine auf 180Grad Azimuth. Im Norden grenzt direkt an das Haus ein Carport mit Flachdach (Länge neben dem Haus 7,5m, Breite 3,8m).


    In Zukunft ist ein kleines Elektroauto mit einer Jahresfahrleistung von circa 15tkm (circa 45km/d) geplant. Ein Speicher (auch wenn wirtschaftlich nicht unbedingt rentabel könnte ich mir aus Hobbygründen (Elektroingenieur)) später auch vorstellen, auch wenn wir so etwas in der Nachbarschaft stehen haben: https://www.vb-bordesholm.de/batteriespeicher.html


    Aber nun zu den Bildern:

    Bild 1 Gesamtansicht, Bild 2 Südansicht, Bild 3 Nordansicht, Bild 4 Carport


    Ein wenig kann ich hier und da sicher noch spielen, aber es werden sicher nicht 10 Module mehr auf dem Hausdach werden. Beim Carport machen mehr auch keinen Sinn, hier steigt die Verschattung mehr als stark an.

    Angaben aus PVGIS:


    Süddach: 6,9kWp mit 893kWh/kWp

    Norddach: 8,9kWp mit 591kWh/kWp

    Carport: 2,97kWp mit 793kWh/kWp


    Nun meine Frage diesbezüglich:


    Passt das so erstmal (habe mit 60-Zellen-Modulen bei 325W simuliert) ?

    Das Carport würde ich ggf. im Nachgang ausrüsten, wenn von euch überhaupt als sinnvoll deklariert ...


    Welche Anlagentechnik mach aus meine genannten Punkten (E-Fahrzeug und Speichernachrüstung) sinn ?


    Über eure Antworten freue ich mich jetzt schon.


    Gruß Sven

  • Auf Süd sollte mehr drauf gehen.

    Ich würde hochkant und quer Montage dort mischen und z.B. eine Reihe 60-Zeller hochkant einplanen und dann 3 in quer dazu ... damit sollten 4,7m des Daches nutzbar sein und zumindest ein langer 22er String auf dem besten Dach möglich sein.


    Wie viel Platz ist rechts der Thermie?
    Was hast Du links der Thermie?
    Ob man was schiebt sollte man dann prüfen.


    Passt unter der Thermie ein 60-Zeller in hochkant hin?


    Unten links auf Süd ist die Gaströte ... wie hoch ist die?


    Das gleiche Spiel auch für Nord machen, damit das 2. Beste Dach maximal voll wird.


    Hat der Carport ein Flachdach oder ist das in irgendeine Richtung geneigt?

    Auf dem Carport sollte mMn besser hochkant gebaut werden, da der Schatten vom haus seitlich rein kommt.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Moin moin,


    auf dem Süddach unten links ist der Schornstein vom Kaminofen mit einer Höhe von circa 1m. Auf dem Norddach unten links ist der Schornstein von der Gasbrennwerttherme, auch circa 1m hoch. Rechts der Thermie könnte noch was hinpassen, muss ich nochmal ein bisschen puzzeln. Auch mit der Modulreihe hochkant ausgerichtet muss ich puzzeln, hier muss ich jedoch die Dachfläche einmal cm-genau ausmessen (Firstpfanne etc.). Aber verstanden habe ich es, egal wie, soviel rauf wie irgendwie möglich.


    Beim Carport meinst du mit hochkant, dass die Module um 90 Grad gedreht werden (nicht aufgeständert) ?


    Danke und Gruß

  • Ok, Kamin Süd und Gasbüchse Nord ... mit dem Schatten müsste man nochmal überlegen, welche Reihe man hockant baut. Aus dem Bauch raus würde ich neben dem Kamin eine Reihe quer legen, dann direkt "hinter" dem Kamin in hochkant legen und oben wieder 2 in quer legen ... neben der Thermie rechts je nach Platz hochkant oder quer ergänzen.


    Ja, Carport 90 Grad gedreht ... wie viel Schatten hat die 5. Reihe?

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  • Moin moin,


    ich habe mal eine wenig quick and dirty ohne PVSol in PowerPoint gepuzzelt (PVSol liegt in der Firma). Allerdings habe ich jetzt die Randabstände von circa 20cm unterschritten.


