Anschaffung eines Speichers

  • Wir überlegen uns, uns einen Stromspeicher anzuschaffen.

    Momentan ist bisher kein Speicher wirtschaftlich...d.h. er amortisiert sich nicht innerhalb einer realistischen Lebensdauer von 15 Jahren. Bevor er nicht wirtschaftlich ist holen wir uns auch keinen...aber die Preise fallen ja.


    Wir haben eine knapp 14 kwp PV Anlage und ich mache mir nun Gedanken ab welchem Preis pro kwh ein Speicher rentabel und wie groß dieser sein dürfte.

    Wir haben ein ganz normales EFH ohne Elektroauto aber mit Wärmepumpe im Winter. Poolpumpe haben wir zwar auch, aber die wird locker durch den produzierten Strom gedeckt...ist auch nur tagsüber an.


    Würde es in diesem Falle eher nützen nen kleinen Speicher wenn überhaupt zu holen?

    Grundrauschen nachts ist ca. 250 Watt in der Stunde ohne die Wärmepumpe.

  • Nutzen wofür?

    Lies mal paar der unzähligen langen Speicherthreads.

  • Nutzen wofür?

    Lies mal paar der unzähligen langen Speicherthreads.

    Hallo Pflanze

    Danke für die Antwort...ich habe viele gelesen. auch den 40 Seiten thread :)

    Nutzen soll der Speicher wirtschaftlich...und da stell ich mir die Frage ab welchem Punkt er profitabel ist.

    Meine Einspeisevergütung beträgt immo 11 cent.


    Auf welches Preisniveau müsste nun der Speicherpreis fallen um innerhalb einer Lebensdauer von 15 Jahren rentabel zu sein. Also ab welchem Preis kann man anfangen hellhörig zu werden.

  • Also ab welchem Preis kann man anfangen hellhörig zu werden.

    Ich werfe einfach mal ein paar Zahlen in den Raum;)

    2 kWh "schlüsselfertig" für unter 1000 € (also komplett mit Steuerung, prognosebasierte Ladung, fix und fertig angeschlossen).

    Ab da würde ich dann mal genauer rechnen ob es sich lohnen könnte.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Das kann man mit ein paar Annahmen, recht einfach ausrechnen.

    Meine Annahmen:
    PV in KWp sollte ungefährt doppelt so groß wie der Speicher in KWh sein, wenn z.B. das Dach nicht der limitierende Faktor ist. Bei 14KWp passt mMn ein 6,5KWh Speicher von BYD oder LG gut. Hochvoltsystem.


    Der macht bei halbwegs normalem Verbrauch dann rund 200 Vollzyklen im Jahr.

    Das sind 1280KWh gesparter Bezug im Jahr.

    Dafür muss man ca. 10-20% (Speicherverluste) mehr in den Speicher rein laden

    Das sind 1500KWh

    Gespart werden 1280KWh * 0,27 Cent = 345,-

    Verlust sind 1500KWh * 0,11 Cent (hier Deine Vergütung einsetzen) = 165,-


    Das ergibt das immer wieder gleiche Ergebnis ... hätte ich auch sofort hin schreiben können, aber mit Rechenweg zum nachvollziehen und einsetzen der eigenen Annahmen ist es ja schöner. Speicher spart also 180,- pro Jahr.

    Deine Annahme die 15 Jahre ergibt dann einen Preis von 2700,- für den 6,4KWh Speicher oder 420,- pro KWh Speicher.


    Sieht also zur Zeit noch schlecht aus mit der Wirtschaftlichkeit.

    Flasche Baldrian trinken würde Kostolany sagen und weiter warten.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • meine grobe Rechnung / Überlegung:


    gekaufter Strom kostet knapp 30ct

    deinen Strom kannst Du für 11ct verkaufen

    also weist Du nun was max. das Speichern kosten darf....


    Modellrechnung 1kW-Speicher

    ca. 20% Verlust also nur grob 80% nutzbar

    d.h. du must 1,2kWh hergeben damit 1kWh wieder aus der Batt kommt

    also verzichtest du nicht auf 11ct sondern auf 13,75ct


    250 Zyklen * 10 Jahre (fiktiv) = 2.500 Zyklen

    2.500 * (30-13,75ct) = € 406,-


    Nun sollte der Speicher nur zu 80% genutz werden,

    also muss kein 1 sondern ein 1,2kWh Speicher her, der dann max € 406,- kosten darf (somit 338€/kWh)

    in den 10 Jahren gibt aber die Kap auf vielleicht 80% nach, also muss nochmal was auf die Kapazität drausgepackt werden...


    Anfangen Sinn zu machen wird es für die Masse der PV-User erst bei (schätze ich) Speicherpreisen unter € 200,- / kWh.

    Evtl wird der steigende Strompreis die sinkende Kapazität über die Jahre ausgleichen, aber das ist doppelte Kaffeesatzleserei.


    Bei 15 Jahren Lebensdauer dann halt €300,- .......... aber das ist jetzt 3fache Kaffeesatzleserei....


    So lange willst Du vermutlich den Speicher gar nicht haben (wollen), weil es dann für ein Taschengeld viel bessere Speicher geben wird.

    Geht man nun von 5 Jahren aus....dürfte der Speicher heute keine € 160,- / kWh kosten.....



    Von einem der seinen Speicher liebt ....



    edit: seppelpeter war schneller :thumbup:

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 9,6kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Vielen lieben Dank Seppelpeter und lieber leolotus


    Baldrian ist zwar nicht zur Hand...aber dafür gutes Bier :)

    Ich denke in zwei Jahren dürfte es dann soweit sein mit der Rechnung von Seppelpeter....oder ein Fördertopf kommt her.

    Das mit den Speicherverlusten ist ja heftig...wie kommen die zustande?

  • Umwandlungsverluste in die Batterie rein und wieder raus.

    Batterie Management

    Verlust im Speicher selbst


    Genauso gut könnte ich dich fragen wie du auf die 15 Jahre kommst?

    Das garantiert zur Zeit nämlich kein Hersteller.

    Die MB Speicher zeigen gerade eher, dass es mit bestem Namen und gepriesener Qualität auch in unter 5 Jahren vorbei sein kann mit dem Speicher.

    Und die Dinger waren nicht günstig.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Naja...bei 10 Jahren Garantie kann man ja davon ausgehen, dass die Dinger mindestens solange halten. Zumindest bekommt man dann einen neuen falls der Laden nicht dichtgemacht hat.

    15 Jahre war jetzt nur ein hypothetischer Wert.
    Dass in diesem Falle der Speicherverlust den Gewinn durch die Speicherung halbiert ist schon krass :/
    Danke für das Rechenbeispiel Seppelpeter

  • Zustimmung zu den Rechnungen - die ggf. anfallende EEG-U und MwSt. ist darin noch nicht berücksichtigt.

    bei 10 Jahren Garantie

    Garantiebedinungen vorher lesen! Da könnten Überraschungen enthalten sein. Vorstellen könnte ich mir Erstattung des geringen Restwertes nach geheimer Formel, Einsenden auf Kosten des Akku-Besitzers, Service-Pauschale, Änderungen vorbehalten, ...


    Verbrauch reduzieren reduziert dauerhaft Ausgaben.

    Können Kühl- und Gefrierschrank weniger kalt laufen, Heizungspume im Blick, Standbygeräte ausschalten, ...

    Speicherpreise werden nicht ins Bodenlose fallen, dafür ist die Nachfrage fast alles mit Akku zu versehen zu groß.