Offene Fragen bei Installation Satteldach und Gauben

  • Hallo Community,


    bei mir wird grad die PV Analge installiert, der zugehörige Thread ist:


    PV Anlage, 1...2 kWp Modulleistung


    59075 | 9.75kWp || 1413.04€ | Qcells



    Nun habe ich einige Fragen zu Ausführung:


    Statik:

    Die Dachhaken des Kreuzschienensystem wurden ca alle 8 Pfannen, also an jeden 2 Sparren angebracht.

    Bei 3 Modulen horizontal befinden sich z.B. genau 4 Dachhaken, bei 4 Modulen 5 Haken, an der Unterkunstruktion (untere Schiene) / den Sparren.

    Da ich ja nun als Betreiber haftbar bin wenn mal etwas von Dach fliegt, oder ein Schaden am Gebäude eintritt, und die Versicherungen ja NIE prüfen :ironie: wer denn nun ein schuldhaftes Vergehen vollzogen haben könnte...

    hätte ich mehr Sparren benutzt und auch die Haken nicht übereinander immer auf demselben Sparren geschraubt, sondern auf alle Sparren verteilt und das Dach verteilt.


    Weiterhin haben wohl die Vertikalschienen teilweise eine Kragweite von über 60 Zentimeter. Fangen dann die horizontalen äußeren Module das Schwingen an und es kann zu Spannungen kommen?


    Der Entlüfter auf dem Bild kommt von einer Dunstabzugshaube. Dieser soll gekürzt werden.

    Gibt das auf Dauer Probleme?



    Elektro:

    Kabel der 3 Generatoren laufen unter den Pfannen - Ist die Ausführung so sicher genug bezgl. Schäden an der Isolierung etc. - zum Westdach wo sie durch den Dachüberhang an der Hauswand richtung Kellergeschoss im Kabelkanal geführt werden. Dann auf 20cm über Boden in den Keller durch Bohrung. Dahinter wurde eine Potentialausgleichsschiene gesetzt und an des PA des Verteiler.

    An der Stelle der Hauseinführung wurde auch ein 1,5 m verzinkter Staberder eingeschlagen und unterhalb der Terrasse angeschlossen.


    Es wurde 2 WR STP 5.0 installiert (mit RCD und Vorsicherung in einem Henselkasten von da zur Verteilung)

    Eigentlich dachte ich es werden 2 Sunnyboy 5.0 installiert.


    In der Verteilung wurde ein Überspannungsschutz Obo V20-3+NPE gesetzt. Hierzu eine Frage.


    Der Überspannungsschutz befindet sich vor dem MSB-Zähler im verplombten Bereich.

    Nun habe ich gesehen das man die Einsätze bei Notwendigkeit tauschen kann/muss???.

    Diese kann ich aber nicht ziehen, da ich dazu die Blende entfernen und die Plombe abreißen müsste.


    Ich will ja nicht nur um eine Sicherung zu tauschen einen Handwerker mit Zulassung rufen müssen, der die Plombe neu setzen kann und darf.

    Der Hersteller sagt Installation im Nachzählerbereich (Kundenbereich).



    Zur Klarstellung: Ich will für mich und die Zukunft Sicherheit, die Jungs von der Installation sind nett und machen einen fähigen Eindruck, aber ich will halt für uns möglichst Risiken ausschließen, und wenn etwas diskutabel ist die Firma informieren, bevor sie nächste Woche die Module drauf schrauben und dann später alles wieder abbauen müssten.


    VG Tom

  • die Haken nicht übereinander immer auf demselben Sparren geschraubt, sondern auf alle Sparren verteilt und das Dach verteilt.

    Seh ich auch so bei großen Anlagen. Bei deinen gefühlt 5 Modulen und Kreuzmontage ist das nicht so wild.

    Durch Kreuz wird etwas Kragweite abgefangen. Auf den Bildern sieht es für mich in Ordnung aus.

    Bin aber kein Montageprofi und kann dir dazu nichts sicheres sagen.


    Dunstabzug aus der Küche gehört NICHT unter ein Modul - wenn dann müsste der weggeführt werden.

    Lüftungströten für wasser kann man überbauen.


    Was der separate Erder soll ist mir nicht klar. DAs gehört an den PA des HAuses angeschlossen! Nicht anders !!!


