Funktionsweise Mikrowechselrichter

  • Also es wird sowohl die Spannung erhöht als auch die Frequenz "getrieben" (damit ist das gemeint, was Broadcasttechniker mit "voreilen" gemeint hat, ja?) und beides zusammen sorgt dann dafür, dass erst der Solarstrom verbrauch wird?

    Jein.

    Fangen wir mit der Frequenz an.

    Eingespeiste Leistung versucht die Frequenz nach oben zu treiben.

    Das Netz darf jedoch in erster und zweiter Näherung als starr angenommen werden.

    Dass es das nicht ganz so starr ist siehst du hier

    https://www.netzfrequenz.info/aktuelle-netzfrequenz-full


    Nochmal zur Spannung.

    Die Spannung muss dafür gar nicht höher sein.

    Sie kann sogar tiefer sein und dennoch fließt die Leistung nicht vom Netz in den Wechselrichter sondern umgekehrt.

    Wie leolotus schon sagte, nimm bitte den Wechselrichter als Stromquelle an.

    Der Wechselrichter selber hat gar keine Spannung an seinen Klemmen, die trägt das Netz an ihn heran.

    Über den Phasenwinkel des Stroms zur Netzspannung und die Größe ( die beide von der Steuerung des Wechselrichters eingeregelt werden) bestimmt sich die ins Netz übertragene Leistung.

    Und zwar sowohl die Wirkleistung als auch die Scheinleistung.

    Die Wirkleistung wählt der Wechselrichter immer so dass er das Maximale abliefert ohne sich selber zu überlasten und ohne dass sich seine Zwischenkreiskondensatoren zu stark entladen.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • Danke für deine Erklärung. Der Wechselrichter erzeugt keine Spannung, das war mir neu. Ich dachte bisher auch, dass unterschiedliche Frequenzen im selben Stromkreis zu Problemen führen. Wieder was gelernt.
    Zwei Fragen noch:
    Welche Größe ist gemeint bei "Über den Phasenwinkel des Stroms zur Netzspannung und die Größe [...]"?
    Und aus welchem Grund wird der Strom mit höherer Frequenz zuerst verbraucht?

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  • Broadcasttechniker : viel Spaß beim erklären, ich hol Chips und Bier :S:S8)8)^^^^

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech + PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL und noch nicht alle Flächen belegt. Damit leben wir mit unserem EFH-2-Personen-Haushalt elektrisch autark. Stromeinkauf 2019 = 52kWh und das Beste: die Anlage bezahlt sich selbst.... wer mehr wissen möchte ... > PM per Konversation

  • es gibt keine andere frequenz, das ist eher so, als wenn du mit einer kleinen kurbel einen riesig schwerem kreisel beschleunigen willst. du kannst leicht drehen oder ins schwitzen kommen, der kreisel dreht immer gleich schnell. deine leistung verändert die drehfrequenz nur theoretisch in der grenzbetrachtung hat praktisch aber keine wirkung.

    das netz hat 214100000000W und dein wr 600W das weniger als eine fliege auf einem elefanten.

  • Ich lass es auch sein.

    Oder versuche es mal anders herum.

    Wir Menschen bauen uns für alles um uns herum Modelle und arbeiten damit.

    Wenn das Modell nicht unseren praktischen Erfahrungen oder Erwartungen entspricht dann feilen wir solange daran bis das Modell passt. Wenn es dabei auch noch schön einfach daher kommt, um so besser.

    Bei DC besonders nett zu Rechnen

    U=I*R, P=U*I und das kann man umstellen und verknüpfen es stimmt immer

    z.B. P=U²/R oder P=I²*R und so weiter.

    Mit Kirchhoff kann man dann auch verzweigte Netzwerke ausrechnen.

    Jetzt kann man zu den Widerständen noch Spulen und Kondensatoren dazu nehmen, bekommt bei DC aber immer nur irgendwas mit asymptotischen Verlauf, Ein und Auschwingvorgänge.
    Jetzt nehmen wir Wechselspannung.

    Und da wird es etwas schwieriger.

    Um sich die Arbeit und die Vorstellung etwas zu erleichtern betrachtet man nicht mehr die aktuellen Spannungsschwankungen und Stromstärkenänderungen sondern rechnet mit Effektivwerten wie bei DC und zusätzlich mit Zeigerdiagrammen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigermodell

    Lies mal nur die erste Zeile.

    Es ist ein Modell.

    Ein Modell mit dem man vieles einfach abfrühstücken kann, denn der Zeitverlauf spielt dabei keine Rolle und man bleibt zweidimensional, das bekommt man sich noch ganz gut vorgestellt (im Gegensatz zum Volumen der n-dimensionalen Einheitskugel https://de.wikipedia.org/wiki/Kugel#Verallgemeinerung ).


    Bringt dich das jetzt weiter?

    Näh.

    Verstehe ich.

    Dann wieder zurück auf Anfang.


    Dein Konstrukt besteht aus der Parallelschaltung einer Spannungsquelle (das Netz),

    einer Stromquelle (der PV Inverter) und einem Widerstand (dein Verbraucher im Haus).

    Die Spannungsquelle hat per Definition immer die gleiche Spannung, egal wie stark sie belastet wird.

