Keine Einspeisung mehr, Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch weiterhin?

  • Hallo,


    kurze vorab-Info: Geplante Anlage beim Neubau mit 4,48kWp (14 Module, Dach Nord-Süd Ausrichtung), Speicher mit 6,6kWh. Dazu Luft-Wärmepumpe / Fußbodenheizung, ggf. E-Auto im Verlauf. Damit hohe Eigenvebrauch-Quote.


    Aktuell bin ich angestellter Arbeiter. Es ist wahrscheinlich, dass ich in 5-6 Jahren selbstständig unternehmerisch tätig bin mit >16.500€ Einkommen, sodass die Kleinunternehmer-Regelung nicht mehr greift. D.h., wenn ich mir jetzt die Mehrwertsteuer rückerstatten lasse, könnte ich nach 5 Jahren nicht wechseln in die Kleinunternehmer-Regelung, um die Umsatzsteuer auf Eigenverbauch zu sparen.


    Aktuell geplant ist die MwSt erstatten zu lassen auf PV-Module, Batterie, Installation. Die einspeiserelevanten Teile (PV-Module) sollen jährlich abgeschrieben werden mit 5%. Nebenbei: Kann man auch die den Teil der Gebäudeversicherung, die die PV-Anlage versichert, von der Steuer abschreiben?


    Jetzt meine Frage:

    Ist es möglich, später die Einspeisung des Stroms zu unterbinden / darauf zu verzichten, um nicht mehr "unternehmerisch" tätig zu sein mit der PV-Anlage und nicht mehr Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen zu müssen? Die Vergütung aus der Einspeisung dürfte bei mir kaum relevant sein, vor allem durch den hohen Eigenverbauch (s.o.)

  • Also ich würde ja lieber das Dach maximal belegen und dafür den Akku etwas kleiner wählen... Und so mehr "verdienen"...

  • >16.500€ Einkommen, sodass die Kleinunternehmer-Regelung nicht mehr greift.

    ab 2020 erhöht sich die Freigrenze für die Kleinunternehmer Regelung auf 22.000€ :-)

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • klar kann die Erzeugung auf den aktuellen Verbrauch abgeregelt werden sofern die entsprechende Hardware dafür da ist. Ob sich das aber für die paar Euro lohnt ist wirklich fraglich, zumal dann ja auch Einnahmen verloren gehen. Sollte dann in den folgenden betriebsjahren Ausgaben anfallen, wechselrichter, reinigung, Kontrolle, kannst du die auch nicht mehr geltend machen. Möglicherweise lässt sich das Finanzamt auch nicht verarschen und fordert die ust Erstattung anteilig zurück. Aber wie zuvor schon geschrieben, du fokussiert dich gerade auf Kleinigkeiten und lässt die wesentlichen Sachen außer acht. Dach maximal sinnvoll belegen, Speicher nur wenn du ihn auch ohne pv bräuchtest. Da liegt das meiste Geld.

  • klar, wenn du mehr Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen musst als du Einspeisevergütung erhältst, hilft nur abregeln...

    Das sollte man sich besser vorher überlegen und gar nicht erst einspeisen.

    Aber die Vorsteuer wolltest du dennoch gerne vom Finanzamt zurück ...? ;)

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Also ich würde ja lieber das Dach maximal belegen und dafür den Akku etwas kleiner wählen... Und so mehr "verdienen"...

    Dafür ist es jetzt leider zu spät. Planung ist durch, Bau fortgeschritten. Ggf. können wir später mit weiteren Modulen ergänzen, wenn es sinnvoll erscheint.


    klar, wenn du mehr Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen musst als du Einspeisevergütung erhältst, hilft nur abregeln...

    Das sollte man sich besser vorher überlegen und gar nicht erst einspeisen.

    Aber die Vorsteuer wolltest du dennoch gerne vom Finanzamt zurück ...? ;)

    Natürlich möchte ich das. Jede Firma lagert Gewinne auf exotische Inseln aus, wenn es irgendwie möglich ist. Niemand verschenkt doch Geld...


    Was meinst du mit "klar, wenn du mehr Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen musst als du Einspeisevergütung erhältst, hilft nur abregeln..." ?


    Bedeutet das "ja" auf meine Ursprungsfrage? Also Einspeisung aufheben, dann keine Umsatzsteuer mehr zahlen auf Eigenverbrauch. Dabei aber das Risiko, dass das Finanzamt die Vorsteuer zurückfordert?

  • Geplante Anlage beim Neubau mit 4,48kWp

    Ist das ne Hundehütte?


    Planung ist durch, Bau fortgeschritten

    Ich verstreh es echt nicht - für Bodenbeläge geht man zum Berater - für ein Energiekonzept hatkeiner Zeit, Geld oder Muße.

    Naja kommen ja auch unbequeme Wahrheiten zur sprache und man müsste vll seine Standpunkte revidieren.


    Zu deiner Frage:

    Wenn du dir die MwSt erstatten lassen willst bist du Unternehmer.

    Wenn du die Anlage netto zahlst und nicht einspeist fällt keine Ust an.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Die Vorsteuer kassieren, dann aber die private Entnahme von Sachgütern aus dem Betrieb USt-frei entnehmen weil man keinen anderen Umsatz hat?


    Der Deal mit dem FA ist doch einfach. Vorsteuer eingestrichen, USt auf den DV. KUR gewählt, Vorsteuer nicht gezogen, keine USt auf DV.

  • Niemand verschenkt doch Geld...

    Wirklich niemand? Du hast gerade Geld verschenkt und Dir einen unrentablen Speicher und eine viel zu kleine PV gekauft...