Kann die Energiewende aus privatem Invest gestemmt werden?

  • Moinsen!

    Ich habe lange gebraucht um zu dieser Meinung zu kommen. Oder anders formuliert: Da wo Du heute bist war ich auch schon mal mit meiner Ansicht.

    Reichlich von oben herab und mit Sicherheit zu kurz gesprungen. Du tolerierst also keine anderen Meinungen neben deiner.

    Kann man so machen, ist aber nicht die feine Art, weder hier noch sonst so im Leben.


    Liter Heizöl, 2 EUR oder mehr

    Diesel 3 EUR oder mehr

    kWh vom EVU, 80 cent oder mehr

    Vielleicht dein Wunschdenken, aber unrealistisch und in der Gesamtschau nicht zielführend. Busfahrkarte ab dann 5 Euro für drei Haltestellen. Denkst du solche Ansichten auch mal zuende?


    Aus unserer Sicht "drakonisch" hohe Preise würden folgendes bewirken:


    * JEDER - wirklich jeder - würde schauen, dass er mit Energiesparen "mal anfängt".

    -> ineffiziente Geräte aller Art (Fernseher, Glühbirnen, Pumpen,...) würden von einem riesigen Menschenschwarm der da heißt "Bevölkerung" ausfindig gemacht und ersetzt.

    Kann man so sehen, stimmt aber auch nicht. Dadurch würden innerhalb eines Jahres hunderttausende, gar Millionen Menschen in eine Schuldenfalle geraten aus der sie zeitlebens nicht mehr herauskommen. Ist für viele jetzt schon zu spät.

    Denkst du solche Ansichten auch mal zuende?


    Klar kannst du dich mit solchen Maximalforderungen -auch hier- positionieren, darfst dich dann aber nicht wundern, wenn du damit recht was allein dastehst früher oder später. Hat eine gewisse egozentrische Art an sich. Nach mir die Sintflut. Hat sich nicht als dauerhaft überlebensfähig entpuppt im Laufe der Menschheit.


    Wenn man die Gesamtschau zulässt, fällt einem die Absurdität und Undurchführbarkeit auf. Und auch das ist die Aufgabe eines Staates, auf alle Bürger aufzupassen, so gut es eben geht. Auch ich bin durchaus für streitbare und manchmal auch gewagte Positionen, ganz gewiss, aber nicht für unrealistische.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Wette: Zubau 2021


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Reichlich von oben herab und mit Sicherheit zu kurz gesprungen. Du tolerierst also keine anderen Meinungen neben deiner. Kann man so machen, ist aber nicht die feine Art, weder hier noch sonst so im Leben.

    Ich würde es mit den Unterstellungen an Deiner Stelle nicht übertreiben. Etwas in meine Texte reinzuquetschen was gar nicht drin ist nur um ... ja was eigentlich ... dagegen argumentieren zu können, weil man sonst nicht könnte...


    Also nochmal: Deine Sichtweise hatte ich auch. Vor Jahren. Habe ich nicht mehr.


    * Das darfst Du gerne als "von oben herab" ansehen, verüble ich Dir nicht.


    * Das darfst Du nicht gleichsetzen mit "Du tolerierst keine anderen Meinungen". Das verüble ich Dir.

    -> vielleicht mal den Unterschied zwischen "tolerieren" und "akzeptieren" nochmal nachschlagen

    -> tolerieren tue ich alles hier. Würde ich es nicht tolerieren, würde ich euch alle verklagen und den Forumserver bei domainfactory in die Luft jagen.

    -> Also 1,2 Gänge wieder runter. Bitte. Ja?


    * Lebensweisheiten/Belehrungen. Das lasse ich jetzt mal als Folgefehler von Punkt 2 durchgehen. Kannste mal sehen wie benevolent ich bin. ;-)


    Vielleicht dein Wunschdenken, aber unrealistisch und in der Gesamtschau nicht zielführend. Busfahrkarte ab dann 5 Euro für drei Haltestellen. Denkst du solche Ansichten auch mal zuende?


    Vieles hier im Forum ist Wunschdenken. Das bedeutet nicht, dass man gewisse "Wunschmodelle" nicht durchdiskutieren sollte. Meine angeblich ach so langatmigen Texte sind bei weitem nicht langatmig genug, denn sie decken bei weitem nicht alle Nuancen und Eventualitäten ab, die es bei einer grundlegenden Diskussion bräuchte. Ich habe aber echt noch andere Sachen zu tun.


