Zeitraum bis zum Einbau des Einspeisezählers - Verbrauch

  • Hallo,


    meine Anlage ist nun bereits seit über zwei Wochen in Betrieb. Der Netzbetreiber war bisher nicht bei mir - der Termin ist kommende Woche. Der alte Zähler wurde vom Solateur ausgebaut.


    Auf welcher Basis wird nun der aktuelle Stromstand gemessen (den alten Stand habe ich notiert, der Zähler liegt auch hier zur Abholung bereit)?


    Muss ich mit einer Gebühr für den Zähler + Integration rechnen (ich glaube, dass ist von Betreiber zu Betreiber verschieden, oder?)


    Muss ich auf sonst noch etwas achten?


    Danke euch und schönen Sonntag

  • Wenn der VNB innerhalb von 3 Wochen kommt zum Zählertausch hast du Glück, einige haben hier schon Monate gewartet.


    Solange kein Zweirichtungszähler gesetzt ist wird dir der VNB für die Einspeisung nichts vergüten.


    Hat der Soltateur eine Konzession von deinem VNB für den Zählertausch oder gibt es momentan keine Messeinrichtung???

    Hat der Solateur eine Konzession dann darf er auch die Zählerstände "amtlich" protokollieren des alten und neuen Zählers für die Abrechnungen für Bezug und Einspeisung.


    Gebühr für Zählertausch ist unterschiedlich, je nach VNB, wie du schon bemerkst. Bei mir glaube ich war es damals 175€.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Was ich ja überhaupt nicht raffe: Wenn ein Elektriker die Befugnis hat Zähler auszubauen, warum baut er dann keinen Leihzähler ein wenn er weiß dass der VNB transusig ist?

    So ein amtlich geeichtes Teil kostet selbst neu nur um die 100€.

    Bei einer 10kW Anlage im Sommer würden einem bei 3 Monaten schon einiges durch die Lappen gehen.

    Vergiss die Erzeugung im Winter, Hauptsache dein Verbrauch wird nicht zu hoch geschätzt.


    Im Sommer würde ich den Zähler des Wechselrichters zur Abrechnung heranziehen und vom durch den VNB geschätzten Sommerverbrauch die Hälfte als Eigenverbrauch ansetzen.

    Sowohl für den Bezug als auch für die Lieferung.

  • Der alte Zähler wurde vom Solateur ausgebaut.

    Und nun ist kein Zähler verbaut? Oder was hat der Solateur dafür eingebaut?

  • Doch, ein digitaler Zähler / Smartmeter ist verbaut und den habe ich auch seither mit Modbus ausgelesen. Ich habe alle Daten da: Einspeisung, Eigenverbrauch, Bezug.


    Es wird also wahrscheinlich eine Schätzung vorgenommen auf Basis historischer Daten? Ich will schon das alles in Ordnung ist, aber so könnte ich doch dann auch sagen, dass der Zähler erst vor kurzem ausgebaut wurde.


    Oder sollte ich "meine" Daten vorlegen?

  • klar Deine Zähler-Daten vorlegen... Dazu die zugehörigen Werte aus dem Wechselrichter-Portal... Das ist eine Basis...

  • Die sind hinreichendd genug.

  • Wenn die Zahlen zueinander passen dann ist das schlüssig... Wenn die absoluten Werte angezweifelt werden dann kann das entkräftet werden durch paralleles weiter laufen lassen zum "richtigen" Zähler vom MSB... Es werden dann alle Zählerstände ab Einbau vom VNB dokumentiert und nach vier Wochen erneut... Stimmen dann die Zahlen der Zähler überein ist alles paletti... Gibt es dann doch Differenzen kann aus dieser absoluten Abweichung auch der prozentuale Messfehler Deines Zählers genau errechnet werden... Somit dürfen die dann Deine Messungen um diesen Messfehler korrigieren... Aber prinzipiell sind Deine Messungen innerhalb gewisser Verkehrsfehlergrenzen zum Nachweis von Erzeugung, Eigenverbrauch, Lieferung und Bezug durchaus geeignet...


    EDIT: lies mal im angehängten pdf vom BDEW ab Seite 12... Da wird das Verfahren noch einmal beschrieben...