Speicher im Winter

  • Wir hatten gestern einen massiven Stromausfall von mehreren Stunden. Ursache war angeblich ein Kabelbrand bei örtlichen Netzbetreiber. Leider half mir da die Sonnenbatterie kein Stück weiter, da keine Notstromfunktionalität.

    Die letzten vier Tage vor dem großen Sturm (laut meiner Wetterstation hatte die Spitzenböe 117 km/h) liefen traumhaft.


    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • Fazit vom Januar für unsere 11kWp PV-Anlage:

    • 381kWh produziert, 234kWh Direktverbrauch, 142kWh gingen über die Batterie. Somit konnten wir im Januar dank Batterie den Eigenstromverbrauch um netto ca. 50% erhöhen.
    • Hausverbrauch war übrigens ca. 1080kWh, dazu kommen 45-50kWh Grundverbrauch vom E3/DC selbst. Unser Jahresverbrauch liegt bei grob 8'500kWh, davon je die Hälfte für Haushaltsstrom und für die Wärmepumpe (Warmwasser & Heizen).
    • Berechnungen der Batterieeffizienz sind anhand dieser Daten sinnlos, da "Batterie (Laden)" noch sämtliche Verlustleistungen beinhaltet. Laut meinen eigenen Berechnungen lag die Batterieeffizienz im Januar bei ca. 80%.
    • Der Januar war bei uns ein aussergewöhnlich sonniger Monat. In den ersten 10 Tagen des Februar (bis anhin knapp durchschnittlich sonnig) gingen auch bereits 53kWh über die Batterie, d.h. für den ganzen Monat Februar dürften es gegen 150kWh werden
    • Der Screenshot vom 7. Februar zeigt ebenso schön, weshalb sich eine Batterie für uns auch im Winter lohnt. Statt nur 14.5kWh Eigenstromverbrauch hatten wir ca. 22.5kWh Eigenstromverbrauch (~55% mehr), wir haben die Verbrauchsspitzen der Wärmepumpe (und Kochen) tagsüber mit der Batterie abgefangen und bis ca. 22:00h fast ausschliesslich noch vom eigenen Solarstrom gelebt (vom Spitzenverbrauch der WP abends abgesehen, da reichen dann die 3kW der Batterie nicht mehr aus). Die Batterie wurde trotz optimiertem Direktverbrauch (angepasstes Timing der WP) um ca. 16:00h bis 40% geladen. Insgesamt wurden an dem Tag 9.1kWh in die Batterie gespeichert (entspricht 52% der nutzbaren Kapazität von 17.5kWh)


    Bevor jetzt wieder jemand in Euro rechnet und "lohnt sich nicht" ruft:

    Offensichtlich haben wir komplett unterschiedliche Vorstellungen davon, was "es lohnt sich" bedeutet. Dass sich die Zusatzkosten für Batteriespeicher in CHF / Euro im Regelfall durch den erhöhten Eigenverbrauch nicht amortisieren lassen, dürfte klar sein. Das Ziel meiner Familie ist allerdings nicht die maximale Rendite, sondern das Maximieren des eigenen Solarstrom-Verbrauchs, d.h. möglichst viel des eigen-produzierten Solarstroms auch selbst zu verbrauchen. Und da lohnt sich ein Batteriespeicher absolut, auch im Winter, wie diese Zahlen belegen.

    Ebenso freuen wir uns auf ca. Mitte März, dann werden wir für die folgenden 7 Monate bis ca. Mitte Oktober wieder fast vollständig Energie-autark leben können (inkl. Wärmepumpe), auch nachts und ebenso an einem regnerischen Tag. Es ist einfach wunderbar, spät abends noch das Homecinema anzuwerfen und sich einen Film anzusehen, vollständig gespiesen vom eigenen Solarstrom. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob er bereit ist, dafür die Zusatzkosten aufzuwerfen.

    11.0kWp (Ost/West) mit E3/DC S10E (19.5kWh)

  • Tja pappnase, das finde ich ja gerade das tollste an einem Speicher; Man hat tonnenweise Strom, aber kann ihn bei einem Stromausfall nicht nutzen. Ist ja noch schlimmer, als PV auf dem Dach, aber ohne Netz trotzdem keinen Strom.

    Aber warum tut man sich sowas an!..?

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • deshalb haben wir uns für Speicher in Kombination mit Ersatzstrom entschieden. Nur so ergibt sich ein potentieller Mehrwert der Speicher bei den heutigen Preisen.

    29.76 kWp Ost-West Winaico WST-310M6-PERC, SMA SB5.0, SMA STP20, SMA SBS3.7 , 10.2 kWh BYD HV Speicher, Enwitec Ersatzstromversorgung

  • wie oft brauchst Du dein Ersatzrad ?

    wieviele km hast Du schon eins spazieren gefahren ?

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ bisher 9,6, jetzt 28kWh Pylontech + PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL und noch nicht alle Flächen belegt. Damit leben wir mit unserem EFH-2-Personen-Haushalt zu 98% elektrisch autark.

    Jetzt wird der Sonnenstrom auch im Sommer verheizt: das eletric pocket rocket ( Smart EQ Fortwo) macht echt Spaß

  • Ich hab kein Ersatzrad, ich habe einen kompressor und Schaum.

    Antwort 1* in 6 Jahren.

    PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

  • Der Kompressor und Schaum nützen nur bei einem Miniloch etwas und um dann anschließend die Felge wegschmeissen zu können.

    Das Ersatzrad packst du nach Gebrauch wieder ein, verstaust es und weiter geht die Reise ;)


    Also Speicher, Pannenset und Reserverad eignen sich nicht wirklich für hinkende Vergleiche. Und schon gar nicht hier, wo ohnehin alles auf die Goldwaage gelegt wird :)

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Letztes Jahr hatten wir 2x3h Stromausfall.
    kommt sowas zukünftig seltener vor? Nein!


    War MIR es das wert? Ja!


    Lohnt sich das finanziell? Nein!

    Im Optimalfall komme ich auf Null raus.


    Geht die Welt daran zu Grunde? Nein?


    Lohnt es sich alle drei Jahre eine neue Karre zu leasen? Nein


    Lease ich alle 3 Jahre eine neue Karre?
    Nein, mein Biosprit aus Frankreich tankender Prius ist 12 Jahre alt, verbraucht weniger als das neuste als Wolfsburg und hinten kommt warme Luft raus.


    Ich glaube, dass die Zukunft der Energie bei Wind, Sonne und Speicher jediglichet Art, zentral und dezentral plus effiziente Systeme, soweit nötig, liegt.


    Es wird in Zukunft mehr und mehr Situationen geben dank Solar und Speicher, wo sich Strom sparen nicht mehr lohnt.


    In 2-3 Jahren wird es mit Speicher rentabler sein als ohne, vor allem für Wohnhäuser bei Einspeisetarifen im 5c und weniger Bereich bei gleichzeitig 30+Cent Bezug vom EVU.

    E-Autos werden u.a. Als solche genutzt werden.


    Kann ich es allen recht machen inkl. Mietern ohne Stellplatz? Nein!


    Es ist echt witzig, wie sich hier über 400kWh Verlust echauffiert wird und die paar € weniger Gewinn.

    29.76 kWp Ost-West Winaico WST-310M6-PERC, SMA SB5.0, SMA STP20, SMA SBS3.7 , 10.2 kWh BYD HV Speicher, Enwitec Ersatzstromversorgung