Kabelquerschnitt und Absicherung Carport-Unterverteilung

  • Achwas...Mut zu Lücke! 8)

    Ich fummle auch gerne an meiner Elektrik rum :mrgreen:


    Nachtrag zum Nachtrag:

    Da bereits andere 32A-Sicherungen verbaut sind (Wärmepumpe, Heizstab) und der Elektriker für den Carport auch schon eine 32A-Sicherung vorgesehen hat, gehe ich davon aus dass ich die verwenden kann.


    Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich NICHT die 16mm²-Leitung mit 64A Absicherung verwende, sondern mir neue Kabel besorge und zwei Leitungen lege, jeweils mit 32A abgesichert.

    In diesem Fall muss ich meinem Vorredner zustimmen! Aber bitte gehe zu einem anderen Elektriker :roll:

    In einem neuen Einfamilien-Haus sollte eine Verteilung üblicherweise wie folgt aussehen: Vorsicherungen im HAK 63A Schmelz - HV 50A SLS - UV 35A/32A LS.

    Ein 16mm² kann (fast) immer mit 32A abgesichert werden...egal ob 3 oder 5-adrig...

    DIY-Anlage bestehend aus 17 Stück JaSolar JAM60S10-340/PR an Huawei SUN2000-5KTL-M0, Montagesystem Novotegra, Pultdach mit Tonziegeln, 25° Neigung, Ausrichtung Süd, aktuell noch mit gelegentlich rückwärtsdrehendem Ferrariszähler

  • Ich weiß nicht, ob ich den Sachverhalt so kompliziert beschrieben habe oder ich tatsächlich irgendeinen groben Denkfehler mache.


    Aber: Der Hausanschluss ist mit 50A Schmelzsicherungen abgesichert, mehr machen die Stadtwerke für ein EFH nicht ohne Wandlermessung. Der Zählerschrank ist mit einem 35A SLS abgesichert, aus meiner Sicht genügend "Abstand" zwecks Selektivität. In der Hausverteilung sind die einzelnen Stromkreise mit 16A, manche auch mit 32A abgesichert.


    Jetzt möchte ich nichts anderes machen, als zwei weitere Stromkreise mit 32A absichern. In erster Linie geht es ja um den Leitungsschutz und wenn die Leitungen 32A verkraften, dann kann ich sie ja auch mit 32A absichern.


    Selbst wenn ich eine dicke Leitung lege und die mit 64A absichern würde, wäre die Leitung ausreichend geschützt.


    Der Knackpunkt, zu dem ich auch keinerlei technische Regeln finden konnte, ist ja, dass in den Zählerschrank mehrere Einspeiser einspeisen. Ein Einspeiser ist das Stromnetz mit 35A. Andere Einspeiser sind die PV-Anlage mit ca. bis zu 22A und der Batteriespeicher mit weiteren ca. bis zu 9A.


    Grundsätzlich können erzeugungsabhängig also im Haus bis zu 3*66A verbraucht werden, ohne dass die HAK- oder die Zählervorsicherung auslösen.

    Allein aufgrund der Selektivität werde ich nun 2 separate Kabel verlegen mit jeweils 32A abgesichert. Das ist dann auch nichts anderes als die Stromkreise der Wärmepumpe oder Not-Heizstäbe, die ebenfalls mit 32A abgesichert sind.


    Natürlich bekomme ich ein Problem, wenn alle Verbraucher gleichzeitig laufen, aber das ist in jedem Haus so, behaupte ich. Kein Hausanschluss ist so ausgelegt, dass alle Endstromkreise gleichzeitig mit Volllast genutzt werden können.


    Der 64A-Automat wäre m.E. eine Grauzone gewesen. Mit zwei 32A-Automaten bin ich m.E. auf der sicheren Seite.


    Sobald ich irgendwann dann tatsächlich eine Wallbox installieren lasse, muss das sowieso ein Elektriker machen, allein wegen der Beantragung (bzw. bei 11 kW nur Anmeldung) beim Netzbetreiber. Erst einmal nutze ich ja nur Licht und etwas Kleinkram im Carport.