    Kabel sehen etwas lieblos aus; in den Rillen kann sich Wasser sammeln - ich würde die Kabel nicht in den nach oben zeigenden Rillen führen. Die Rille zum Dach oder die zur Traufe halte ich für besser geeignet.


    Einphasig vgl. PN. Allgemein mag ich neue Threads zum selben Thema und PNs dazu nicht. Habe die Moderation gebeten an den oben verlinkten Thread anzuhängen.


    Bei vielen ÜSA lassen sich die Einsätze auch im plombierten Bereich tauschen mittels Schraubendreher. E fragen wie die getauscht werden oder Handbuch lesen. Position vor Zähler ist richtig.


    Hersteller sagt Installation im Nachzählerbereich (Kundenbereich)

    Blödes System. Dann muss es halt hinter den Zähler wenn die Abdeckung weg muss zum tauschen :(

  • "Bei deinen gefühlt 5 Modulen"

    Na komm, erst mir 'ne Anlage aufschwatzen und nu schlecht reden... tztztz ;-)

    Ja es sind nur 12, 11 und 10 Module, klein aber fein !!!


    Das Bild zeigt doch leider nicht das Ende der Schiene, unten mal ein Weiteres. Also wenn ein Modul oben am Feld bei horizontaler Verlegung 60 cm = 2/3 übersteht auf einer Länge von hierbei drei Modulen sind das ca dreieinhalb Quadratmeter die frei schwingen können.

    Aber gut, ich als Laie kann nur den Pro's glauben. Der Hersteller gibt bei der Schiene aber auch nur 40 cm an, wenn mein Infoblatt (Altec) richtig ist. Kann der Hersteller bei Glasbruch nicht motzen ?

    Es sind Heckert Nemo Module, gibt der Hersteller Aussagen über die Kragweiten?


    Man hat wohl auf die schnelle den Potentialausgleich des Hause nicht gefunden und deshalb einen zusätzlichen Erder gesetzt.


    Lieblos, na gut, man hat natürlich erst mal nur die Kabel verlegt und angebunden, ist halt die Frage ob bei Aufbau noch nachgearbeitet wird. Ich als E-Fuzzy finde den Abstand der Fixierungen zu groß. Da können ja 1,5 bis 2 Meter Leitung frei hängen und mit Längenausdehnung sind die in 2 Jahren auf dem Dach und schwänzeln bei Wind da rum.

    Wie sieht es mit der Kabeleinführung unter der Pfanne aus, sieht man leider nicht genau auf dem einen Bild (links vorne wo sich Strings und PE treffen), kann es sogar eher nur erahnen das sie einfach unter die geflexte Pfanne geschoben wurden?


    ÜSA hat oben und unten eine Verriegelung die man mit 2 Fingern greifen muss, also das würde so nicht klappen.

    Man hat wohl den verplombten Bereich genutzt da es oben etwas knäpplich wird, aber da gibt es ja dann 'ne Lösung. Muss dann blos ein Schutz rein den man auch ohne Abdeckung entnehmen entfernen kann, von einem anderen Hersteller.


    Gibt es eine Quelle zum Thema umbauen von Dunst- Abzugseinrichtungen, ich hatte schon mal nachgefragt, aber die Jungs sagten da passiert nix?

  • Ich freu mich dass du dein Dach nutzt! Die kleinen Felder sehen süss aus, deswegen schrieb ich 5 Module.

    Auf welcher Höhe wird das Modul angeschraubt? Wenn du noch 20 cm zum Klemmbereich abziehst oder die Schienen oben geringfügig rausstehen was von unten nicht sichtbar wäre, werden dann die Herstellervorgaben eingehalten?

    Frag sie bitte warum der untere Träger nicht höher ist und warum sie die Sparren nicht abwechselnd genutzt haben. Bei kleiner Anlage aber mE unkritisch.

    Mehr Kabelbinder und die sonnenabgewandte Seite für die Führung nutzen?


    PA ist es ja nicht sondern schlimmstenfalls die Schaffung eines neuen Potenzials. Findest du ihn?


    Vlt schlägt da Praxis Theorie. Ich finde Fett auf Plastik nicht so toll. Wer hat Erfahrung? Ironie: vlt das. Modul lochen.

    Gibt es denn keine Möglichkeit den Auslass seitlich wegzufahren?