    Die Stromquelle liefert Strom, egal an welcher Spannung, nur ist die hier sowieso konstant.

    Der Widerstand verhält sich so wie wir es in der Schule gelernt haben.

    Durch die Parallelschaltung ist die Spannung überall gleich (der Netzspannung).

    Der Strom durch den Widerstand ist immer gleich (Unetz/R), sagen wir mal 2 Ampere.

    Der Wechselrichter liefert immer 1 Ampere.

    Nach Kirchhof fließt jetzt 1 Ampere vom Netz (durch den Zähler) zusammen mit 1 Ampere vom Wechselrichter durch den Widerstand der mit 460 Watt (230V *2A) heizt.

    Das könnte ein Teekocher sein, die Leistung stimmt in etwa.

    Jetzt schaltet man den Kocher aus.

    Der Wechselrichter liefert immer noch genau 1A denn die Sonne scheint in dem betrachteten Augenblick konstant.

    Der Kocher ist aus, also fließt das eine Ampere jetzt durch den Zähler ins Netz, denn wo soll es sonst hin?


    Klar ist das vereinfacht.

    Aber es bildet die Verhältnisse gut ab.


    Jetzt ziehen wir den Stecker des Modulwechselrichters aus der AC-Dose, mitten im Betrieb.

    Wo fließt das eine Ampere hin?

    Für den Bruchteil einer Sekunde in die Kombination aus Glättungskondensator und Überspannungsableiter.

    In diesen Sekundenbruchteilen merkt der Wechselrichter dass da kein Netz mehr ist und schaltet auf der Stelle ab.

    Es wird keine Leistung mehr vom Panel abgenommen und das wars.

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  • Danke für deine Erklärung. Der Wechselrichter erzeugt keine Spannung, das war mir neu. Ich dachte bisher auch, dass unterschiedliche Frequenzen im selben Stromkreis zu Problemen führen. Wieder was gelernt.
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    Welche Größe ist gemeint bei "Über den Phasenwinkel des Stroms zur Netzspannung und die Größe [...]"?
    Und aus welchem Grund wird der Strom mit höherer Frequenz zuerst verbraucht?

    es gibt keine andere frequenz, das ist eher so, als wenn du mit einer kleinen kurbel einen riesig schwerem kreisel beschleunigen willst. du kannst leicht drehen oder ins schwitzen kommen, der kreisel dreht immer gleich schnell. deine leistung verändert die drehfrequenz nur theoretisch in der grenzbetrachtung hat praktisch aber keine wirkung.

    das netz hat 214100000000W und dein wr 600W das weniger als eine fliege auf einem elefanten.

    Ah, verstehe. Sehr anschaulich, danke. Wenn aber die Einspeisung nun also weder wirklich auf die Frequenz wirkt noch mit einer höheren Spannung aufwarten kann, warum wird der Sonnenstrom dann zuerst verbraucht? Den Grund dafür muss doch irgendeiner hier mal formulieren können?

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  • Dafür ist der Herr Kichhoff zuständig.

    Den musst du schon begreifen.

    Wenn nicht, auch nicht schlimm, aber dann lasse uns bitte in Ruhe.

    Der Sonnenstrom wird BILANZIELL zuerst verbraucht.

    Was der Strom wirklich macht, das wissen wir gar nicht.

    Wir haben nur Modelle für den Strom.

    Strom hat nichts mit Kupfer und auch nichts mit Elektronen zu tun.

    Das sind nur Modelle um bestimmte Sachen besser zu verstehen.

    Du kannst Strom sogar durch ein Vakuum schicken, ganz ohne Elektronen (also nicht wie früher in den Röhren).

    Das verständlich zu machen ist schon etwas schwerer, aber das hat der Herr Maxwell ganz gut beschrieben.

    Keine leichte Kost für mathematische Legastheniker.

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  • Der Wechselstrom wurde doch nur erfunden weils mit DC zu einfach war :D;)

    Über welchen Offset reden wir denn hier, wie kann man das berechnen?

    Über Funktionsweise WR hab ich das auf die Schnelle gefunden, (muss ich mir mal an einem Regentag antun) da wird allerdings PWM beschrieben was vermutlich am Phasenoffset nichts ändert?

    ps:

    meine Zuleitung vom WR zur Wielanddose (Zähler für U,I,P, kwh ist daneben) ist mit 20m und 1,5mm2 laut einigen Leitungsrechnern noch im grünen Bereich

  • Wer es gerne etwas komplizierter hätte.

    Natürlich werden die Halbbrücken PWM gesteuert um aus der Zwischenkreis DC einen sinusförmigen Strom zu machen.

    Über das Pulsweitenverhältnis und die Glättungsdrossel wird aus der Eingangsspannung aus dem Zwischenkreis eine rechnerische Spannung generiert die von Betrag und Richtung so gestaltet ist dass der gewünschte Strom fließt.

    Rechnerische Spannung deswegen weil diese nicht nachmessbar ist sondern sich aus der PWM und der Zwischenkreisspannung berechnet.

    Messen kann man nur die Netzspannung und die Zwischenkreisspannung.

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  • warum wird der Sonnenstrom dann zuerst verbraucht?

    sag mal bist du wirklich so deppert ???

    ist doch schon längst geschrieben.............


    kann das mal hier einer beenden ????????

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