Planung PV auf EFH-Neubau und zwei Dachflächen Süd/West - Süd/Ost

  • Es hat bei mir jetzt einige Zeit gedauert. Es gab einige andere Probleme zu lösen.


    Beide angefragten Solateure haben mir bestätigt, dass die Anlagenauslegung direkt von Heckert kommt. Von einem dritten Anbieter habe ich mich verabschiedet, da er sich unabhängig von der Anlagengröße nicht von einem Akku abbringen lassen wollte.


    Mit PVGIS habe ich folgende Daten ermittelt:

    Westdachfläche: 931kWh/kWp

    Ostdachfläche: 1040kWh/kWp


    Geplant sind Module von Heckert NeMo 2.0 60M 325 Allblack (Abmessung 1006x1670)


    Folgende Änderungen habe ich vorgenommen:

    Westdachfläche:

    • Schneefang ist gestrichen, damit etwas mehr Platz
    • ansonsten Vollbelegung mit 33 Modulen (10,7kWp)

    Ostdachfläche:

    • Aufstieg für den Schornsteinfeger auf die Nordseite verlegt
    • ca. 0,75 - 1m müssen frei bleiben, da sich dort die Dächer überdecken (schraffiert im Belegungsplan)
    • ansonsten Vollbelegung mit 28 Modulen (9,1kWp)

    Ich habe für meine beiden Dachflächen jetzt einmal die Belegung eingezeichnet. Damit komme ich auf knapp 20kWp installierte Anlagengröße. Dies ist und bleibt nach langen Überlegen für mich im Wesentlichen aktuell auch das finanziell machbare Maximum. (Bin mir der Tatsache bewusst, dass dies hier z.T. als nicht richtig empfunden wird.)


    Leider habe ich kein Luftbild, da das Haus noch im Bau ist. Die Maße kommen aus den Bauplänen.


    Beide Solateure wollen die beiden Dächer mit getrennten WR betreiben. Argument sind u.a. die bessere Regelbarkeit, die höhere Ausfallsicherheit. Ich habe bisher noch kein Angebot nur für einen WR erhalten, werde dies aber noch einmal abfordern. Ich habe mir dem Tool von SMA mal etwas gespielt. Dort wurde mir als Variante mit einem WR der STP 20000TL-30 angeboten.


    Das Haus wird als Heizung eine inverter gesteuerte WP (Viessmann Vitovall 333-G inkl. natural cooling) bekommen. WP-Tarif ist nicht geplant. Viessmann bringt lt. Heizungsbauer auch die entsprechende Steuerung für die Nutzung des PV-Stroms direkt mit, so das eine Anhebung der Vorlauftemperatur oder der WW-Temperatur bei PV-Überschuss problemlos möglich sein soll.


    Fragen:

    • Passt die Konfiguration / Belegung so?
    • Welches Meßkonzept sollte ich wählen? Es dürfte doch nur ein Zweirichtungszähler und ein Erzeugungszähler notwendig sein? Für die WP ist auf Grund der BAFA-Förderung ein separater Zähler auf der Hutschiene nötig.
    • Die Regelung mache ich definitiv 70% weich. Geht dies überhaupt mit zwei WR?
    • Ist es richtig, dass die Dachflächen jeweils einen String darstellen?
  • Ich würde die beiden Dachseiten in je einem String zusammenfassen an einem Solaredge SE17K die Module an Doppeloptimieren P730 anschließen. Dann noch ein Wattnode als Energiezähler am Netzanschluß und im WR als 70% weich einstellen.

    Welche Heizung planst du? Verwendest du noch Öl oder Feststoffe? Nur dann müsste der Kamin vom Dach her zugänglich sein. Ein moderner Edelstahlkamin (nicht nur die) kann auch von unten bequem gereinigt werden.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Bei zwei Dächern mit nur zwei Ausrichtungen reicht ein klassischer Wr ohne Optimierer.

    Auf dem Westdach sollen 33 Module, an einem Standard-WR gehen die nicht, da Stringspannung > 1000V

    In zwei Strings aufteilen und dann parallel geht auch nicht bzw. nur mit Verlusten, da 33 nur 16 und 17 Module je String ergeben. Also braucht man einen WR mit mind. 3 MPPT.

    Da ist SE eine schöne Lösung, die auch für künftige Erweiterungen sehr felxibel nutzbar ist.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Das geht problemlos man einen Kostal Piko17NG mit 3Mpp Trackern.

    Sofern SE nicht sein muss würde ich es nicht haben wollen.

    Es kostet Geld, mehr Technik auf dem Dach, es ist ein Monopol...