  • Noch mal kurz zur:


    Statik:


    Es sind zwar nur ein paar Module aber sie realisieren ja doch ein Dach über dem Dach. Wenn es nun zu einer Schneelast kommt, so wirkt die (Flächen-) Last doch nicht mehr flächig auf alle Sparren sondern nur auf jeden Zweiten. Also muss doch allein deswegen schon schon ein Verteilung über alle Sparren erfolgen, oder nicht?


    Auch wird der gesamte Schnee der vom First abrutsch gegen die Konstruktion drücken, insofern bin ich lieber etwas vorsichtig. Es sind ja die beiden Gauben voll Überdacht. Und die sind nachträglich erbaut. Mit den Vorgaben aus 1999. Ob da z.B. eine Tragkraft je (Gauben-) Sparren gegeben sein muss wie für das restliche Dach und ob eine Verteilung nur auf die Hälfte der Sparren reicht... kritisch, oder ?


    Witzig finde ich auch noch. Nach Angebot soll der Auftraggeber für die Statik des Daches haften und man gibt allein die Marke des Herstellers an. Wie soll ich denn nun dafür haften können, wenn man die Lastverteilung entgegen der Baustatik verändert ? Es geht nicht um das zusätzliche Gewicht der Module, das ist Pippifax, sondern auf die Fläche zusätzlich einwirkende Kraft durch Wind/Schnee etc.


    Wechselrichter:

    OK, werde mal beim Installateur anrufen und fragen warum sie entgegen dem Angebot nicht die SB5.0 bei den kleinen Gen. verbaut haben. Bei Nachberechnung schmeisst SunnyDesignt so ca. 700 € in 20 Jahren an Minderertrag raus.

    Frag sie bitte warum der untere Träger nicht höher ist

    Du meinst warum der letzte Träger vor dem Fenster nicht näher ans Fenster gebaut wurde, ja das sehe ich genau so. Der Abstand zwischen den horizontalen Schienen dürfte ja weniger kritisch sein

    Auf welcher Höhe wird das Modul angeschraubt?

    Na von der Breite (vertikal) des Gen ist da nicht viel Platz. Da müssen die Module schon relativ nah ans Fenster. Hat auch was gutes, kann man seine Kippen schön auf der Glasseite ausdrücken ;-)

    PA ist es ja nicht sondern schlimmstenfalls die Schaffung eines neuen Potenzials. Findest du ihn?

    Also ich sehe wohl ein rotes Kabel im Verteiler auf der PA-Schiene. Könnte irgendwie aus dem Fundament/Boden unter Putz/Vertäfelung kommen, aber finden kann ich die PA-Schiene nicht.

    Also ein Potentialausgleich zwischen alt und neu besteht wohl. Die neue PA-Schiene wurde ja auch mit 16² an PA-Schiene im Verteiler angeklemmt. Insofern ist es wohl eher eine Erweiterung der Erdung (da bin ich fachlich aber nicht auf der Höhe der Vorschriften).

    Bin zwar schon ein "alter Sack" und trotz Installateursausbildung habe ich aber keine Ahnung wie die Erdung in Bauten der 60er Jahre durchgeführt wurde. Zu meinen Zeiten war alles schon grün/gelb...

    Vlt schlägt da Praxis Theorie. Ich finde Fett auf Plastik nicht so toll. Wer hat Erfahrung? Ironie: vlt das. Modul lochen.

    Gibt es denn keine Möglichkeit den Auslass seitlich wegzufahren?

    OK, was meinst Du hier?

  • Sorry, verstehe jetzt, Du meinst den Dunstabzug. Tja, da hab ich noch keine Info im Netz zu gefunden. Da wäre schön wenn sich hier mal ein paar Profis äußern. Die Jungs vom Installteur meinten "Kein Problem, einfach abschneiden"

    ... wenn's stimmt ?!

    Eigentlich sollte es doch mindestes möglich sein einen 90° Abzweig aufzuflanschen und seitlich auszublasen... dann wird auch das Dach schön gefettet, glänzt und ich hab 'ne kostenlose Dachbeschichtung. Wollte als Kind schon immer 'ne eigene Rutsche haben... ;-)

  • So gibt was sehr interessantes.

    Das es zum Einbau der 2 dreiphasigen STP5.0 anstatt wie geplant 2 SB5.0 kam, liegt an den mangelnden Grundkenntnisen der E-Technik der Parteien die dies ausgehandelt haben.