    In Kürze: Der Eingriff in komplexe Systeme - und das ist in der Wissenschaft bekannt - sollte inkrementell erfolgen. Immer wenn jemand ankommt und im Stammtisch mit der Faust auf den Tisch haut "Ich würde ja alle PV Anlagen abreissen", weiß man: Das ist Adolf Hitler und das würde nicht gut enden.


    Selbstverständlich sind die von mir genannten Energiekosten a) orientativ b) als Ziel zu sehen und nicht etwa "Von Heute auf Morgen". Nö, aber man würde sagen: "So liebe Leute. Die Energiewende... Nächstes Jahr kwH 40ct, übernächstes Jahr 50ct, ..."


    Busfahrkarte ab 5 EUR für drei Haltestellen?


    Klar. Entweder der ÖPNV hat dann effiziente Fahrzeuge oder er wird die Entscheidungshilfe "Fahrrad ja/nein?" ... mitgestalten. UNd Rentner und Behinderte fahren zumindest in der Stadt wo ich lebe schon heute kostenlos - das hat sich ja nicht zu ändern.


    Also nochmal: Ja, ich denke meine Ansichten zuende. Oftmals sogar hinter Ecken, über deren Existenz meine Diskussionspartner nichtmal einen Verdacht hegen. Von daher: Auch das lasse ich als Folgefehler durchgehen, weil Du ja irriger Weise davon ausgegangen bist mein Vorschlag wäre "von heute auf morgen".


    Mein Vorschlag ist zwar inkrementell, aber doch mit straffem Fahrplan. Nix 2050. Diesel, Benzin, heizöl, Strom pro jahr um xx ct rauf. Erstmal.


    Da ich auch plane es noch bis mindestens 2050 auf diesem Planeten auszuhalten: "Nach mir die Sintflut" geht anders.

  • Und damit wir hier auch mal konkreter werden "TIcket für 5 EUR..."

    Für den ÖPNV habe ich (noch) nichts gefunden, aber für den Güterverkehr. Ich bin mal so frei und orientiere mich daran:



    Kraftstoffkosten: Also wenn ich das sehe, gehen Kraftstoffkosten mit plusminus 30% rein


    Zahle ich Ticket heute 2 EUR für 3 Haltestellen. Wird der Spritt doppelt so teuer, zahle ich Pi mal Daumen 2,60 EUR.

    Ok, alles immer holistisch anschauen, wird der Sprit und die Energie teurer, will das Personal auch mehr -> 3,50 EUR


    Wobei sich ja die Frage stellt was schluckt so ein Bus?


    https://www.morgenpost.de/berl…lich-vor-Autoverkehr.html


    Aha. 53 liter auf 100km. Sollte man damit zufrieden sein? Mir kommt das ehrlich gesagt zuviel vor, aber will da jetzt nicht noch ein Fass mit Kritik aufmachen. Also egal. Bei 3 EUR pro Liter Diesel sind das mithin 159 EUR auf 100km => 1.60 EUR fixkosten pro km Bus.


    https://www.adac.de/verkehr/ta…land/spritpreise-ausland/


    ansonsten eben 0.60 bis 0.85 EUR jetzt.


    Also halten wir fest: besagte 5 EUR waren ein rhetorisches Stilmittel. ;)

  • Das Thema ist: Kann die Energiewende aus privatem Invest gestemmt werden?


    Und irgendwie sind wir beim ÖPNV. Bei uns hat man 40 mio EUR (1 mrd. CZK) in die Hand genommen um Hochkapazitative Elektrobusse anzuschaffen (und Teile der Strecke zu elektrifizieren), die dann Stadt <-> Flughafen abnudeln


    .


    Stückpreis ca 1.2 MEUR was ca. das 2.5-fache eines Dieselbusses ist. Angeblich halten die auch doppelt so lange. Das hat nicht der Staat gemacht, das macht ne Aktiengesellschaft. Ok, die gehört der Stadt Prag. Aber staatlich ist das nicht.


    Daher die Frage gilt das als "privater Invest", oder müsste der Titel hier lauten "Kann die Energiewende rein von nichtinstitutionellen Anlegern gestemmt werden?"


    Falls diese - IMHO richtigere - Frage gestellt wurde, lautet die Antwort: Nein.

