Neuer Netzanschlussvertrag bei PV-Neuinstallation?

  • Hallo,


    die Suche im Forum nach "Netzanschlussvertrag" gibt nicht die gewünschten Ergebnisse, weshalb ich nun doch nachfragen muß:


    Ist bei einer Neuinstallation einer PV-Anlage (9,9kWp) eine Änderung des Netzanschlussvertrages nötig?

    Heute ist per guter alter Post ein als "Angebot" umschriebener Netzanschlussvetrag unseres VNB (LVN) eingetroffen.

    Im Vertrag sowie im Anschreiben sind keine Änderungen oder geplante Maßnahmen oder Kosten aufgeführt.


    Meine Ablehnung per Mail (alles heute!) wurde prompt wie folgt beantwortet:

    "Dieser Netzanschlussvertrag hat nichts mit dem EEG zu tun und bezieht sich allein auf die Bezugsleistung Ihres Stromnetzanschlusses."

    Mehr nicht.

    Die Bezugsleistung ändert sich doch durch die Installation einer PV-Anlage nicht, oder?


    Bin momentan verunsichert, weil ich mit diesem Schreiben nicht wirklich was anfangen kann, und der VBN doch über eine gewisse "Macht" verfügt, oder irre ich mich da?

    Achtung: Ein Einspeisevertrag war nicht dabei! Aktuell geht's nur um den Netzanschlussvertrag.


    Wer Lust und Zeit (ich weiß, was für 'ne dumme Annahme... :-) ) hat zu lesen: Ich füge die Doks bei.

    Soll ich das Schreiben ignorieren?


    Gruß

    Tom007

  • Tom007

    Hat den Titel des Themas von „neuer Netzanschlussvertrag bei PV-Neuinstallation“ zu „Neuer Netzanschlussvertrag bei PV-Neuinstallation?“ geändert.
  • Was passiert denn, wenn Du es nicht unterschreibst?
    Ich sehe da bis jetzt keine Notwendigkeit.

    Da wird ein Zähler getauscht und es gilt das EEG.

    That's it.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo,


    nichts tun. Warum ??


    Durch den Bezug von Strom kommt automatisch ein Liefervertrag zustande. Dies ergibt sich aus den Begriff des "gesetzlichen Schuldverhältnisses".


    Genau dasselbe passiert wenn Du Strom einspeist. Da braucht man auch keinen Vertrag. Dass regelt das EEG. Und in diesem Gesetz steht, dass die Einspeisung auch ein sogenanntes "gesetzliches Schuldverhältnis" ist.


    Damit muss Du weder einen Vertrag zum Stombezug oder zum Einspeisen abschliessen. Das regelt entweder die NAV (Niederspannungsanschlussverordnung( oder das EEG.


    Moch ein Tipp: Ich schliesse zum einspeisen nie einen Vertrag ab, weil für immer und ewige Zeiten das EEG gilt, unter welchem die EEG-Anlage inbetriebgenommen wurde. Sollte der NB später mal bei seinem Einspeisevertrag was ändern (z. B. AGB) musst Du eventuell die Kröte schlucken falls Du vergessen hast Einspruch einzulegen.


    Beim EEG gilt IMMER der Bestandsschutz. Ein Gesetz kann nie rückwirken geändert werden.

  • "Dieser Netzanschlussvertrag hat nichts mit dem EEG zu tun und bezieht sich allein auf die Bezugsleistung Ihres Stromnetzanschlusses."

    ....und die Bezugsleistung wird nicht geändert! So what:?:


    Das Papier ist so inhaltsleer, dass sich bei mir alle Haare sträuben würden, den Stift dort anzusetzen.

    Frag doch mal nach, was sich auf der Bezugsseite ändern wird, damit der Netzanschlussvertrag geändert werden muss.:lol:

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Hallo,


    wieso soll sich die Bezugsleistung ändern ?? Bezug ist Bezug und Einspeisung ist eben Einspeisung. Das hat nichts miteinander zu tun .


    Als das Haus einen Netzanschluss bekommen hat wurde hier zugleich eine max. Entnahmeleistung festgelegt. Nämlich genau 30 kW.


    Das ist auch der Grund, weshalb im EEG steht, dass der vorhandene Netzanschluss bei EEG-Anlagen bis 30 kWp dieser als gesamtwirtschaltich günstige Anschlusspunkt anzusehen ist.


    Deshalb können Sie ohne weiteres 30 kW an Leistung entnehmen und 30 kWp einspeisen. Für das war und ist der Anschluss immer ausgelegt gewesen.


    Ja. Ja. Das wissen halt die meisten nicht. Deshalb verstehe ich das mit den E-Fahrzeugen nicht. Es war ja immer schon so, dass der vorhandene Hausanschluss 30 kW verträgt.

  • Danke für eure Antworten!

    Ich hab' beim VNB schon gefragt, warum ein Angebot zu einem neuen Netzanschlussvertrag unterbreitet wird, das sich Bezugsseitig doch nix ändert? Ist noch keine Antwort gekommen.


    Ich ignorier' das Schreiben mal und harre der Dinge, die da kommen mögen...


    Danke nochmals!

    Tom007

  • Neue Infos:

    Mail vom VNB (original Wortlaut):

    "seit dem 01.07.2007 gibt es das Gesetz das wir dazu verpflichtet. Sie haben von uns noch keinen Netzanschlussvertrag erhalten.

    Deswegen senden wir Ihnen einen Netzanschlussvertrag die Bezugsleistung ändert sich dadurch nicht."


    Zu den Begebenheiten:

    Hauskauf und Renovierung Januar 2016; neuer Zählerschrank und eHZ (natürlich durch VNB) im Juni 2016.

    Und nu?

  • Was für ein Gesetz soll das sein, wo drin steht, dass man einen vertrag für Strombezug braucht?
    Demnach beziehen Millionen Haushalte in DE gegen das Gesetz und ohne Vertragsgrundlage Strom. Skandal:!: :roll:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • "Skandal" ist gut... ^^:thumbup:


    Ergänzung zu den Vor-Ort-Begebenheiten: Haus BJ 1966, Dachständer mit HAK 50A Diazed-Schraubsicherung, SHA 35A.

    Hätte ich auch gleich schreiben können, sorry!


    (ich hab bei der Renovierung ein Angebot vom VNB eingeholt, den blöden Dachständer zu entfernen und einen Hausanschluss über Erdkabel zu erstellen: hätte mich 4000,-€ gekostet...)

    Laut I-Net sieht DIN 18015 pro Wohneinheit 14,5kW (Standard) vor, sollte also doch alles kein Problem sein und die 9,9kWp-PV wurde ja auch schon bestätigt.


    seppelpeter :

    Bring hier nix durcheinander:saint:, es geht nicht um einen Strombezugsvertrag sondern um einen Netzanschlussvetrag.