    Schattenermittlung mache ich morgen.


    Ist die Nordfläche bei dem Ertrag überhaupt wirtschaftlich ? Ich habe mal was gelesen von 700kWh/kWp gelesen ...


    @ Seppelpeter: Ich sehe gerade, du nutzt SMA. Das würde mir auch gut in den Kram passen, gerade was intelligente Energienutzung (bzw. über EEBus) angeht. Bist du damit zufrieden ?


    Gruß

  • Auf Süd entstehen bei 24 Modulen kurze Strings.

    Ich würde das trotzdem so bauen und Süd maximal nutzen ... würde aber zu 2 WR raten, damit der auf allen Flächen vorhandenen Schatten in Kombination mit den teilweise kurzen Strings optimal bearbeitet werden kann.


    Süd 13 (die Seite mit Schatten) und 10 Carport an einen SMA STP6.0 hängen.

    Nord mit 2*15 und die anderen 11 von Süd an einen SMA STP10.0

    70-weich mit zusätzlichem S0-Zähler bauen

    Bei SMA ist das mit der WR Auslegung nicht optimal ... es gibt keinen 12KVA WR mehr ... einen 7KVA auch nicht mehr.

    Hinzu kommt das 70-weich was mehr kostet und so würde ich eher zu Fronius raten.

    Klappt bei SMA so auch nur, wenn der VNB 5% Blindleistung fordert ... bei 10% brauchst Du mehr WR Leistung.


    Süd 12 und 10 vom Carport an einen Fronius Symo mit 6KVA hängen.

    Nord 2*15 und Süd die restlichen 12 an einen Fronius Symo mit 12,5KVA hängen.

    Das würde dann auch mit 10% Blindleistung funktionieren .... und bietet insgesamt etwas mehr Reserven in 70-weich für EAuto, WP oder sonstwas.


    PS.: Ja, ich bin mit SMA sehr zufrieden, aber es geht mMn anders besser.

    Auf SGReady, Buslösungen usw. würde ich nicht so viel setzen und vor allem dafür nix extra bezahlen.

    Wama oder Spüli voll, dann muss die laufen.

    Das kann man per Timer oder Zeitschaltuhr ein wenig in den Tag schieben, aber das reicht dann auch.

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  • Moin,


    so nun der empfohlene Aufbau mit Verschattung:


    Bild 1-Süden, Bild 2-Norden, Bild 3-Carport


    Das Carport würde ich gerne als ggf. nachträgliche Anlage betrachten, bzw. als von der Hausanlage getrennte Anlage.

    Trotz der Empfehlung zu Fronius finde ich SMA interessanter (was die Nachrüstung von KFZ-Ladesystem und Batteriespeicher angeht).


    Gruß Sven

  • 24 Süd

    30 Nord

    10 Carport


    330Wp Module und Wunsch SMA.

    Das Carport muss mit gebaut werden, sonst kommt wieder IBN, Anmeldung VNB, Planungskosten, ggfs. Gerüst usw.

    Es soll ja groß und günstig werden....


    Verstringungsvorschlag

    14 Süd (die mit Schatten) und 10 Carport an einem SMA STP6.0 hängen

    10 Süd und 2*15 Nord an einen SMA STP10 hängen

    Ist knapp und geht nur mit 5% Blindleistung.


    Für mehr in 70-weich und bei 10% Blindleistungsforderung aus dem STP10 einen STP15000 machen

    Dann würde ich 12 Süd (Schatten) und 10 Carport an den STP6.0 hängen

    12 Süd und 2*15 an den STP15000, der dann satt zu groß ist, aber der 10er reicht nicht mehr.


    PS.: Letzteres würde WR technisch auch mit 345Wp Modulen noch sehr gut passen ... Module kosten mehr, aber aus 21,1KWp werden dann auch 22KWp ... unterm Strich vielleicht einen Schluck teurer, aber die WR haben mehr zu tun.