  • Eigentlich ist der Titel etwas irreführend.

    Elektron hat diesen Thread erstellt,

    indem er einen meiner, zugegebenermaßen abschweifenden, Beiträge aus dem Thema "Sonnen bietet Elektroautos im Abo an" herausgelöst und zum Starter eines neuen Themas gemacht hat.

    Meine Ausgangsthese darin war,

    das die Infrastruktur und die Einrichtung der Energiewende in Bürgerhand gehören.

    Warum?

    Seit über 30 Jahren wird der Klimawandel von der Wissenschaft thematisiert und die Prognosen aus jener Zeit sind eingetreten oder wurden (im negativen Sinne) übertroffen.

    Wie hat das System Marktwirtschaft darauf reagiert?

    Gar nicht!

    Erst durch das Rot-Grünen EEG-Gesetz wurden stabile und sichere Rahmenbedingungen geschaffen,

    durch die Deutschland mit überwiegend Bürgerinvestitionen zu einer der führenden PV und Windkraft Nationen wurde.

    Die richtige Weichenstellung für den Weg in eine CO2-neutrale Zukunft war erfolgt.

    2012 hat eine unheilige Allianz aus Industrielobby, Gewerkschaften und der Regierung Merkel begonnen

    diesen Ansatz systematisch zu zerstören.

    Speziell durch die finanzkapitalistische Neuausrichtung einer Marktwirtschaft,

    die sich zunehmend dem Shareholder Value verschrieben hat,

    wurden mittel- und langfristige Strategien, die sich an nachhaltigen ökosozialen Zielsetzungen orientierten,

    dramatisch zurückgefahren.

    In der PV-Branche hat es schon geklappt,

    die Zerstörung der Windbranche gelingt der Regierung Merkel mit dem willfährigen Wirtschaftsminister Altmeier

    auch noch bis zu ihrem unrühmlichen Abgang 2021.

    Wir brauchen dringend eine politische Neuausrichtung.

    Die Generation der Babyboomer hat versagt und es versaut (ich darf das sagen, ich gehöre dazu)

    Der Finanzkapitalismus hat versagt, er hat es versaut!

    Die alten Zöpfe und Köpfe müssen ab.

    Die Verleumder nennen es Sozialismus, das ist diffamierender Quatsch!

    Ich nenne es Bürgerkapitalismus.

    Den großen Vermögen muss die Macht genommen werden!

    Den Milliardären und Hedge-Fonds, den Banken und den multinationalen Großkonzernen

    die die Politik doch nach belieben am Nasenring durch die Manege führen.

    Orientieren wir unsere Gesellschaft endlich wieder am Bürgerwohl der weit überwiegenden Mehrheit der Menschen (>>90%)

    Fangen wir endlich wieder an selbstständig zu denken und nicht nur wie Lemminge der Meinungsmanipulation weniger hinterherzulaufen. Wir brauchen einen radikal neuen Ansatz auf den wir uns evolutionär zubewegen.

    89 hat der Kommunismus verloren.

    Auch der sich seither stetig radikalisierende Raubtierkapitalismus wird auf Dauer keinen Bestand haben.

    Wer sehen kann, der sieht das das Ende kommen.

    Autokratische oder neofaschistische Führer Gesellschaften wären eine Option.

    Noch haben wir die Wahl, ob wir einen gesellschaftlich geordneter Prozess im Sinne der Bürger schaffen,

    oder ob es irgendwann zum katastrophalen Knall kommt, an dessen Ende nur noch die Stärksten überleben.

    Okosizialer Bürgerkapitalismus wäre eine Alternative

    und dazu gehört nach meiner Einschätzung eine Infrastruktur in Bürgerhand.

    (z.B. Energieerzeugung und Verteilung, Ver- und Entsorgung, IT & Kommunikation, Verkehr, Banken, Medien, .....)

    Den (regulierten) Risikosektor kann dann immer noch der Marktkapitalismus beackern.

    (aber ohne Quasimonoplistenen wie Amazon, Facebook, Google und Co)

    Raus aus dem bequemen Kokon der Selbstzufriedenheit.

    Beeilen wir uns zu handeln, bevor es zu spät ist zu bereuen.

    Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

    30 x LG Neon2 Black 325N1K-V5 mit SE10k-WR

  • Ok.

    Den großen Vermögen muss die Macht genommen werden!

