Solarthermie, Tipps und Sonderausstattung

  • Hallo Goetschhofer,


    Kompliment, was Du da an Infos mit UVR u. CMI möglich machst ist erstaunlich.

    Ich kann da nicht mithalten.

    Habe nur UVR16x2 u. RSM610 im Einsatz und bin froh das ich damit die Steuerung gut hinbekommen habe.

    Bedingt durch das alte Haus mit den Gegebenheiten (z.B. winziger Heizraum im EG, Flachkeizkörper und FBH) u. der Renovierung in Etappen war das nicht ganz einfach. Auch die Unterbringung der Technik war nicht leicht.

    Für ST habe ich keine Energieerfassung. Ein paar Ampermeter mit Energieerfassung zeigen die "Ernte" bei PV.

    Für die Verbräuche gibt's Hutschienenzähler.

    Das Ganze wird monatlich in einer Tabelle festgehalten. Aber immerhin gibt's dann monatliche u. jährliche Vergleiche und man kann sehr gut sehen wie sich bei jeder Maßnahme der Energiebezug von Aussen reduziert.


    Grüsse Schraubermeistro

    6,5 kwp gesamt, ost, süd, west, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Ich muss jetzt auch mal meinen Senf zum Thema Solarthermie / PV abgeben:


    Ich habe acht Jahre Erfahrung mit 13m² der besten Vakuumröhren die man kaufen kann, eingeschichtet in 3000l Pufferspeicher. Penibel flow-optimiert nach Nutzungstemperaturen FBH - Friwa.


    Ergebnis: Riesige Erträge, ja, aber in der falschen Jahreszeit. Kein Mensch braucht im Sommer Unmengen an heißem Wasser. Verkaufen kann man den Mist auch nicht.


    Und nun das:


    Seit Anfang des Jahres heizen wir ausschließlich mit der Kombi 40kWp PV + Panasonic LWWP. Ok, für 120 Module hat nicht jeder Platz auf dem Dach, aber mit 10-15kWp wäre die Sache genauso gut.


    Die STA hat in der Zeit einen Mückenschiss an Ertrag gebracht.


    Die PV bring bei völliger Bewölkung, im Regen, bei Nebel, ja sogar unter einer Rauhreifschicht noch erstaunlich viel Strom. Reicht tagsüber immer locker für die max. 1,2kW der WP. Hätte ich nie gedacht.


    Fazit: Solarthermie ist so was von für den Arsch - das muss mal in aller Deutlichkeit gesagt werden.


    Dazu der Aufwand, Stagnation, Wartung und die Kosten...


    Gehört verboten der Scheiß! Das zu Fördern ist ein Verbrechen.

  • Durch die neuen BAFA Bedingungen gibt's eh nur noch

    30% der Kosten, also nix mehr mit 2500€ ebay-Paket

    Kaufen, selber einbauen und 2000€ kassieren.


    Eine gut funktionierende Anlage sollte man ruhig weiter nutzen.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Ich habe acht Jahre Erfahrung mit 13m² der besten Vakuumröhren die man kaufen kann, eingeschichtet in 3000l Pufferspeicher. Penibel flow-optimiert nach Nutzungstemperaturen FBH - Friwa.


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    Gehört verboten der Scheiß! Das zu Fördern ist ein Verbrechen.

    13m² Röhrenkollektoren? Da bist Du, wenn Du nicht gerade einen 6-8-Personenhaushalt hast, schlecht beraten worden. Wie Du schon selbst sagst: Im Frühling/Sommer/Herbst (viel) zu viel, im Winter punkto Heizungsunterstützung kaum der Rede wert. Aber deswegen gleich verbieten? Nee!

    Ich hab mir Anfang 2006, als PV noch so richtig schmerzhaft teuer war, billige Flachkollektoren aufs Dach schrauben lassen. Die 10m² habe ich nur wegen der Förderung genommen, sonst hätten es 4-6 m² auch getan. Den größten Teil der Technik (Puffer etc.) habe ich wegen der Stückgutheizung eh gebraucht und LWWPs waren 2005 allenfalls noch Exoten.

    Heute würde ich das auch anders machen und ausschließlich PV ohne ST aufs Dach knallen.

