Sizing PV Anlage

  • Hallo Zusammen,

    nachdem die Rabatte bei jährlichen Stromwechseln immer weiter zusammenschrumpfen und ich nach aller Rabatte mittlerweile auch bei einem Preis von >26ct/kWh bin, wird für uns das Thema PV Anlage interessant. Ich habe mich bisher nur eingelesen, da ich vor dem Gang zum Solarteur schon mal wissen möchte, was wir konkret wollen. Danke an dieser Stelle an die FAQs von pflanze ... ein paar Lücken muss ich jetzt aber doch auf diesen Weg füllen.


    Objekt

    • PLZ 94419
    • Linkes Bild ist genordet
    • Dachneigung 38°
    • Heizung erfolgt über Gas, Warmwasser wird mittels Solarthermie unterstützt

    Vorhaben

    Bisher wollten wir nur das Garagendach belegen - nach Studium des Forums tendiere ich aber nun dazu, die nach SW zeigenden Flächen maximal auszunutzen um an die 10kWp ranzukommen, sprich: Garagendach (8,23x3,4m) und die Flächen des Hauptdachs links & rechts vom Zwerchgiebel (Ohne Zwerchgiebel wäre die Dachfläche 6x12m)). Hauptfrage: Wie erreicht man bei der im Tagesverlauf zwangsläufigen unterschiedliche Beschattung der drei Flächen (Garagendach durch das Nachbargebäude; Hauptdach durch den Zwerchgiebel - aber halt links und rechts unterschiedlich) eine optimale Ertragsausbeute. Hier mal ein Beispiel, wie das Garagendach um diese Jahreszeit um 10 Uhr morgens von der Sonne bestrahlt wird:

    Habe einiges über MPPT, Strings, Modulwechselrichter, Halbzellenmodule ... gelesen - kann das aber nicht auf meinen Fall anwenden:(. Wäre hier deshalb für ein paar Tipps in die richtige Richtung dankbar. Weiterhin schließe ich die Belegung der NO-Seite auf Grund der Dachneigung aus.


    Ich hänge derzeit noch an der Wirtschaftlichkeitsberechnung - das vorgenannte Thema hat Einfluss darauf - ich würde dazu gerne ein paar Rahmenbedingungen/ Annahmen auf den Prüfstand gegen bestehende Erfahrungen stellen:

    • Eigenverbrauch ist für mich der entscheidenden Faktor, um einen RoI in absehbarer Zeit (< 9 Jahre) zu erzielen: Wir haben einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 9 kWh am Tag. Ich rechne damit, dass ich in der Größenordnung 4 kWh im Durchschnitt davon aus der PV Anlage abdecken kann. Dies ist aus meiner Sicht konservativ, da wir neben der Grundlast (ICT, Server, SmartHome, dezentrale Lüftung) aktuell einen relativ hohen untertägiger Verbrauch auf Grund unserer Situation haben (Frau & Kind zu Hause, ich arbeite im Home Office).
      Wie sind die Praxiserfahrungen mit Euren Annahmen zum Eigenverbrauch, insbesondere auch über einen längeren Zeitraum?
      Welche weiteren Maßnahmen müssen ergriffen werden, um den Eigenverbrauch zu optimieren? Batteriespeicher schließe ich aus, aber ich habe etwas von Phasenverteilung gehört ...
    • Versicherungen: PV ist in meinen bestehenden Versicherungen (Haftpflicht, Wohngebäude, Hausrat) enthalten - eine Einspeiseversicherung stufe ich als überflüssig ein. Wie seht ihr das?
    • Ich gehe von pauschal 100 EUR/Jahr aus, die in Rücklagen für Wartung, Reinigung, Reparatur zugeführt werden. Was sind hier die Erfahrungswerte

    Ansonsten bin ich für Tipps zu Modulen, Montagesystemen, etc. dankbar.


    Vielen Dank!


    LG

    Stephan

  • Module auf die Dächer skizzieren, ggf. m PVSol premium Schattenanalyse.

    Verbrauch optimieren = Verbrauch senken und in die Sonnenzeit legen.

    Was sagt PVGIS für NO?

    Einspeiseversicherung stände im Wissen wenn sie nötig wäre.

    Rücklage = 1 WR in 20 Jahren. Passt samt Puffer.


    PS mit einem einzigen Modul wird die Einspeisung die manche aus Unkenntnis und Falschinformation vermeiden wollen gegen Null gehen.

  • Hallo Stephan, du denkst mir ein bisschen zu sehr in Geldkategorien. PV macht in erster Linie Spaß und ist ein Beitrag zur Energiewende, und ja, es macht sich auch bezahlt. Die Anlage kostet dich am Ende nichts, aber du wirst auch nicht reich damit. 45% Direktverbrauch sind ein ehrgeiziges aber einigermaßen realistisches Ziel, wenn du alle brauchbaren Flächen nutzt. Deine Annahmen zu Versicherung und Rücklagen sind realistisch.


    Also, wie bereits gesagt: Module auf die Flächen skizzieren, ST eventuell verschieben (zum Abbauen ist sie noch zu jung, oder?)

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • PLZ 94419
    Linkes Bild ist genordet
    Dachneigung 38°

    Ausrichtung ~45° SW



    über 1000kWh/kWp ! was willst du mehr?!