    Den Milliardären und Hedge-Fonds, den Banken und den multinationalen Großkonzernen

    die die Politik doch nach belieben am Nasenring durch die Manege führen.

    Ich würde empfehlen finanzpolitische oder gar finanz-ideologische Konzepte aus der Diskussion rauszuhalten.

    Die Vorstellung, eine reiche Bauerntochter sei moralisch schlechter und/oder hässlicher als eine arme Bauerntochter sind "Opium fürs Volk" Märchen.


    Nach allem was ich weiß, korrelieren soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein durchaus positiv mit dem Geldbeutel. Vielleicht ist das auch eher eine Frage der Erziehung/Bildung (und die korreliert auch positiv mit dem Geld), aber wenn ich bedenke, dass z.B. der überweigende Teil der hiesigen Adelsfamilien über großen Waldbesitz verfügt (und den bewirtschaftet), dann kann ich mir schwerlich vorstellen, dass so ein mensch im Wald ne PET Flasche wegwirft (unser UMweltministerium philosophiert noch ob man da Pfand drauftun sollte). Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sie die PET FLasche aufheben und mitnehmen.


    ---


    Die These, die Infrastruktur würde in Bürgerhand gehören ist m.E. unhaltbar. Ich würde für mich nicht in Anspruch nehmen, dass ich den volen Durchblick habe wie ein Staat zu organisieren sei, aber es hat schon seine Gründe warum gewisse Dinge in der Kompetenz des Bundes sind, andere in der Kompetenz der Länder, Lankreise, Gemeinden etc.


    Typisches hierarchisches Top-Down Modell.


    Will ich also eine Autobahn - oder Stromtrasse - quer durch Deutschland bauen, dann sollte ich Staat sein. Will ich eine Stadt mit Wärme versorgen, sollte ich "die Stadtwerke" sein etc.


    ---


    Allerdings: Als bekennender Freund dezentraler Strukturen würde ich genau da anfangen wo die Dezentralität gegeben ist: Bei den Haushalten/Endanwendern. Jeder Haushalt kann im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten entscheiden was er zur Energiwende beitragen kann. Ganz ohne staatliche Förderung.


    Tausche ich meine Glühbirnen gegen LEDs aus, oder werde ich

    - lamentieren, dass die LEDs scheisse leuchten

    - ich mir vom Staat nix vorschreiben lasse (weil er Glühbirnen "verboten hat") und just noch "Lagerreste" kaufen

    - mich über deren Preis beschweren


    Ich habe z.B. unseren gesamten Haushalt 2012 auf LED gebracht. Markenware damals, 1000 EUR Gesamtaufwand. Vorher - wenn alle Lichter angingen 1.5kW, nachher 300W. Ja, Early adopter dafür kann ich sagen "habe ich gemacht". Ich kann auch sagen welche von den sogenannten Markenfirmen abgekackt sind und welche nicht.


    Nur ein Beispiel.


    Schmeisse ich mit PV Panele aufs Dach, oder werde ich

    - befürchten, dass ich dann mit zu den Schmarotzern werde, die sich auf Kosten der Allgemeinheit (EEG Umlage) bereichern?

    - denken, dass PV doch nix bringt, "die paar Watt" die so ne Solarzelle bringt

    - denken, dass da eh mehr Energie zur Herstellung verwendet wird als das je einspielt.


    Ja, hier langen wir uns alle an den Kopf, aber "da draussen" laufen noch eine MENGE Leute, die so ticken.


    Kaufe ich mir ein E-Auto oder werde ich

    - ...


    Klar ne? Die Diskussionen über E-Autos pro/contra wrde ich hier gar nicht wiederkauen, da muss man sich nur in einem Moto-Forum umschauen.


    Fazit: Der EInzelne könnte sehr viel tun wenn er: Wollte, informiert wäre.

    "Sehr viel" bedeutet natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Klar kauft sich nicht jeder einen Tesla.

    Aber angeblich kommt ja ein E-Dacia für unter 10k EUR.


    Okosizialer Bürgerkapitalismus wäre eine Alternative

    und dazu gehört nach meiner Einschätzung eine Infrastruktur in Bürgerhand.

    So ein wenig Che Guevara mit Petersilie garniert - wa?


    Was in Bürgerhand gehört sind die Haushalte und Familien der Bürger. Eines Bürgers Privatleben und Privatbesitz gehört in seine Hand. Da hat ihm dann kein Milliardär, Hedge-Fond oder Staat reinzureden.


