Denkfehler / Diskussion PV - Biogas?

  • Hallo,


    habe ich einen Denkfehler?

    Könnte auf der Fläche, die aktuell für Biogas in Deutschland genutzt wird, rd. 1/4 bis 1/3 des Primärenergiebedarfs (!) Deutschland gedeckt werden?


    Meine Rechnung, überschlägig:

    bewirtschaftete Fläche Biogas: rd. 1.000.000 ha (versch. Quellen von 0,9 bis 1,3 Mio ha)

    installierbar pro ha: 1.000kw (versch. Techniken, Ost / West oder nur Süd...)

    Ertrag pro kw: 1.000kWh (ggf. mehr)

    macht 1 x 1 Mio kWh = 1.000 Mrd. kWh

    Primärenergiebedarf Deutschland: 3.776 Mrd kwh (2018)


    wenns so stimmt, müsste man es denn nicht so umsetzen?

    Die kWh gäbe es dann sicherlich für rd. 3 cent und damit viel finanzielle Luft fürs Speichern / Umwandeln (Wasserstoff), das Nitratproblem wäre deutlichst reduziert, da nicht mehr gedüngt werden müsste auf den Freiflächen, kein Spritzmitteleinsatz mehr dort, also mehr Insekten, Vögel etc.

    Viel eingespartes Geld (Biogas bekommt aktuell 16cent / kWh?)

  • Und das ist nur der heutige Primärenergiebedarf... Bei Einsatz von BEVs und WPs geht der auf gut 1/3 davon runter!

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Servus, aber stimmen Deine Zahlen? :

    da ist "Biomasse" fast gleichauf mit "Solar", ungefähr 45 TWh.


    Primärenergiebedarf DE 2018 :


    sind nach meiner (vielleicht falschen:oops:) Rechnung ca 3586 TWh

    lg,

    e-zepp

  • Die heute installierte PV Leistung (49GW ?) benötigt heute etwa 25500ha Modulfläche(~320Wp/1,68m2).

    Auf die 1,3 Mio ha Ackerfläche passen somit problemlos ~1,25TW (50% Flächenausnutzung). Die Zahlen mit den potenziell möglichen 1/3 des heutigen Primärenergiebedarfs sind also korrekt.


    Das Problem mit der Gülle lösen wir nur so leider nicht weil wir halt große Teile des Ursprungs der Gülle als Tierfutter importieren und das muss ja auch wieder irgendwo hin. Da hilft nur weniger Fleisch essen.

  • Der Energieertrag pro Fläche ist bei Biogas halt total grottig... Der einzige Vorteil ist, dass man das Zeug leicht speichern kann. Es sofort zu verfeuern bzw. die Dinger 24/7 durchlaufen lassen ist nicht wirklich sinnvoll... Da könnte man es gleich lassen und PV hinbauen.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Nach meiner unmaßgeblichen Meinung, hat man das Wort "Primärenergiebedarf' nur erfunden, um zu verschleiern, wie unmöglich ineffizient viele Verfahren der Energieumwandlung sind.


    Braunkohle: Man buddelt bis zu ??? sagen wir mal 20 m ab, um dann an Brennstoff zu kommen, der eher wie Kompost wirkt, als wie Brennstoff ! Dieser wird dann transportiert, getrocknet und weiter behandelt.

    Steinkohle ist auch nicht 'fertig'

    Gas muss aufwendig verdichtet und gelagert werden, was unglaublich viel Energie benötigt.

    Dazu noch der unterirdisch miese WG der Verfahren.


    Deshalb kommen da vollkommen irre Zahlen zu Stande! Der Primärenergie Verbrauch einer Dampflok lag effektiv um den Faktor > 90 höher, als die Antriebskraft, die da am Ende auf die Räder übertragen wurde. Also ca. 1% der thermischen Energie der Kohle wurde genutzt.


    So ein ICE Geschoss braucht locker 10 MW! Antriebsleistung man stelle sich vor, der würde ähnlich 'effizient' arbeiten, dann würden aber die Lichter ausgehen, jedes mal, wenn der anfährt!


    Man müsste heute von der Brutto Stromerzeugung sprechen. Also den Verlusten beim Transport inkl. der Wandlung (Spannung AC/ DC) PV Anlage an der Oder, bis zum Akku im Tesla M3


    Dass schon ein Herr Linde verstanden hat, dass die Thermodynamik mehr möglich macht, als aus 100% Energieeinsatz nicht mal 100% Wärme zu machen, stört die aktuelle Regierung Null!


    Der Mann ist seit 1934 tod! und wir fördern 2020 immer noch 'moderne' Gasheizungen?

    der Carl von Linde rotiert im Grab! Selbst der Deutsche Schrott (Luft- Wärmepumpe) schafft 300%


    Bei der Bedeutung der Gebäudewärme etc. , würde man bei Lichte folgendes festhalten können:


    Primäreinergieeinsatz < netto Energiebereitstellung


    Die paar Verluste im Netz, beim Laden etc. alles Pipifax! Die JAZ von nur 3 rettet alles!

  • Fragt mal einen Bauern, wie viel Diesel er je ha verballert, im Laufe der Periode, um den Mais auf den Felder wachsen zu lassen und die Ernte einzufahren etc.


    So ein Diesel Traktor ist nicht ganz so sparsam, wie ein VW Golf !

  • Und die Biogasanlagen könnte man bestimmt umbauen, um dann Wasserstoff/ Methan aus Überschuss zu machen und später dann wieder verstromen.

    Aug.2018: 26,7kWp Ost 9,6 - Süd 6,3 - West 10,8 , E3DC S10 mit 15 kW Speicher und SMA STP-8000

    Seit 15.07.2019 "fossil" Co2 freies Haus 5kWth Aquarea LWWP, Feinwerk BWWP, seit 11.07.2020 E-Niro MJ2020

    an einer OpenWB (Überschussladung)

    Meine Anlage mit Monatsertragswerten

    Wirtschaftlichkeitsberechnung (Steuern, Abgaben, Abschreibungen usw.)

    und letzten Post für (akt.Version Post #385, Version 2_09):!::!:

    Version 2_09

  • Ja, dafür wollten die Landwirte dann aber noch mal deutlich höhere Vergütung, da Speicherung und Reinigung/Trennung nun mal auch noch extra kostet. Da gibt es ja ohnehin schon kaum Kostensenkung, eher im Gegenteil.

  • ...Braunkohle: Man buddelt bis zu ??? sagen wir mal 20 m ab, um dann an Brennstoff zu kommen, der eher wie Kompost wirkt, als wie Brennstoff ! Dieser wird dann transportiert, getrocknet und weiter behandelt...

    Jetzt ist mit klar warum du Braunkohle für das geringere Übel hältst.

    400m hier bei Köln.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach

    Von der Verwüstung der Landschaft mal abgesehen, weißt du welchen Einfluss das auf das Grundwasser hat?