Auswertung 1 Jahr Sonnenbatterie mit Sonnenflat 8000

  • Hi@all!


    Solche Threads wie diesen hier gab es schon einige - leider wurden diese hier im Forum permanent am Thema vorbei tot diskutiert, so dass für einen außenstehenden Interessierten die Suche nach Informationen bzgl. Speichern deutlich erschwert ist. Wie der Titel schon sagt gebe ich hier einen Einblick über meinen Jahresverbrauch und -kosten. Einfach so zur Information und für seine persönliche Selbsteinschätzung bei Neuplannung oder Erweiterung von PV-Anlagen mit oder auch ohne Speicher. Völlig Herstellerunabhängig! Ich kann hier natürlich nur den Überblick über mein gewähltes Produkt geben.


    Rahmenbedingungen:

    EFH (BJ 2008) 160m² beheizte Wohnfläche (im Keller, EG, DG) mit 22,5°C Grundtemperatur und 23,5° in den Bädern.

    Heizung: LWWP (Luftwärmepumpe)

    Warmwasser: sep. Luftwärmepumpe (stand-alone Gerät)


    Solaranlage: Ausrichtung SSW / 8,6 kWp (davon 7,26 kWp auf 45° DN und 1,32 kWp 7°DN)

    Batterie: 12,5 kWh (brutto) Sonnenbatterie eco 8.0

    Tarif: Sonnenflat 8000 (359,88€ Grundkosten/Jahr inkl. 8.000 kWh, jede weitere kWh über 8000 = 0,23€)


    Grundsätzliche Einschätzung der letzten 12 Monate: Der Ertrag war deutlich höher (ca. 800 kWh) als prognostiziert, der Batteriewirkungsgrad (81,4%) war ebenfalls etwas höher als kalkuliert (80%). Über letzteres lässt sich keine pauschale Aussage treffen, da es sehr von der Nutzungsart der Batterie abhängig ist (wie oft wird sie voll/teilweise usw. geladen/entladen). Ausfälle gab es keine. Derzeit bin ich dabei 1kWp zusätzlich auf meinem 7° Terrassendach zu installieren und damit auf 9,6kWp zu gehen (günstige Umstände, ergaben sehr günsten Zellpreise) - an einer Stelle besteht nur ein gewisses Risiko bzgl. Schneerutsch vom Dach.

    Nach meiner Auswertung stelle ich fest: kalkulierter ROI passt zu den realen Daten. Der Eigenverbrauch mit Speicher verdoppelt sich tatsächlich, blieb aber leicht unter meinen Erwartungen - ich hatte auf 55% gehofft. Allerdings haben wir in keinster Weise unser "Verbrauchsverhalten" geändert. D.h. die Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Heizung usw. laufen genau dann wann es uns passt und nicht nach Bewölkungsgrad und Sonnenstand. Eine "Selbstgeiselung" dieser Art wie sie hier oft im Forum empfohlen wird, um den Eigenverbrauch zu erhöhen, hat bei uns nicht stattgefunden. Ich wollte sehen, was passiert wenn man nichts ändert und meine Frau hat keinen Bock sich diesbzgl. zu "geiseln" - zu Recht! Fakt ist auch: die einzige PV-Anlage mit Speicher in meiner Situation Sinn macht ist die von Sonnen (also die Sonnenbatterie) samt Sonnenflat. Das wusste ich vorher und trifft mit Sicherheit auf sehr viele andere auch zu.


    Hier meine Zahlen brutto (inkl. Mwst.) - die Mwst.-Abgabe auf die EVG habe ich raus gelassen, weil sie bei beiden Modellen gleichen Einfluss hat (wären bei mir grob 79,-€). Ich bekomme auch von den Buchhaltungskosten, sowie Grundgebühr zusammen grob 66,-€ erstattet - von daher egalisiert sich das in meinem Fall nahezu. Rechnung mit und ohne Sonnenflat 8000.


  • Sehr schöne Darstellung wie ich finde:thumbup: und genau so stellt sich auch meine Kalkulation zu meiner in Vorbereitung befindlichen Anlage dar.

    In deinem Beispiel würde demnach die Sonnenbatterie, gegenüber der Versorgung mit der reinen PV-Anlage, eine jährliche EInsparung von weiteren ca. 800,00 € zusätzlich bringen. :huh:

    Das würde jetzt für mich bedeuten, dass ein Invest in eine SB + Flat in ca. 10 -12 Jahren wieder eingespielt wäre. Dabei ist eine Strompreisanhebung, wie sie aktuell in fast nie dagewesener Weise stattfindet, noch nicht mal mit berücksichtigt worden. Wahrscheinlich läge die Zeit dann sogar unter 10 Jahre.


    Gab es noch weitere Vergütungen von Sonnen, z.B. für die Teilnahme am sogenannten Redispatch, wie sie jetzt aktuell in der neuen Flat Berücksichtigung findet? TESLA-Hotte sprach in seinem Erfahrungs-YT-Video davon, deshalb die Frage.


    Weiterhin interessant zu wissen wäre der Fakt, wie sich deine Zahlen mit der neuen Flat darstellen würden.