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  • Moin moin,


    vielen Dank für die Hilfe. Ist es mit der Verschattung wirklich so ein großes Problem (ich spreche jetzt von den Dachflächen vom Haus) ? Ist es auch möglich das Ganze mit nur einem Wechselrichter zu realisieren (SMA STP15000 oder gar 20000) und dann z.B. mit nur 8 Modulen auf dem Carport mit 3*8er-String also in Summe 4*8er-String an einem MPP1 und dann 2*15er Strings am MPP2 oder sind die Einbußen zu groß ?

  • z.B. mit nur 8 Modulen auf dem Carport mit 3*8er-String also in Summe 4*8er-String an einem MPP

    das funktioniert gar nicht

    1)wird der maximale DC Strom überschritten

    2)laufen 8 Module einphasig nicht vernünftig (bissl Schatten= AUS)

    3)polytrings dürfen keinen Schatten ausgesezt sein - die Vermuste durch schatten "schlagen" auf alle Strings an einem MPPT durch und reduziern die Leistung so gleich mehrfach.


    Gute Nachricht: die Belegung ist ja nicht "fertig". da muss man sich also noch nicht auf SE festlegen :D

    Süd mal dübergepuzzelt:


    Die meiste Leistung (25st 60Zeller) hab ich in einer Kombination aus hoch und quer drauf gekriegt. Leider kann man nur bis zu 22 Module in einen String packen ohne die Maximalspannung von 1000V zu überschreiten (im Winter).Würde man ein Modul weglassen könnte man das als 2x14 verstringen.



    (fast) Alles quer bekäme man wohl bis zu 23 Module auf diese Dachfläche - minus eins = 1 perfekter String.



    Mit 72 Zellern - so auch schwer zu verstringen (8+9er String wären eher was für einphasige WR - würde man um die Thermie 3 Module weglassen (ich würde NICHT) gehts in einen String. Die Montage eines Feldes nur links der Thermie ist ein Geschenk (an den Solateur :D)


    Nord mit 2x12st 72 Zellern


    Wie steil ist das Dach eigentlich? Hast mal PVGIS drüber gejagt?

    Luftbild und Realbilder würden sicher noch etwas helfen!


    Wenn man sich entschließst die Garage mit einem Einphasigen WR zu bauen (weils ne kleine Ost/West Anlage mit kurzen Strings ist) könnte man das Hauptdach mit S22 + Nord Parallel 2 Strings (12st 72 Zeller oder 2x15 60Zeller) an einem WR mit 2 Mppt führen.

    Wenn man die Garage gleich mitbaut kommt es darauf an wie die realisiert wird. Flach würde ich ehrlich gesagt nicht empfehlen da Zwischenräume(insb. auf dem nicht so stark verschatteten Westbereich) verschenkte Leistung wären würde ich für eine Ost/West oder Nord/Süd Ständerung plädieren.

    Man könnte mal eine Verstringung bei der die "Garagenmodule" mit dem Hausdach in Kombination verstringt werden durchdenken - dazu müsste man beispielsweise eine Aufständerung für DN25 Süd in ballastierter Ausführen (?) auf das Dach aufbringen - um wirklich viele Module unterzubringen so dass sie das auch lohnt - wäre eineart künstliches Pultdach nötig:


    So etwas für 10-12 Module könnte ich mit gut vorstellen - 28 Module auf dem Süddach plus 12 auf der Garage könnten 2 schöne 20er Strings werden - aufgrund der unterschiedlichen Schatten würde ich für diese Kostruktion jedoch einen WR mit 3Mppt wählen und die Südstrings jeweils separat regeln lassen. - dies Konstruktion hätte mehrere Vorteile (kurze Südstrings werden "verlängert", nur ein WR nötig, eine IBN - bis über 20kWp) aber auch einige Herrausforderungen - vorallem Statische falls die Konstruktion ballastiert aufgebracht werden muss - es gibt vermutlich nix "von der Stange" - hier ist ein Solateur mit Metallbaukentnissen nötig...

    Teuer muss sowas nicht sein - in dem Beispiel oben (aus dem Bau-tech Shop) wurden Standart Profile undProfilverbrinder verwendet.


    Gruß Flo



    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!