    Der Netzbetreiber forderte irgendwann den Einbau von drephasigen WR weil meine Anlage größer 4,6KVA ist.

    9,92 mit 3 kleinen Generatorfeldern unterschiedlicher Ausrichtung. Und so ständ es (nach meiner Rücksprache heute mit VNV) ja wohl auch im EEG...


    Der Solateur antwortete wohl mit der Aussage, das wäre kein Problme, können wir ändern in dreiphasig.


    Ich habe soeben dann folgende Mail an den VNB Bereich Inbetriebsetzung versendet:


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    Sehr geehrtes EWV-Team,


    nach Information von unserem Solaranlagen-Installateur PV-XXX/ Herrn YYY und meine Rücksprache mit Herrn ZZZ aus ihrem Hause wende ich mich per Mail an Sie mit der Bitte um eine dringende Bearbeitung und Rückantwort.


    Unsere 9,92 kWp Anlage wurde geplant mit zwei Wechselrichter die jeweils maximal eine Einspeiseleistung von 4,6kVA einphasig ins Versorgungsnetz einspeisen könnten. Dies ist durch die Konfiguration des WR durch den Hersteller fest vorgegeben.


    Die Anlage wird dann hart abgedrosselt auf 70% / max 6,94 kVA.


    Nach Rücksprache und Aussage von Herrn ZZZ aus Ihrem Hause (Durchwahl -112) bestehen Sie als VNB aber nun darauf, dass wenn 2 WR mit max 4,6kVA eingebaut werden würden, eine dreiphasige Einspeisung jedes Wechselrichters erfolgen müsste.


    Dies ist mir als Ingenieur der Elektrotechnik nicht eingängig.

    Aufgrund der Phasenverschiebung von 120° im Verbundnetz kann aus einem Anschluss von 2 einphasigen WR auf getrennten Phasen mit jeweils max 4,6kVA doch nur eine maximale Schieflast von 4,6kVA resultieren, und das auch nur wenn beide WR mit maximaler Leistung einspeisen würden.

    Sobald nur ein WR mit geringerer Leistung speist wird aufgrund der geometrischen Addition /Addition der Schieflast (Scheinleistungs) –Vektoren immer eine effektiv niedrigere Schieflast am Netzanschluss vorhanden sein.


    Nichts anderes sagt aber auch das EEG. Ab 4,6kVA muss dreiphasig eingespeist werden. Wir befinden uns aber mit beiden WR’s der PV-Anlage die jeweils max 4,6kVA erzeugen/speisen können immer innerhalb der zulässigen Grenze von 4,6kVA.


    Ihre Forderung würde deutliche Ertragseinbußen bedeuten, da dreiphase WR’s meist mit einer größeren Modulanzahl im String betrieben werden sollten (als in meinem Falle/ Auslegung meiner Generator-Felder), um den Wirkungsgrad nicht deutlich sinken zu lassen.



    Auch eine Suche im Internet und Photovoltaik-Foren ergab für mich und meinem jetzigen Kenntnisstand das Sie der einzige Netzbetreiber wären der diese Forderung äußert.

    Gibt es einen Grund warum im Netzbereich von Hamm andere Anforderungen gelten als woanders im Verbundnetz?



    Mit freundlichem Gruß,

    ICH

    Dipl. Ing. E-Technik/Nachrichtentechnik (FH)

    Z

    590xx Hamm

    Tel: jo auch

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    Habe ich was übersehen oder in den Grundlagenfächern nicht aufgepasst ?

  • Schau mal bei https://www.sma.de/partner/pv-…anwendungsregel-4105.html - Absatz "2. Anschlusskriterien und zulässige Schieflast"


    3 Leiter à 4,6 kVA sind ungekoppelt möglich.

  • Danke, das ist ja noch viel sauberer und einfacher definiert!


    Aufgrund der Problematik das mir mein Installateur das Messer auf die Brust setzt "Nimm oder lass es ganz, sonst bauen wir den Kram heute wieder ab" hatte ich leider nicht mehr die Zeit genauer zu suchen. Ich hatte beim bisherigen Lesen irgendwann abgespeichert 4,6kVA Schieflast je Netzanschluss. Wenn die Schieflast 4,6kVA je Phase definiert ist dann ist die Forderung des Netzbetreibers ja noch absurder...