    Beeindruckend auch, dass du zwei Wärmepumpen, für die Heizung und Warmwasser, mit der Sonnen-Flat versorgen kannst und Extra-Strom nur noch für 62 € dazukaufen musstest.:thumbup:

    Das hätte ich so nicht erwartet.

  • Haus inkl. der LWWP gab vor der Solaranlage, am Heizsystem bzw. Heizverhalten hat sich nichts geändert. Haushaltsstrom sowie WW-Strom waren auf dem üblichen Niveau, der Heizstrom ca. 300-500 kWh unter dem was bei normal kalten Wintern passiert (der geht nach oben wenn es straff unter Null Grad geht - war letzten Winter fast nicht bzw. nur kurz der Fall).




    Das würde jetzt für mich bedeuten, dass ein Invest in eine SB + Flat in ca. 10 -12 Jahren wieder eingespielt wäre. Dabei ist eine Strompreisanhebung, wie sie aktuell in fast nie dagewesener Weise stattfindet, noch nicht mal mit berücksichtigt worden. Wahrscheinlich läge die Zeit dann sogar unter 10 Jahre.

    10-12 Jahre ist überhaupt kein Problem. Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich ohne Speicher und ohne die Flat zwei Jahre länger benötigen würde bis der ROI der Solaranlage auf dem Dach eingespielt wäre. Klar, ich hätte auch die ganz billigen Module nehmen können - sieht dann halt bescheiden aus. Design muss sein! Mir ging es aber um einen höhen Autarkiegrad und wenn dabei der ROI niedriger ausfällt, um so besser. Allerdings gehe ich nicht mit der Strompreiserhöhung mit bzw. kann sie bei mir in der Gegend (noch) nicht feststellen für 2019 und 2020 hätte ich nahezu zum gleichen Preis Ökostrom beziehen können. Meine urspüngliche Kalkulation war immer ohne Strompreiserhöhung und mit 90% Ertrag aus der PV gerechnet, als absolut pessimistische Annahmen. Dann geht die Kalkulation auch im "real life" auf.

  • Allerdings gehe ich nicht mit der Strompreiserhöhung mit bzw. kann sie bei mir in der Gegend (noch) nicht feststellen für 2019 und 2020 hätte ich nahezu zum gleichen Preis Ökostrom beziehen können.

    Du brauchst doch bloß in den Strompreis-Thread zu schauen, wie aller Orten "die Preise durch die Decke gehen", nachdem jeder gedacht hatte, es geht runter. Selbst die Öko-Genossen ziehen an. Wer demnächst die neue Flat von Sonnen abschließt wird sogar noch dafür belohnt, wenn im öffentlichen Stromnetz die Preise steigen werden. 8)

    Hast du das für dich schon mal durchgerechnet?

  • Wartung? Was soll ich genau warten lassen? Also wenn Du meinst ob die Anlage normal läuft, dann mach ich das selbst - fast jeden Tag nebenher, weil's mich eh interessiert wie was läuft. Abschreibung wozu in dem Fall einrechnen?

  • Ich fragte nach Rücklagen für Wartung. Du hast ja schließlich nicht unerheblich Investitionen getätigt um in den Genuss der Sonnenflat zu kommen. Da kann auch mal was kaputt gehen. Deshalb auch meine Frage nach der Abschreibung. Die Sonnenflat kostet ja nicht nur die monatlichen Beiträge. Da Ihr Bezug an die Hardware gekoppelt ist ist es ziemlich unrealistisch das Model ohne die Abschreibungen auf den Invest zu betrachten.

  • Nur eine kurze Frage, gibt es keine Abschreibung für die Anlage in deiner Rechnung? Keine Rücklagen für Wartung?


    Gruß


    Mike


    Wenn der Speicher geschenkt ist und nur Ersparnisse bringt, hat man natürlich auch keine Abschreibung.

    Da kann man dann auch auf Wartung/Rücklagen verzichten .... einem geschenkten Gaul ... :ironie:


    Wartung? Was soll ich genau warten lassen? Also wenn Du meinst ob die Anlage normal läuft, dann mach ich das selbst - fast jeden Tag nebenher, weil's mich eh interessiert wie was läuft. Abschreibung wozu in dem Fall einrechnen?


    Es ist einfach nur armseelig wie hier gelogen und betrogen wird ... dabei unterstelle ich, dass dies bewußt gemacht wird ... auch unter dem Logo von Sonnen.


    Elektron

    Bitte das Thema schließen oder eindringlich um Richtigstellung bitten.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wie soll Sonnen als Unternehmen die aus der anfänglichen Gegenüberstellung zu entnehmende zusätzliche Einsparung von 837 € im Jahr durch ihr Geschäftsmodell generieren? Sonnen muss dir bei 422 € für die Flat und 4228 kWh Bezug also deinen Bezug für ca. 10ct/ kWh ins Haus liefern. Darin sind schon über 6 ct/ kWh EEG-Umlage und 5 ct/kWh Netznutzungsentgelt enthalten. Dazu andere Umlagen und Konzessionsabgabe. Sonnen macht also mit der Lieferung erhebliche Verluste. Wie soll das auf Dauer funkionieren können?