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Dann mach doch einfach nach dem SLS eine Reihe von diesen hier rein, versorge sie über eine Phasenschiene und hänge daran einfach die gewünschten Kabel dran...

    Deine Überlegungen zu max. verfügbaren Energiemenge halte ich für etwas idealistisch. Man geht im Allgemeinen eher vom Worst Case aus (= Nachtbatterieflaute ;)).

    Noch etwas zur Absicherung: Du musst natürlich jede Leitung absichern, entweder am einen oder am anderen Ende. An beiden Enden gleichzeitig ist natürlich kontraproduktiv.

    Den Vorteil der zwei Leitungen verstehe ich nicht. Es spielt ja keine Rolle, ob die verbaute Leitung mehr Strom verkraften kann als deine HV liefern kann. Immerhin kann dein 5x16² ja entspannt mind. 3x32A (nach deiner Rechnung als 96A) durchleiten.

    DIY-Anlage bestehend aus 17 Stück JaSolar JAM60S10-340/PR an Huawei SUN2000-5KTL-M0, Montagesystem Novotegra, Pultdach mit Tonziegeln, 25° Neigung, Ausrichtung Süd, aktuell noch mit gelegentlich rückwärtsdrehendem Ferrariszähler

  • die Absicherung der Anlage hat selektiv zu erfolgen!


    Selektiv heisst das die hintereinander liegenden Sicherungen über 2 Nennstromstärken abgestuft sein müssen.

    Als Faktor ist hier 1,6 gegeben.


    Bei 63 A Hauptsicherung ist die Vorsicherung im Zählerschrank max35 A ( 63/1,6= 39,4)

    Die nächste Sicherung im Stromkreis muss Dann wiederum mit einem Faktor von 1,6 selektiv sein.

    35/1,6 = 21,8 also kann die Sicherung max 20 A sein.


    LS Schalter sind grundsätzlich nicht selektiv, daher werden sie auch nicht hintereinander geschaltet!

    Eine Ausnahme ist der SLS der Selektive Leitungsschutzschalter


    Etwas anderes wird dir kein elektriker abnehmen oder unterschreiben!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!

  • Das stimmt so pauschal auch nicht ...

    DIY-Anlage bestehend aus 17 Stück JaSolar JAM60S10-340/PR an Huawei SUN2000-5KTL-M0, Montagesystem Novotegra, Pultdach mit Tonziegeln, 25° Neigung, Ausrichtung Süd, aktuell noch mit gelegentlich rückwärtsdrehendem Ferrariszähler

  • Die nächste Generation E-Autos wird sicherlich mit mind. 50kW laden

    Und die nächste Generation Zeltdächer wird 100 kW Leistung liefern ...

  • Das erübrigt jeglichen Manager für durchschnittliche PV-Anlagen.

    Sollen wir uns die Idee, Hausanschluss- und PV-Leistung mittels Update zu verXfachen patentieren lassen?

  • Das erübrigt jeglichen Manager für durchschnittliche PV-Anlagen.

    Sollen wir uns die Idee, Hausanschluss- und PV-Leistung mittels Update zu verXfachen patentieren lassen?

    Wir bringen einfach ein Gerät auf dem Markt (Hochwertige Kunstoffbox mit außen liegenden CU Spulen und behaupten dass die die Leistung verXfacht. Gabs doch bei Trinkwasser auch mal....mit Magneten.

    PV Anlage von April 2018:

    2*12 Heckert Nemo 2.0 265WP auf WSW, 22°

    1x13 Heckert Nemo 2.0 265WP auf ONO, 22°

    1x Tripower 10000-TL20

    = 9805Wp

    PV Anlage ab 01.01.2020

    2x9 JA Solar 340WP WSW

    1x Sunny Boy 5.0

    = 6120 WP

  • Das wird bald ein Feature von Luksushäusern sein: 100kW DC-Schnelllade-Wallbox :mrgreen:

    DIY-Anlage bestehend aus 17 Stück JaSolar JAM60S10-340/PR an Huawei SUN2000-5KTL-M0, Montagesystem Novotegra, Pultdach mit Tonziegeln, 25° Neigung, Ausrichtung Süd, aktuell noch mit gelegentlich rückwärtsdrehendem Ferrariszähler