    Selbst die Gegenseite (NO) bringt noch 680kWh/kWp und wäre bei erhöhtem Eigenverbrauch wie z.B Emobilität oder Wärmepumpe nicht uninteressant.


    Garagendach (8,23x3,4m)

    darauf passen 16 Module (2 übereinander und bis zu 8 nebeneinander)


    die Flächen des Hauptdachs links & rechts vom Zwerchgiebel (Ohne Zwerchgiebel wäre die Dachfläche 6x12m)

    Lieder ist das Bild so klein dass ein auszählen der Pfannen nicht möglich ist - dazu müssen aber auch die Dachgrundmaße GENAU stimmen.

    ggf sind auch die Maße der Gaube interessant - mit Solaredge könnte man diese Fläche ebenfalls erschließen falls nötig/gewünscht - wirtschaftlich am sinnvollsten (und das interessiert dich doch?) sind die großen Flächen. - z.B da wo die wenig wirtschaftliche Solarthermie im Weg liegt :D


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Vielen Dank für Eure Beiträge


    pflanze, habe mir das mal in PVGis angeschaut und wie Green_Pirate schon geschrieben hat:

    SW: 1.020 kWh/kWp

    NO: 645 kWh/kWp, allerdings stehen auf der NO Seite Bäume (siehe Bilder im 1. Post), die ich liebend gerne umsägen würde, wenn sie auf meinem Grund stehen würden X(


    Zur Schattenanalyse habe ich mir mal die Testversion von PVSol geholt. Garagendach sieht wie folgt aus, wenn ich die Schneefanggitter abbauen würden sogar 18 Module drauf gehen:

    SW

    NO


    Hausdach wie folgt (auch Maximal-Belegung mit entfernen der Schneefanggitter:


    Was muss man denn hier beachten, um das Leistungsoptimum rauszuholen? Habe einiges zu MPPT, Modulwechselrichtern, Leistungsoprimierern etc. gelesen, komme nun aber zu dem Ergebnis, dass Leistungsoptimierer am Modul wohl die Beste Lösung sind. Tendiere deshalb in 2 Richtungen:

    Garagendach ==> SW und ggf. NO belegen, SolarEdge (oder vergleichbar) auf Grund Schattensituation

    Hausdach ==> nur Flächen > 2 % belegen (wenn überhaupt, da Garage SW und NO als unkompliziertere Lösung erscheinen).


    Monsmusik, ich will mit der PV-Anlage kein Geld verdienen, sondern einen sinnvollen Invest in die Zukunft machen. Aber auch dazu muss der RoI in einem absehbaren Zeitraum gegeben sein ... Reicht schon, dass ich mit der Blindleistungs-Solarthermie vor 4 Jahren was aufs Dach bekommen habe, dessen Kosten ich nie wieder reinhole ;(

  • neben Gaube sollte hochkant gebaut werden. Schatten nur auf Moduldrittel.

    Garage wurde ich ca. 7*2 hochkant 2m*1m. prüfen.

  • Was muss man denn hier beachten, um das Leistungsoptimum rauszuholen?

    Vorallem dass man auf einem Süddach mit Erker/Gaube daneben keine Querbelegungen machen sollte da der einwandernde Schatten an der kurzen Kante sofort das ganze Modul "lahmlegt" in Längsrichtung fällt das Modul in 1/3 "Bausteinen" aus - da hier jeweils eine Bypassdiode schaltet. Probiers mal aus - gerade bei den unteren, inneren Modulen wirst du drastische Unterschiede sehen. - betrifft om Übrigen auch die Garage die am späten Nachmittag/Abend vom Haus verschattet wird.


    Davon abgesehen schreit das Dach nach 72Zellern. Auf die Garage gingen derer 14-16st - auf dem Hausdach sicher (ohne Schatten analysiert zu haben) 22st.


    Die Verstringung ist mit 72Zellern ebenso problematisch wie mit 60 Zellern - dazu kommen wir aber noch.


    Aufgabe:

    Belege die Dächer mal hochkant - auchmit 72Zellern (2x1m).

    die Quermodule über der Gaube dürfen (erstmal) so bleiben.

    Habe einiges zu MPPT, Modulwechselrichtern, Leistungsoprimierern etc. gelesen, komme nun aber zu dem Ergebnis, dass Leistungsoptimierer am Modul wohl die Beste Lösung sind

    Das is nicht richtig. Optimierer sind NICHT hilfreich. Erst Belegung optimieren - dann diskutieren wir den Rest. Schatten vermeiden geht vor Schattenmanagen (was der WR auch ohne (Umsatz)optimierer danke pflanze :) kann)

    Garagendach ==> SW und ggf. NO belegen, SolarEdge (oder vergleichbar) auf Grund Schattensituation

    Hausdach ==> nur Flächen > 2 % belegen (wenn überhaupt, da Garage SW und NO als unkompliziertere Lösung erscheinen).

    Auch das ist, sorry, Quatsch - lass uns Schritt für Schritt gehen - okay?


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Danke smoker59, das basiert auf seiner Formulierung.

  • Achso noch eins:

    Das NO Garagendach ist viel zu verschattet - wenn das hochkant belegt nicht unter 10% im Schnitt kommt fällt der Ertrag unter 600kWh/kWp und man muss ein klares Veto aussprechen - das wird nur ein Groschengrab.

    Dann lieber das Geld in die Gauben investieren - falls SE unausweichlich oder gewünscht ist.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!