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich würde dann lieber ein Modul weglassen (32) und alles dann an einen anständigen WR hängen. Merke: Bei Wechselrichtern ist es ähnlich wie bei Flugzeugen - bei zweimotorigen ist die Wahrscheinlichkeit für einen Triebwerksausfall doppelt so hoch wie bei einmotorigen. Und die PV-Anlage muß dann nicht notlanden. Überwacht sind sie heute in der Regel eh, also keinen Grund für zwei WR. Gerade bei Ost-West ist es meist sinnvoller und wirtschaftlicher, nur einen zu haben!

    Viele Grüße

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • anständigen WR

    Der Piko ist unanständig? dieses kleine Ferkel - habs doch immer geahnt!!!


    Was ist eigentlich mit dem Süddach (Fläche 2) - was passt da?

    In zwei Strings aufteilen und dann parallel geht auch nicht bzw. nur mit Verlusten, da 33 nur 16 und 17 Module je String ergeben

    West in 14+19

    Ost in 2*14 geht an einen WR mit 2 Mppt wenn er denn 30A verträgt. STP15 ginge schon mal.



    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Green_Pirate : Mit "einem anständigen WR" meinte ich primär einen statt zweien, und da einfach wieder einen der bewährten ohne viel Schnickschnack oder SE oder sowas ... Du weißt schon, was ich meine.

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Danke für die ersten Hinweise.


    Green_Pirate

    Meinst Du mit Fläche 2 das Südost-Dach (oben als Ostdach bezeichnet)? Das ist voll belegt mit 28 Modulen. Vgl. Plan im neuen Beitrag 31.


    Ich würde auf SE bzw. zusätzliche Technik auch gerne verzichten.


    Mir wäre ein WR auch lieber, da die gesamte Technik damit einfacher wird. Mal sehen, was der Solateur endgültig ausschwitzt. Bin aber auf gutem Weg, <1000€/kWp Netto zu kommen.


    Ich würde auch ungern 1 Modul weglassen. Bin sehr froh, dass ich optisch jetzt eine vernünftige gerade Fläche realisieren kann und kein Stückwerk auf dem Dach habe.

    Ist der Kostal Piko17NG eigentlich schon fähig, einen Akku im Rahmen der Nachrüstung irgendwann anzuschließen? Das wäre eine Option, wenn die Speicherpreise vielleicht doch mal deutlich fallen.


    @BT

    Der Kostal wäre dann also ein anständiger WR, oder. ;-)


    Kostal oder SMA ist vermutlich eine reine Philosophiefrage oder gibt es doch handfeste Unterschiede? Insbesondere Themen wie gute Auswertbarkeit der Daten und Zugriff auf das System wären für mich schon relevant. Mein Solateur ist von SMA wegen des schlechten Service weggegangen.


    Funktioniert weiche Abregelung überhaupt unkompliziert mit zwei WR?


    Was brauche ich technisch zusätzlich für eine weiche Abregelung gegenüber fest 70%.


    Welche Heizung planst du? Verwendest du noch Öl oder Feststoffe? Nur dann müsste der Kamin vom Dach her zugänglich sein. Ein moderner Edelstahlkamin (nicht nur die) kann auch von unten bequem gereinigt werden.


    Die Heizung wird eine modulierende WP (Viessmann Vitovall 333-G inkl. natural cooling). Der Schornstein ist für einen Ofen. Ich habe leider oder zum Glück Holz.


    In zwei Strings aufteilen und dann parallel geht auch nicht bzw. nur mit Verlusten, da 33 nur 16 und 17 Module je String ergeben.

    Worin begründen sich die Verluste?

  • Ist der Kostal Piko17NG eigentlich schon fähig, einen Akku im Rahmen der Nachrüstung irgendwann anzuschließen? Das wäre eine Option, wenn die Speicherpreise vielleicht doch mal deutlich fallen.

    die "option" ist ein AC Speicher - deutlich flexibler und komptibel wenns denn mal so weit ist.

    Nein der Piko kann keinen Speicher - dazu müsstest du min 1 Plenticore einkombinieren (plus einen weiteren WR).

    Vorher würde ICH aber über die freien Dachflächen (NO?, Terrassenüberdachung...) nachdenken!


    gern mal n genordetes Luftbild einstellen ich verrenke mit als den Hals bei deiner Skizze...

    Welche Belegung würdet Ihr empfehlen?

    Na Vollbelegung!


    Mir wäre ein WR auch lieber, da die gesamte Technik damit einfacher wird

    Huawei Sun 2000 33KTL-A - dann aber mit Ziel >30kWp.

    gute Auswertbarkeit der Daten und Zugriff auf das System wären für mich schon relevant

    PlexLogger zum Huawei?

    Funktioniert weiche Abregelung überhaupt unkompliziert mit zwei WR?

    Ja - sogar wenn das nur ein WR übernimmt und der andere "frei" ist.


    Was brauche ich technisch zusätzlich für eine weiche Abregelung gegenüber fest 70%.

    einen Energymeter/Modbuszähler/Stromsensor für mindestens einen WR.

    Achtung Schattentheoretiker!