    Leider würde das auch mehr Eigenverantwortung bedeuten und es gibt leider in der Gesellschaft viele, die sich im Gegenteil nach einem starken Staat sehnen, "der das schon irgendwie regulieren wird".

  • Ich würde empfehlen finanzpolitische oder gar finanz-ideologische Konzepte aus der Diskussion rauszuhalten.

    Die Vorstellung, eine reiche Bauerntochter sei moralisch schlechter und/oder hässlicher als eine arme Bauerntochter sind "Opium fürs Volk" Märchen.

    Ich glaube wir sind hier gar nicht so weit auseinander wie es Dir erscheint.

    Hier geht es nicht um finanz-ideologische Konzepte, sondern um machtideologische Konzepte.


    Dass sich Wohlhabenden bevorzugt als Early Adopter eignen und sich häufig an die Spitze von Bewegungen setzen ist unbenommen, können sie es sich doch leisten auch einmal teuer oder falsch zu entscheiden.


    Ich habe auch nichts gegen den Mittelständler / Unternehmer der seine gesellschaftliche Verantwortung mit ein paar Millionen auf dem Konto wahrnimmt. Für ein ausgewogenes System sind auch sie wichtig.


    Mir geht es um die monofokussale Ausrichtung der wirklich "mächtigen" Gestalter auf den Shareholder Value.

    Auch dort gibt es sicher Ausnahmen,

    wenn ich mir aber die Geschichte der Welt ansehe,

    haben sie es aber nie geschafft der Welt (das ist ihre Bühne) den Stempel aufzudrücken.

    In meinem Umfeld sehe ich, wie wenig "Macht" oder Wohlstand schon ausreichen um Menschen handeln zu lassen,

    als würden Ethik, Moral oder gesellschaftliche Spielregeln für Sie nicht gelten.

    Vielleicht einige sogar gegen ihre persönliche Überzeugung.

    Ein guter Bekannter, Geschäftsführer im Mittelstand mit Mrd.-Umsatz, sagte mir einmal,

    dass ihn einige seiner Entscheidungen, die er auf "Weisung" umsetzt, schier zerreißen.

    Aber aussteigen will er auch nicht.


    Bürgerhand meint auch nicht die Hand des Einzelnen.

    Die Alternative zur Aktiengesellschaft

    (eigentlich eine gute Idee um Geld zu kumulieren, leider durch den Shareholder Value völlig entartet)

    sind genossenschaftlich oder staatlich organisierte Unternehmungen.

    Auch diese werden von Menschen geführt,

    aber auf Basis einer ökosozialen Satzung und mit transparenten Kontrollmechanismen

    lassen sich diese gesellschaftsdienlich steuern.

    Unterliegt die Infrastruktur der gesellschaftlichen / bürgerlichen Kontrolle,

    kann das Gesamtsystem nicht mehr aus dem Ruder laufen.


    Deutschland ist in der Welt eine der wirklich wohlhabenden Gesellschaften,

    wer wenn nicht wir könnte der Early Adopter sein.

    Wir haben das bei PV und WK schon einmal geschafft.

    Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

    30 x LG Neon2 Black 325N1K-V5 mit SE10k-WR

  • Bürgerhand meint auch nicht die Hand des Einzelnen.

    Die Alternative zur Aktiengesellschaft

    (eigentlich eine gute Idee um Geld zu kumulieren, leider durch den Shareholder Value völlig entartet)

    sind genossenschaftlich oder staatlich organisierte Unternehmungen.

    Also sowas?


    https://en.wikipedia.org/wiki/…_employee-owned_companies


    Aber da sollte der Weg natürlich hinverlaufen. Ich bin strikter (und wäre erbitterter) Gegner von irgendwelchen Verstaatlichungen/Enteignungen etc. Diese und entarteter Sozialismus, haben mein Land 40 Jahre "seines Lebens" gekostet.


    Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass z.B. ein Employee-buy-out eine gute Alternative bei der Nachfolgeregelung wäre. Bekomme seit Jahren Schreiben von der IHK zu Kursen wie man die Nachfolgeregelung in Mittelständischen Unternehmen gestalten könnte und wie viele Mittelständler mit dem Problem zu kämpfen haben dass keine Nachfolge da ist. (Sohnemann macht halt Genetik und nicht Maschinenbau - beispielsweise)


    Nirgends - vielleicht haeb ich nur nicht richtig hingeschaut - kommt dieser Employee-buy-out so richtig zur Sprache. Da heisst es dann immer ob man einen Nachfolger zur Unternehmensführung im Betrieb findet oder dann doch jemand externen holt... Eigentumsverhältnisse unangetastet. Nutzt m.E. nicht alle Optionen.

