Solarthermie, Tipps und Sonderausstattung

  • hat mir meine Anlage rund 600l Öl pro Jahr eingespart

    Wie hast du das gemessen? Das wäre extrem viel. Es zeigt sich immer wieder, dass es extrem vom Einzelfall abhängt, wie gut ST funktioniert. Wichtige Voraussetzungen sind ein steiles Süddach und vor allem eine Wohngegend, wo auch im Winter mal die Sonne scheint. Während Sommersonne mehr oder weniger gerecht verteilt ist, sind die Unterschiede im Winter extrem. So etwas wie "sonnige Wintertage" kenne ich aus dem Tiefland praktisch gar nicht. In den Bergen scheint das deutlich häufiger zu sein, und da ist es dann im Sommer wohl auch kalt genug, seinen Keller zu heizen.


    Sei es wie es sei, aber ich glaube, wir sind uns weitgehend einig, dass man heutzutage vernünftigerweise immer PV bevorzugen sollte.

    Ist ein älteres Haus aus den 80ern, dass wir gebraucht gekauft und bezogen haben. Ist halt nach dem 80er-Jahre-Standard isoliert und verglast. Es steht zum Glück am Alpenrand in Bayern in sehr sonniger Lage, Süddach, Kollektoren auf insgesamt (inkl. Dachneigung) 50° aufgeständert). Vor Montage der ST-Anlage war der Ölverbrauch bei ca. 2500l/ a, danach bei unter 1900l/a. Ein paar Optimierunen hinsichtlich Nachtabsenkung, Kesselreinigung sowie größerere Brennerdüse waren ca. zeitgleich auch noch dabei, da man mit dem 1000l-Puffer der für die ST eingebaut worden war, auch den Raketen-Brenner/älteren Kessel viel besser takten kann mit ca. 3h Dauerbetrieb am Morgen und 2h am Abend an sehr kalten Wintertagen ). Welche Maßnahme dann genau wieviel gebracht hat, ist natürlich immer schwierig auseinander zu halten. Die ST-Anlage dient auch primär zur Rücklaufanhebung via Puffer. Da das Brauchwasser dadurch nur indirekt erwärmt wird (wenn der Puffer eine Mindesttemperatur erreicht hat) habe ich für Brauchwasser in den Monaten von April bis Oktober, wenn der Kessel in der Regel ausgeschaltet bleibt noch 'nen Durchlauferhitzer für die Tage ohne Sonne (um keinen Ärger mit den Damen des Haushaltes zu riskieren ;-) )

  • Bei einem 200kg Stahlkessel mit 80l Wasserinhalt auf 60-70°C sind die Verluste

    halt enorm, wenn 6-7 Monate im Jahr der Heizungsraum damit geheizt wird um täglich ein paar Liter Brauchwasser zu erwärmen,

    Das können schon Mal 500-600l Heizöl sein,

    Wovon keine 50% im Brauchwasser landen.


    Die Optimierung des Kessels auf lange Laufzeiten bringt natürlich auch noch was.


    Das kann eine Brauchwasserwärmepumpe

    Jedoch wesentlich effizienter und zuverlässiger. Noch besser eine Luftwärmepumpe bivalent, damit läuft der Kessel nur noch, wenn wirklich durchgehend

    Heizwärmebedarf besteht und eh kaum noch PV Strom verfügbar ist. Wenn man die Bude dann energetisch auf einen vernünftigen Stand

    gebracht hat, kann der Kessel entsorgt werden und die WP alleine ganzjährig heizen.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Ersatz des Ölbrenners durch Luftwärmepumpe habe ich schon geplant, aber am liebsten erst wenn die Stromspeicherpreise so tief weitergefallen sind, dass es wirtschaftlich wird, eine Wärmepumpe ganztägig mit PV-Strom zu betreiben. Ich schätze mal, dass das so in zwei bis drei Jahren so weit ist.
    (Dann könnte man auch den gigantischen 13.500l-Tank aus dem Keller schmeißen/ demontieren lassen, der immer nur alle paar Jahre bei zyklisch niedrigen Preisen nachgefüllt wird, und hätte im Handumdrehen mal eben 24 qm Kellerfläche dazu gewonnen.

  • am liebsten erst wenn die Stromspeicherpreise so tief weitergefallen sind, dass es wirtschaftlich wird, eine Wärmepumpe ganztägig mit PV-Strom zu betreiben.

    das ist und wird eine Utopie bleiben, ab 30kWp ist man über den Tag gut aufgestellt, da bleibt aber regelmäßig

    kaum etwas zum Speichern übrig, schon gar nicht um eine WP zu versorgen.

    Ein vernünftiges Invertergerät und gut Direkt verbrauchten ist das einzig sinnvolle.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Weil vorher die Aussage kam "Wie kann man nur seinen Keller aufheizen, bin froh wenn er im Sommer kühl ist."

    Kommt wie immer auf die Gegebenheiten an.

    Meiner hat 1 Meter dicke Mauern aus Nagelfluh, natürlich keine Aussenisolierung, nicht mal einen Feuteschutz, ist halt 120Jahre alt. Vor Einbau der ST im Sommer 13°, im Winter öfter mal nur 5°, manchmal sogar Eis an den Wänden. Total durchnästes Mauerwerk.

    Dann kam ST mit dem Heizkörper den ich vorgestellt habe.