    Trotzdem: In 15 Jahren hat mir die ST i.d.R. von Mitte März bis Anfang November zuverlässig heißes Brauchwasser beschert. Ansonsten müsste ich im heißesten Sommer anfangen den Kessel zu heizen - was ich als ausgesprochen albern empfinden würde. An sonnigen Wintertagen bringe ich den 400 Liter Brauchwasserspeicher auf 60 Grad. Die darauffolgende Heizungsunterstützung (Prio Brauchwasser, danach Puffer) ist zwar lächerlich, aber ein sonniger Tag bedeutet bei meinem Haus mit viel Fensterfläche nach Südsüdwest auch einen erklecklichen direkten Eintrag Wärmeeintrag über die Fenster. So gibt es auch im tiefsten Winter immer wieder Tage, an denen wir den Kessel gar nicht erst anfeuern müssen.

    Was ich auch nicht mehr missen möchte ist der Effekt des trockenen Kellers, den ich mit den Überschüssen der ST bis zum Herbst auf angenehme 22-23 Grad heize. Immerhin ist er dank mehrere hundert Tonnen Speichermasse auch jetzt noch 18-19 Grad warm.

    Fazit: Auch ich würde heute auf PV-pur und LWWP setzen. Trotzdem bereue ich meine damalige Entscheidung zugunsten ST keineswegs. Das war seinerzeit Stand der Technik und obendrein *erheblich* billiger als PV + Wärmepumpe. Die Technik ist simpel und weitestgehend wartungsfrei, wenn einem nicht gerade - wie bei mir letztes Jahr - Marder die Sensorkabel durchknabbern.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • 13m² Röhrenkollektoren? Da bist Du - wenn Du nicht gerade einen 6-8-Personenhaushalt hast, schlecht beraten worden.

    Hmm, zu viel? zu wenig? Wie gesagt, in der Heizperiode viel zu wenig. Im Sommer - nun, zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass meine ST durch die 3000l niemals in Stagantion gegangen sind.


    Ich habe die STA damals fast geschenkt bekommen und war komplett begeistert.

    Das war seinerzeit Stand der Technik und obendrein *erheblich* billiger als PV + Wärmepumpe.

    Ja, mir geht es vehement darum darzustellen, dass das veraltete, überteuerte Technik ist. Wer 2020 noch ST installiert hat den Schuß nicht gehört...

  • 13m² Röhrenkollektoren? Da bist Du - wenn Du nicht gerade einen 6-8-Personenhaushalt hast, schlecht beraten worden.

    Hmm, zu viel? zu wenig? Wie gesagt, in der Heizperiode viel zu wenig. Im Sommer - nun, zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass meine ST durch die 3000l niemals in Stagantion gegangen sind.

    Ich habe mich damals ziemlich eingehend mit der Materie beschäftigt. Wie üblich gab es dazu so viele verschiedene Meinungen, wie Leute die man befragt hat. Was mir einleuchtete war das Argument, dass es im Winter eh nicht reicht und man mit mehr Fläche allenfalls in der Übergangszeit ein paar Tage gewinnen kann. Eine Quelle sagte damals sinngemäß: "Wenn Du statt 10m² 20m² nimmst, wirst Du im Frühling eine Woche früher und im Herbst eine Woche später den Kessel ausgeschaltet lassen können. Das lohnt sich niemals." Selbst die 10m² waren eigentlich unnötig, seinerzeit aber für die Förderung Mindestvoraussetzung.

    BTW.: Stagnation kenne ich wegen dem Trick mit der Kellerheizung auch nicht.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • wegen dem Trick mit der Kellerheizung

    Ich werde nie verstehen, wie man im Sommer freiwillig seinen Keller heizen kann. Das ist doch der einzige wenigstens leicht kühle Ort, der einem im Sommer noch bleibt. Oder wohnst du auf 1000 m Höhe???

  • wie man im Sommer freiwillig seinen Keller heizen kann.

    Was soll man machen? Notlösung, Wärme geht in`s Erdreich. Bevor einem das Fluid verkocht und vercrackt...


    Schade um den Pumpenstrom. Aber es gibt ja nocht steam back oder drain back Systeme.


    Ach, und die Idee die Wärme des Sommers in den Winter zur retten ist völlig daneben gegangen...