Funktionsweise Mikrowechselrichter

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein paar tiefergehende Fragen zur technischen Funktionsweise von Mikrowechselrichtern.

    Nach meinen Informationen erzeugen die Wechselstrom mit etwas höherer Spannung als im Netz detektiert, was ja dann zu prioritärem Verbrauch im Haushalt führt.
    Kann das jemand bestätigen und ggf. noch sagen, wie viel höher oder wovon das abhängt?

    Und kennt ggf. jemand die genauen Kriterien für die Zertifizierung nach der neuen VDE-AR-N-4105? Insbesondere die Daten der Freischaltstelle (Spannungs-, Frequenz- und Impedanz-Spektrum sowie Dauer bis Spannungsfreiheit der Kontakte) und die Unterschiede zur AR-N-4105:2011-08 in Bezug auf die Netzstabilisierung interessieren mich sehr.

    :danke:

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  • ist nicht bös gemeint, aber lern erstmal das hier

    1. Kirchhoffsches Gesetz

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsche_Regeln


    und erst wenn das umfänglich verstanden ist würde ich mir Gedanken über VDE und Co machen

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Nach meinen Informationen erzeugen die Wechselstrom mit etwas höherer Spannung als im Netz detektiert, was ja dann zu prioritärem Verbrauch im Haushalt führt.

    nein!

    die spannungsanhebung erfolgt dehalb, damit der strom ueberhaupt zurueck ins netz "rinnt" und nicht im WR als abwaerme verbleibt.

    "prioritaerer" verbrauch im haushalt ist komplett unabhaengig davon, er kommt nur zustanden, wenn der erzeuger im haus laufend auch einen hausinternen abnehmer hat. der momentanueberschuss wird ins netz eingespeist und vom - hoffentlich vorhandenen - zweirichtungszaehler erfasst.


    ps. die kriterien kann man googeln...

  • ist nicht bös gemeint, aber lern erstmal das hier

    1. Kirchhoffsches Gesetz

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsche_Regeln


    und erst wenn das umfänglich verstanden ist würde ich mir Gedanken über VDE und Co machen

    Ich hab es gelesen, nur die Hälfte verstanden weil kein Techniker und habe mir nun mit anderen Quellen die Antwort zusammengereimt, die du mir wahrscheinlich hättest auch einfach geben können statt eine Lehrstunde daraus zu machen:
    "Ja, es wird eine z.T nicht unerheblich höhere Spannung erzeugt, die von der aktuell erzeugten Energie und der Gestaltung des Endstromkreises abhängt. Die notwendige Spannung für die Einspeisung ist die Summe der Netzspannung und dem Produkt von Stromstärke und Impedanz."

    Hab ich bestanden und darf mir nun Gedanken über den zweiten Teil meiner Frage machen? :saint:

    Kennst du denn die Prüfkriterien für die neuen Zertifikate?

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  • Dass aber zuerst der eingespeiste Strom verbraucht wird liegt daran, dass durch die Einspeisung die Spannung im gesamten Endstromkreis angehoben wird im Verhältnis zum öffentlichen Netz, oder hab ich das immernoch nicht verstanden?

    Und ich habe natürlich versucht, die Kriterien zu googlen, da war nichts zu finden zu Freischaltstelle und Netzstabilisierung. Komm mir doch bitte etwas entgegen und poste einen Link.

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  • Dass aber zuerst der eingespeiste Strom verbraucht wird liegt daran, dass durch die Einspeisung die Spannung im gesamten Endstromkreis angehoben wird im Verhältnis zum öffentlichen Netz, oder hab ich das immernoch nicht verstanden?

    1. Kirschhoff`scher Satz (Maschenregel) immer noch nicht verstanden

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Dass aber zuerst der eingespeiste Strom verbraucht wird liegt daran, dass durch die Einspeisung die Spannung im gesamten Endstromkreis angehoben wird im Verhältnis zum öffentlichen Netz, oder hab ich das immernoch nicht verstanden?

    1. Kirschhoff`scher Satz (Maschenregel) immer noch nicht verstanden

    Danke für die "Hilfe". Ich versuche hier aber kein Physikstudium anzufangen sondern eine Erklärung für Nichttechniker zu bekommen. Wärst du bitte so freundlich, mir meinen Denkfehler darzulegen?


    PS: Die Maschenregel ist übrigens der 2. Kirchhoff'sche Satz.

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  • denke nicht von der Spannung her sondern vom Strom....

    2. Kirchhoff'sche Satz.

    stimmt, der erste ist der Knotensatz, und der gilt hier

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Die Stromausnahme aus dem Netz sinkt, weil der Knoten von Erzeuger und Verbraucher hinter dem Zähler liegt.

    Hier muss in dem Knoten gelten: die Summe aller Ströme ist 0


    Also muss bei einer Last von z.B. 7A und einem Strom von z.B. 5A des Erzeugers ( umgedrehtes Vorzeichen da entgegengesetzte Flußßrichtung) der Strom aus dem Netz zum Knoten hin 2A betragen.


    Die minimal höhere Spannung die Du meinst dient einzig und allein die Verluste auf dem Kabel zu decken bzw ist die treibende Kraft um den Stromfluss zu bewirken. Der Grund aber warum der Strom im eigenen Haus bleibt ist die Knotenregel bzw der Knoten hinter dem Zähler. Der zählt nur die Ausgleichsströme.


    Steigt nun der Strom des Erzeugers über den des Verbrauchers wird der Strom im Zähler umgedreht und eingespeist. Aber erst wenn der eigene Bedarf/Verbrauch zu 100% gedeckt ist.

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • leolotus Danke für die Erklärung, aber ich habe einen Punkt nicht ganz verstanden. Was unterscheidet in dieser Logik den Wechselrichter vom Stromzähler? Vor dem Wechselrichter gibt es ja wenn man so will auch einen eigenen Stromkreis, nämlich den Gleichstromkreis zwischen Modul und Wechselrichter. Warum bleibt denn dann trotzdem nicht etwa der Strom vom Wechselrichter "außerhalb" des gemischten Endstromkreises sondern der vom Netz? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das nichts mit der Spannung zu tun haben soll...

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