    Das Mauerwerk ist jetzt trocken. Die Temp. im Sommer u. im Winter wesentlich höher, auch weil die ST gelegentlich auch im Winter Energie in den Heizkörper schickt. Trockenes Mauerwerk isoliert auch wesentlich besser.

    Es gibt eben Keller und Keller.

    6,5 kwp gesamt, ost, süd, west, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Liest sich wie ein Immobilien-Geschichtsunterricht der letzten 100 Jahre - bis in die Gegenwart. Bei mir siehts ähnlich aus:

    1. 2-Familienhaus 247m² Wohnfläche mit 60cm Ziegelmauern, zum Kaufzeitpunkt 70 Jahre alt, 12.000 ltr. Heizöltank betrieben mit Leicht-Öl (schwarz, von mir umgebaut auf Extra-Leicht (EL) + Tankreinigung). Sanierung des Ziegeldaches, thermische Solaranlage einfache Bauart der 1980er Jahre, Vollwärmeschutz. Mittlerweile verkauft.

    2. Runde nach Familiengründung 90m² 3 Zimmer Stadtwohnung in 6-stöckigem Wohnhaus, Einbau einer Etagenheizung (nach Verkauf Umbau auf Fernwärmeanschluß). Für den 3-er Wohnblock war ein Kinderspielplatz vorgesehen, ist aber nie errichtet worden. Daher Umzug an den Stadtrand vor Schulbeginn der Kinder. Verkauft - Anzahlung für das EFH.

    3. EFH 105m² mit Ölheizung EL, nach thermischer Sanierung Reduktion von 2500 ltr. auf 1500 ltr. Heizöl EL/Jahr . Solarthermie mit Heizungsunterstützung (20m²) --> noch ca. 1000 ltr. Öl/Jahr und Reduktion des Strombezugs um 45% - das war offensichtlich der Heizstab für die Warmwasserbereitung im Sommer.

    PV in Vorbereitung, Dachsanierung steht auch noch an.

  • Riesige Erträge, ja, aber in der falschen Jahreszeit.


    Fazit: Solarthermie ist so was von für den Arsch - das muss mal in aller Deutlichkeit gesagt werden.


    Gehört verboten der Scheiß! Das zu Fördern ist ein Verbrechen.

    ich betreibe ja selber 10qm Flachkollektoren, von daher kann und muss ich dem Paul auch zustimmen.


    Ich würde das jetzt nicht unbedingt verbieten. Aber bedingt dann schon.;)


    HU ST- Anlagen sind kompletter Unfug, die Stagnation im Sommer braucht kein Mensch. Und im Kernwinter kommt nichts.


    Paul :thumbup::thumbup::thumbup:

    24x SW Poly 240W an SMA SB 5000 (Volleinspeisung)
    6x SW Mono 265W an SMA SB 1,5 (Eigenverbrauch)

    6x SW Mono 275W an SMA SB 1,5 (GuerillaPV)

    BYD HV Box 7,7

    SMA Sunny Boy Storage 2.5

    SMA Sunny Home Manager 2 & SMA E-Meter

    SMA Sunny View & Sunny Beam


    SolarThermie:
    4x Wolf TopSon F3-1 3 Flachkollektor auf 750l Puffer Speicher


    Dieser Inhalt wurde bereits gemeldet :mrgreen:

  • Es kommt halt wieder mal auf die Gegebenheiten an.

    Heute gibt's in meiner Gegend wieder Sonne pur seit Aufgang, bisher keine Wolken in Sicht.

    Es wird laufen wie an den vielen anderen Tagen mit Sonne.

    Abends ist der Brauchwasserspeicher auf 60°, der kleine Pufferspeicher auf ca. 60°, der große Puffer hat Energie abbekommen u. der Kellerheizkörper hat am Morgen u. am Abend die Energie ins Haus gebracht, die zu gering war um die Speicher zu laden. "Nichts" sieht anders aus. Der BWK wird wieder ca. 8 - 10 Std. Pause haben.

    Ob es da kalt ist oder so warm wie jetzt spielt da keine große Rolle.

    Und natürlich freu ich mich auch auf die Energie der PV. Die WP wird wieder kostenlos mit PV-Strom arbeiten. Schön!

    Gemeinsam sind sie stark. War schon immer meine Meinung.


    Gruss Schraubermeistro

    6,5 kwp gesamt, ost, süd, west, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Mein Wärmemengenzähler hat komischerweise extreme Langeweile.

    Ich rechne mit kWh, nicht °C und da sieht's

    Sehr traurig aus.


    Besonders muss man PV und Thermie in Eigenleistung mit PV und Thermie vom Handwerker Vergleichen, da gibt's heute nur noch eine Antwort, seit die BAFA von Festbetrag auf 30% für Thermie umgestellt hat:

    nur PV, am besten mit Wärmepumpe.


    Vergangene Investitionen sind eben das und

    mit den zu dem Zeitpunkt vorliegenden Rahmenbedingungen zu betrachten.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Und der Kellerheizkörper hat am Morgen u. am Abend die Energie ins Haus gebracht, die zu gering war um die Speicher zu laden. "Nichts" sieht anders aus.

    Ob es da kalt ist oder so warm wie jetzt spielt da keine große Rolle.

    Und natürlich freu ich mich auch auf die Energie der PV.

    Schön!

    Gemeinsam sind sie stark. War schon immer meine Meinung.


    :)