    Deutschland ist in der Welt eine der wirklich wohlhabenden Gesellschaften,

    wer wenn nicht wir könnte der Early Adopter sein.

    Wir haben das bei PV und WK schon einmal geschafft.

    Ok. Da sind wir einer Meinung. Tatsächlich glaube ich auch, dass insbesondere in Deutschland die Autolobby einen viel zu großen Platz in den Köpfen der Leute einnimmt und ich rede da nicht von der Politik. Wenn ich mir anschaue wie viele Leute ohne mit der Wimper zu zucken ein 100 kEUR Auto anschaffen, und mind 2 x im Jahr einen 10 kEUR Urlaub absolvieren.


    Und da spricht 0 (in Worten: NULL) Neid aus mir


    aber bei PV kommt dann die "lohnt sich das?" Frage... ¯\_(ツ)_/¯


    dann ist halt Early Adopter für die Tonne.


    ---


    Trotzdem glaube ich nicht, dass alles mit Bürgerhand alleine zu lösen ist. Brauchst Du eine entsprechend versiegelte Kaverne als H2 Speicher? Da muss ein Bundesland ran - vmtl. mit staatlicher Unterstützung. Autobahnen sind auch (wie erwähnt: zu recht) in staatlicher Verantwortung, ergo will man sie elektrifizieren -> Staat. etc. etc.


    Ist vielleicht ein Henne-Ei Problem. Würde der Bürger sehen, dass der Staat hier vorbildlich und beherzt Richtung Energiewende geht, würde er auch mehr...

    Oder: Würden die Bürger vorbildlich und beherzt Richtung Energiewende gehen, ab einem Zeitpunkt könnte sich der Staat eine beschämende Diskrepanz zu seinen diesbezüglichen Leistungen einfach politisch nicht mehr erlauben.


    Und zum Abschluss:


    Ein guter Bekannter, Geschäftsführer im Mittelstand mit Mrd.-Umsatz, sagte mir einmal,

    dass ihn einige seiner Entscheidungen, die er auf "Weisung" umsetzt, schier zerreißen.

    Aber aussteigen will er auch nicht.

    ???

    Das hört sich irgendwie wie diffuse VT für mich an. Ok, wenn er GeFü ist und nicht auch noch Gesellschafter. Pech, dann ist er eben nur Söldner und muss damit leben. Bis zu einem gewissen Grad muss er sich da dem Willen der Eigentümer beugen oder er wird gegangen. Da er aber als GeFü auch formaljuristisch für "seine" Entscheidungen verantwortlich ist, kann man sicher nicht davon ausgehen so ein GeFü wäre nur eine Marionette.


    Ok, wenn er GeFü eines Unternehmens ist, das ihm nicht gehört und das vielleicht einem anderen Unternehmen gehört und es gibt einen Beherrschungsvertrag... Ja sorry, dann ist er nur eine Marionette, aber das muss er dann eben schlucken oder gehen.

  • Die Generation der Babyboomer hat versagt und es versaut (ich darf das sagen, ich gehöre dazu)

    Am WE beim entspannen - wenn mal die rechte Gehirnhälfte ihr emotionales Recht verlangt - Herbi Grönemeyer gehört.

    Was ist unsere Generation auf diesen Song abgefahren:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Und wenn es dann 33 Jahre später real wird und die Kids tatsächlich auf die Strasse gehn, dann werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um deren Forderungen zu verhindern, incl. der Gründung einer neuen "Partei".


    *Besitzstandwahrung einer überwiegend wohlstandsgenährten Erbengeneration.


    Es kotzt mich nur noch an!

    ?

  • Die reine Erzeugung von Strom aus 400 GW PV und 400 GW wka bei Installationskosten von ca 1000 Euro/KWp entspricht heute etwa einem Kapitaleinsatz von 800 Mrd Euro oder 10.000 Euro pro Kopf. Bei 20 Jahren Lebensdauer von 40 Euro Pro Monat + 10 Euro Betriebskosten.